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Adoption - Warum so kompliziert?

107 Beiträge, Schlüsselwörter: Kinder, Recht, Adoption

Adoption - Warum so kompliziert?

21.09.2013 um 18:59
Adoption ist an sich schon ein heikles Thema. Ich bin selbst ein Waisenkind und bin nach Deutschland adoptiert worden. Da gab es zuvor auch eine Menge an Papierkram die meine Adoptiveltern haben bewältigen müssen. Etliche Anträge und Bescheide die ergangen sind bis sie die schriftliche Erlaubnis hatten ein Kind adoptieren zu können. Vielleicht lag es auch daran, dass es im Ausland ablief? Jedenfalls wird darauf geachtet wie die Familienverhältnisse sind, die Einkommensverhältnisse und die Vorgeschichte beider Parteien sowohl Eltern als auch das Kind selbst. Wenn da alles in Ordnung ist kommt die Kennenlernen Phase dran. Nach einiger Zeit wird dann geschaut ob das mit der Kind und Eltern Konstellation passt und dann kommt wieder ein Haufen Papierkram und Anträge bis es dann zur Gerichtsverhandlung kam wo dann offiziell entschieden wurde dass das Kind nun einen neuen Namen hat und einen neuen Lebensort. Bevor allerdings das Kind mit nach Deutschland mitgenommen werden konnte mussten wieder etliche Anträge durchgekaut werden. Aber ich denke das ist heute nicht mehr so kompliziert wie damals.

Was ich auf jeden Fall wichtig finde ist, die Situation im späteren Alter mit einzuplanen. Also die Situation in der das Kind vielleicht selbst herausfindet dass es Adoptiert ist oder man selbst als Elternteil es dem Kind erklären muss. Und das muss man!. Verschweigen ist ein riesiges Tabu. Ich selbst habe es mit 8 herausgefunden und habe mich nicht getraut es zu beichten. Die Jahre danach waren grauenhaft. Aber mit 15 wurde mit dann von meinen Adoptiveltern mitgeteilt wie die Sache wirklich ausschaut. Und genau da muss man aufpassen. Nichts verschweigen nichts verharmlosen oder gar erfinden. Die reine Wahrheit wie schwers auch sein mag. Und vorallem darauf gefasst sein wenn das Kind die Herkunft herausfinden möchte. Es ist vollkommen normal dass man wissen möchte woher man abstammt und wieso man überhaupt im Waisenhaus gelandet ist. Die Eltern werden immer Eltern bleiben und im Herzen sein. Die leiblichen Eltern werden niemals den Platz der liebevollen Menschen ersetzen die einen aufgezogen haben.


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Adoption - Warum so kompliziert?

17.05.2018 um 19:27
Wen es interessiert:

https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Soziales/KinderJugendhilfe/Adoptionen5225201167004.pdf?__blob=public...

Die Sache ist einfach die, dass sich die Gesellschaft verändert hat und die medizinischen Möglichkeiten.

Ledig oder geschieden zu sein ist nicht mehr so ein Grund sein Kind zur Adoption freizugeben. (siehe TAb.)


Von den 3976 Kindern die lt. Tabelle in 2016 adoptiert wurden, wurden 2588 von Verwandten oder "Stiefeltern" adoptiert.
Also klassischer Fall, ledige allein sorgeberechtigte Frau, mit Kind heiratet, und der Partner adoptiert das für ihn nicht leibliche Kind.

Nur 1388 Kinder wurden in 2016 von nicht verwandten Personen adoptiert.

Es sind einfach nicht mehr soviele Kinder da, die zur Verfügung stehen, was verschiedene Ursachen hat.

Auf 1 vorgemerktes Kind zur Adoption kamen 2016 circa 6,37 Adoptionsbewerbungen.

Welche Seite willst du jetzt verändern? Die vorgemerkte Kinderanzahl erhöhen, und/oder die Adoptionsbewerbungen senken.
Vorschläge und Durchsetzungsstrategien erbeten.

Kennst du persönlich Menschen, die Kinder adoptiert haben?

Ich kenne ein Paar, welches ein Pflegekind hat, jetzt 5 Jahre, weil sie auch keine eigenen Kinder haben. Die leibliche Mutter des Pflegekinds wollte das Kind nicht zur Adoption freigeben, kann aber auch nicht für das Kind sorgen. Dieses Paar geht auf die getroffene Vereinbarung ein, dass die leibliche Mutter alle 4 Wochen ihr Kind sehen kann. Leider wohnen Kind und Mutter jetzt 800 km von einander entfernt, da der Pflegevater seine Arbeitsstelle gewechselt hat. Da setzt sich einer der Pflegeeltern circa alle 4 Wochen in den Zug vielleicht auch mal ins Flugzeug und fährt mit dem Kind. Kind und Pflegeeltern sind nicht verwandt. Noch irgendwelche Fragen?


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