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"Wir sind das Volk"

155 Beiträge, Schlüsselwörter: Politik, Demokratie, Masse, Ideologie, Solidarität, Fundamentalismus

"Wir sind das Volk"

19.12.2010 um 14:10
Koriander, du hast den Eingangsbeitrag immernoch nicht verstanden.
Ich frage mich wie man da auch noch anmaßen kann, die höchste Instanz hier im Thread zu sein...

Und jetzt hör endlich auch auf Südlicht oder anderen Teilnehmern rumzukloppen und sag endlich was zum Thema, es wird langsam wirklich peinlich!


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"Wir sind das Volk"

20.12.2010 um 01:46
Sowas bekommt man also auf den Versuch, eine sachliche Kommunikation aufzubauen. Die Nazikeule hat bisher ja noch gefehlt. Stattdessen kein Wort zu meinem Post, oder zu irgend einem anderen hier.

Muss ja jeder selbst wissen, welches Bild er hier abgeben will.


@Quimbo

Der Typ ist es nicht wert, ihm auch nur eine weitere Sekunde Aufmerksamkeit zu bieten. Genau die will er - bekommt er aber nicht mehr. Mein Fehler, den überhaupt als ernst zu nehmenden Diskussionspartner zu betrachten...



Überleitung zum Thema...

Faschismus hat viele Gesichter. Und wird in unserer Gesellschaft wieder zusehens salonfähig.

Auch deswegen steht die Frage "Wir sind das Volk" ? und gilt mein Intro nach wie vor.


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HOKUSPOKUS
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"Wir sind das Volk"

28.12.2010 um 18:03
...und was für ein Volk.


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"Wir sind das Volk"

28.12.2010 um 18:39
@Südlicht

Also ich finde, dass dein Text sehr allgmein gehalten ist. Die Strömungen, die du beschreibst, sind durchaus vorhanden, aber ich lese aus deinem Text ein Schwarz-Weiß-Denken heraus. Zumindest jetzt auf diesen Text bezogen, nicht unbedingt auf dein Denken, dass kann ich nicht beurteilen.

Viele Menschen sind unzufrieden mit der Regierung, mich selbst eingeschlossen. Allerdings leben wir auch in einem Land, in dem wir so viel Freiheit und Chancen haben, wie in wenig anderen Ländern außerhalb dieses Staates. Ich finde, die Wertschätzung ist verloren gegangen.

Ich habe nicht alle Seiten hier lesen wollen und hoffe eher darauf, dass DU deinen Text konkretisieren kannst, denn wie oben schon erwähnt, ist dieser Text sehr generell gehalten.


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"Wir sind das Volk"

30.12.2010 um 03:33
@Aldaris

Er ist auch sehr allgemein gehalten, weil es ziemlich schwierig ist, dem Ganzen einen konkreten Namen zu geben. Es ist so viel in Einem.

Nennen wir den ersten Punkt Meinungs-Fundamentalismus, egal in welcher Hinsicht.

Das ist allerdings nichts Neues, das Web bietet nur noch einmal völlig neue Möglichkeiten.

Das Volk lässt sich zu leicht spalten, Menschen sich zu leicht gegeneinander aufhetzen.
Blindes Vertrauen in die Medien und Mundpropaganda. Die eigene Meinung oder das, was die eigene Meinung bestätigt, wird nicht kritisiert oder hinterfragt, und wer alternative Denkweisen an den Tag legt, wird lächerlich gemacht oder angefeindet.

Den zweiten Punkt nennen wir einfach Egomanie.

Jeder Mensch ist zu gewissem Grad Egoist, das liegt in der Natur der Sache. Bei manch einem (nicht wenigen) verschleiert die Konzentration auf die eigenen Belange aber den Blick fürs große Ganze. Solidarität ist (heutzutage) ein Fremdwort für viele. Es gibt eine gewisse Scheinsolidarität ("Wir sind das Volk", "Wir gegen den Feind"), die Aufspaltung in kleine Interessengruppen, die nichts weiter eint als ein gemeinsamer Sündenbock für verschiedene Unzufriedenheiten. Ist dieser Sündenbock beseitigt, die Unzufriedenheit aber noch da, wird entweder ein neuer gefunden oder sich gegenseitig fertiggemacht.

Wirklich solidarisch ist unsere Gesellschaft aber nicht. Und die Scheinsolidarität lässt sich oftmals sehr einfach demaskieren.

Punkt Drei ergibt sich daraus: Faschismus. Leider immer noch ein Thema in unserer Gesellschaft, gerade weil er oft als Wolf im Schafspelz daher kommt und nicht immer als solcher erkannt wird.


Diese Feststellungen bewogen mich zu Gedankenspielen darüber, wie ich mich wohl während des vielfach herbeigesehnten Aufstandes verhalten würde...
Südlicht schrieb am 16.12.2010:Ich denke, es scheitert auch am fehlenden Zusammenhalt unter den Menschen, und zwar aller Schichten, dass wir nicht gemeinsam etwas verbessern können. Und damit sind wir wieder beim Thema: "Wir sind das Volk", aber ohne echtes Wir-Gefühl. Wir haben zwar einen gemeinsamen Feind, doch da hören unsere Gemeinsamkeiten auch schon wieder auf. Wir sind ein Volk der Egomanen, die sich gegenseitig fertig machen und keinen Respekt voreinander haben.
Beitrag von Südlicht, Seite 3


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"Wir sind das Volk"

30.12.2010 um 14:52
@Südlicht

Dein Gedankenspiel wird durch folgenden Artikel unterstützt:

http://www.hintergrund.de/201012031269/soziales/sozialabbau/gegen-muslime-und-sozial-schwache.html

Hier ein Auszug aus dem Artikel

In der Gruppe der Besserverdienenden ist ein deutlicher Anstieg abwertender Einstellungen gegenüber verschiedenen schwachen Gruppen in der deutschen Gesellschaft zu beobachten. Rechtspopulistische Einstellungen nehmen bei den Einkommensstarken deutlich wahrnehmbar zu. Sie verbinden sich mit islamfeindlichen Haltungen und sind aggressiv aufgeladen.

[...]

Seit 2002 führen die Forscher jährlich eine telefonische Befragung einer repräsentativen Auswahl der deutschen Bevölkerung durch. Die jüngste Untersuchung zeigt, dass die ökonomische Krisenwahrnehmung im Untersuchungszeitraum von 2009 bis 2010 deutliche „gesellschaftliche Vergiftungserscheinungen“ nach sich gezogen hat. „Insbesondere höhere Einkommensgruppen verweigern schwachen Gruppen ihre Unterstützung“, fassten die Wissenschaftler ihre Forschungsresultate zusammen: „Während sich Arme mit Hilfsbedürftigen solidarisieren ist dies in den höheren Einkommensgruppen weniger der Fall.“

[...]

Die Anhänger des Prinzips der Leistungsgerechtigkeit, das in höheren Einkommensgruppen besonders häufig eingefordert wird, forcierten die Abwertung von Gruppen, denen eine geringe Leistungsbereitschaft zugesprochen werde: Langzeitarbeitslose, Migranten und Wohnungslose.

Diese Einstellungsveränderungen stellten die Wissenschaftler explizit in einen Zusammenhang mit den Sloterdijk- und Sarrazin-Debatten der vergangenen zwei Jahre. Dabei handele es sich nicht um Integrationsdebatten, wie immer behauptet werde, sondern um Desintegrationsdebatten.



Sarrazin dürfte wohl jeder kennen, Sloterdijk eher weniger. Er ist ein deutscher Philosophieprofessor, der unter anderem gerfordert hat, Steuern für die "Leistungsträger" der Gesellschaft also für hohe Einkommen abzuschaffen und freiwillige Almosen zu ersetzen.

Dazu fällt mir nur Brecht ein:"Erst kommt das Fressen und dann die Moral."


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"Wir sind das Volk"

30.12.2010 um 15:02
und DURCH frewiliige Almosen zu ersetzen.


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"Wir sind das Volk"

30.12.2010 um 16:37
Somayyeh schrieb:Sloterdijk eher weniger. Er ist ein deutscher Philosophieprofessor, der unter anderem gerfordert hat, Steuern für die "Leistungsträger" der Gesellschaft also für hohe Einkommen abzuschaffen und freiwillige Almosen zu ersetzen.
Oh, ja ! Der Sloterdijk - wer kennt ihn nicht ?
Immer wieder im ZDF zu besichtigen, in Nächten zwischen Sonntag und Montag.

Ist ihm nun auch das Wissen verloren gegangen, wer wahre Leistungen in der Gesellschaft erbringt?
Oder hatte er dieses Wissen noch nie ?

Der Spruch "Wir sind das Volk" hatte ausschließlich in der DDR, in diesem speziellen Fall, seine Berechtigung und Wirksamkeit.

Jetzt müsste klargestellt werden, wer die "Leistungen trägt" und dazu gehören meines Erachtens auch all jene, die durch Benachteiligung daran gehindert werden, ihre Leistungen so weit wie möglich einzubringen.
Und dazu taugen Demos weniger, als vielmehr die probeweise Stilllegung von "Leistungen".

Fehler grenzt man oft ein, indem man Bereiche oder Baugruppen abschaltet und dann die Auswirkungen auswertet.

Andere Länder machen uns schon die Fehlersuche durch "Abschalten" vor !


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"Wir sind das Volk"

30.12.2010 um 16:40
@eckhart

Könntest du schreiben, was du mit "Baugruppen abschalten" meinst? Ich kann mir unter der Metapher alles und nichts vorstellen.


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"Wir sind das Volk"

30.12.2010 um 17:14
Somayyeh schrieb:Könntest du schreiben, was du mit "Baugruppen abschalten" meinst?
Man könnte zum Beispiel ausprobieren, ob die "Baugruppe Müllabfuhr" Leistungsträger enthält.

Enthält die "Baugruppe Müllabfuhr" keine Leistungsträger, dann bleibt eine "Abschaltung" (Arbeitsniederlegung) ohne Konsequenzen.
Anderenfalles sind bei der Müllabfuhr Leistungsträger beschäftigt.
Intuitiv behaupte ich: Das ist so !

Und so könnte man in allen "Baugruppen" (Bereichen der Gesellschaft) vorgehen.
In Deutschland muss ja alles mögliche Selbstverständliche erst erforscht werden!
Möglichst durch millionenschwere Forschungsaufträge an Wirtschaftsinstitute.

Mein Vorschlag ist da viel billiger !
Das nur, weil in Deutschland Unklarheiten über den Begriff "Leistungsträger" zu bestehen scheinen.


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"Wir sind das Volk"

30.12.2010 um 17:22
@eckhart

Der Begriff Leistungsträger ist ja die Selbstdefinition einer wohlhabenden Schicht, die Leistung in Steueraufkommen, bzw. ihrem Einkommen abmessen. Über Sinn und Unsinn dieses Wortes möchte ich mich nicht auslassen, aber kokret die These Südlichts unterstreichen, der entsolidarisierung der Gesellschaft anspricht. In diesem Sinne kann ich nur jedem die Lektüre des geposteten Artikels empfehlen. Soziologen haben konkret messbar eine zunehmende Feindseligkeit gegen gesellschaftlich schwache Gruppen festgestellt.


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"Wir sind das Volk"

30.12.2010 um 17:59
@Somayyeh
"Dabei handele es sich nicht um Integrationsdebatten, wie immer behauptet werde, sondern um Desintegrationsdebatten."

Gehört in Sarrazindebatte! :D

Wenn ich "wir sind das Volk" höre,
wünsche ich mich weit weg von Stammtischgeschwätz und Blickleserbriefe,
und möchte mich identifizieren mit denen,
die auch gemässigten Konsum pflegen und wenn möglich kein oder fast kein Fleisch essen,
möglichst wenig Müll produzieren,
in allen Bereichen,

sind grad im armen Bereich oder freiwilllig "armen Bereich" oft anzutreffen,
zum Glück mischen paar davon noch in Politik mit,
was viel Geduld braucht!

Hoffe schon auf diesen Teil des Volkes der das Gleiche will,:
"Gerechtigkeit und bessere soziale Verteilung des Reichtums,
sprich Aufhebung des Raubes von nationalen Güter.
Gold in Südamerika,
Erdöl in Asien/Arabien,
Edelsteine etc. in Afrika",

alles wurde und wird geraubt von Europa und Amerika,
die Mittel zum Zweck sind nicht sehr ethisch.

Meistens werden die Unrechte am Volk begangen
durch Ausnutzung zum Mittel des Zwecks.

Innerhalb der einzelnen Länder geschieht das Gleiche,
möglichst die Position behalten, damit der Geldfluss nicht versiegt...


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"Wir sind das Volk"

30.12.2010 um 18:23
@lilit

Man könnte "Wir sind das Volk" doch auch durch :"Wir sind die Gesellschaft" ersetzen, damit erstens der pluralistische Charakter der deutschen Bevölkerung deutlich wird und auch als Plädoyer dafür, dass sich Teile der Gesellschaft nicht voneiander abschotten können oder sollten.


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"Wir sind das Volk"

30.12.2010 um 18:44
@Somayyeh
Somayyeh schrieb:Man könnte "Wir sind das Volk" doch auch durch :"Wir sind die Gesellschaft" ersetzen
Ja, natürlich, ist schlusssendlich,
und die Statistiken bildend das Gleiche!

Aber eben,
die Gesellschaft und schlussendlich das Volk bilden wir.


Und unsere Meinung und Haltung zählt!

Und wir sind sehr beeinflussbar!

Wenn uns dieser und jener erzählt,
wegen dem und dem,
diesem und jenem sind wir in Unglück und Unfrieden,
und wir müssten nur dass und jenes befolgen,
dann seien wir richtig und im Glück!

Dann Antennen aufgestellt,
Achtung,
wo ist die Falle....

Unser Glück finden wir nur in uns selber!


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"Wir sind das Volk"

30.12.2010 um 18:49
Somayyeh schrieb:Der Begriff Leistungsträger ist ja die Selbstdefinition einer wohlhabenden Schicht
So ist es, und die Öffentlichkeit hat diese Definition unreflektiert übernommen.
Beispielsweise definiert sich mancher Arbeitnehmer ebenfalls als Leistungsträger.
Wogegen zunächst nichts einzuwenden ist.

Abzulehnen ist jedoch, dass der Begriff Leistungsträger missbraucht wird,
Menschen im Niedriglohnsektor und Arbeitslose von "Normalarbeitnehmern" auszugrenzen.

Der Begriff Leistungsträger ist ja ursprünglich die Selbstdefinition einer wohlhabenden Schicht zur Ausgrenzung von "Normalarbeitnehmern".


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