abberline schrieb:Das ist jetzt zugegeben etwas drüber. Was sollten die denn damit zu tun haben? Das macht null Sinn
Um diesen möglichen Zusammenhang bzw. Kontakt Leidys zu solchen radikalen Gruppierungen geht es vor allem in Folge 4 der Podcast-Serie.
(es ist auch eine englischsprachige Tonspur vorhanden)

Afl 4. Zijn terroristen betrokken geweest bij verdwijning Leidy Kaspersma (26) uit Overijssel?
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Dem Autor ist es gelungen, einen Kontakt zu Leidys Familie aufzubauen.
Leidys Vater (der vor einigen Jahren verstorben ist) hatte ein umfangreiches Archiv zum Verschwinden seiner Tochter angelegt.
Dieses enthält Zeitungsartikel, aber auch vor allem zahlreiche Briefe, die Leidy geschrieben hatte.
Anhand der Briefe lässt sich Leidys Leben in Hamburg recht gut nachvollziehen. Sie wechselte mehrfach ihre Wohnquartiere, Partner und Jobs.
Nach drei Jahren sprach sie perfekt deutsch. Hauptsächlich arbeitete sie wohl im Pflegebereich.
In diesem Archiv fanden sich aber überraschend auch Artikel zur deutschen RAF. Zum Beispiel hatte der Vater einen Bericht aus der Wendezeit abgeheftet, der die Festnahme von untergetauchten RAF-Mitgliedern in der DDR behandelte.
Vor allem aber berichtete die Nichte (?) Leidys, in der Familie sei bekannt gewesen, dass Leidy in Hamburg "mit der RAF zusammensaß".
(min. 22:30 im podcast)
Ein weiterer niederländischer Journalist kommt zu Wort, der 1980 eine Reportage zum Fall veröffentlicht hatte.
Dieser bekam noch Jahre später Besuch vom niederländischen Geheimdienst und wurde zu der jungen Frau befragt.
Auch gab es mal den Verdacht, L. sei in den Niederlanden bei einem Überfall auf ein Juweliergeschäft beteiligt gewesen.
(Trotz dieser interessanten Indizien wird dieses nicht als Beweis gewertet, die junge niederländische Frau habe eine aktive Rolle in der Terrorgruppe gespielt.) (min. 28:50)
Ich könnte mir vorstellen, dass sie sich durchaus in der alternativen linken Szene Hamburgs bewegt hat und vielleicht mal einem Untergetauchten Quartier geboten hat o.ä.
Es wird davon ausgegangen, dass - falls es tatsächlich zu einer Entführung bzw. Gehirnäwsche Nordkoreas kam - die Asiaten nicht allein gehandelt haben konnten, sondern gleichgesinnte Partner in Deutschland oder / und Irland gehabt haben mussten.
In Irland bietet sich die IRA an, die bekanntermaßen gute Kontakte nach Nordkorea pflegte und deren Kämpfer sogar in Ausblidungslager dorthin sandte.
In Deutschland ist bekannt, dass diverse linksradikale Gruppen in den Libanon reisten um sich dort an Waffen schulen zu lassen - RAF, Revolutionäre Zellen, Bewegung 2. Juni (im Podcast wird nur die RAF erwähnt.)
(Es gab auch rechtsradikale Gruppen die diesen Kontakt pflegten, v.a. die Wehrsportgruppe Hoffmann)
Nordkorea war wiederum in den libanesischen Bürgerkrieg involviert. Und rekrutierte dort auch zukünftige Agentinnen, die man in einer Sprach- bzw. Sekretärinnenschule fand.
Und - wie um den Kreis zu schließen - reiste bzw. flüchtete Leidys englischer Freund Nick kurz nach ihrem Verschwinden in den vom Bürgerkrieg zerrütteten Libanon, um dort als Sprachlehrer zu arbeiten..