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Begriff "Mobbing" - wird er zu inflationär benutzt?

904 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Internet, Mobbing, Definition ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Begriff "Mobbing" - wird er zu inflationär benutzt?

10.03.2022 um 15:29
Ja, es gibt Mobbing. Kann sein, dass jemand eine nette Person ist aber halt mit der Masse nicht ganz mitläuft. Was okay für mich ist, denn Anpassung ist nicht zwingend erforderlich, wenn ich niemanden persönlich damit schade. Da respektiere ich die Person so wie sie ist. Bin selbst von dem betroffen gewesen.
Zitat von XAEXAE schrieb am 01.03.2022:Daher begegne ich Menschen, die sich generell oft gemobbt fühlen, auch mit einem gewissen Misstrauen, ob sie nicht selbst auch etwas dazu beitragen. Spätestens wenn drei unabhängige Gruppen von Menschen ein Problem mit Person X haben, könnte Person X mal überlegen wie sie sich selbst eigentlich immer verhält.
Mit so einer Person hatte ich zu tun. Sie hat JEDE Arbeitsstelle verloren. Sie kam zu uns und provozierte uns mit ständigen Grinsen, hinter dem Rücken hat sie schlecht über uns gesprochen. Dann verweigerte sie die Arbeit, überließ alles uns. Sie war faul aber nicht krank. Es artete aus in einer Art "Mobbing", wo ich zwar beteiligt war an einer Gruppenbildung und ich ihr Ansage machte bei der Team-Sitzung.
Das "Mobbing" in der Form, wie sie das hinstellen wollte, gab es allerdings nie. Es war von ihr inszeniert!


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Begriff "Mobbing" - wird er zu inflationär benutzt?

08.08.2022 um 17:51
Eine Schande, dass Menschen anderen Menschen ihr Leid absprechen und sogar behaupten, dass sie dies nicht erfahren. Dieses Verhalten trifft Mobbingopfer , Missbrauchsopfer, Frauenopfer häuslicher Gewalt, Vergewaltigungsopfer.
Ich bin selbst Mobbing und Missbrauchsopfer, ich habe als Kind und jugendlicher nicht sagen können,was mit mir gemacht wurde, ich habe mich geschämt und dachte, dass meine Eltern mich dann nichtmehr lieben werden, was vollkommener Unsinn ist aber solche Taten verursachen immer einen Gedankenstrudel,dass das eigene Verhalten oder das Aussehen mich schuldig daran macht.

Sogar im Krankenhaus gab es einen ehemaligen Arzt, der diese Täter-Opferumkehr(Victimblaiming) betrieb. Er konnte mich von anfang an nicht leiden, er kritisierte mich in meiner Psychose und schweren Depression. Sogar meine Eltern haben dies erlebt , bei einemGespräch der Biografieaufarbeitung sagte er, dass meine psychische Erkankung schon im Jugendalter ausbrach und das die Mitschüler mitbekommen haben und ihnen deswegen nichts anderes übrig bliebt, mich zu mobben und auszugrenzen. Ich weiß garnicht ob das überhaupt ein richtiger Arzt war, denn meine Eltern erinnern sich an eine Begebenheit, als er mir während einer Wahnepisode sagte, ich solle einfach an eine schöne Zeit in meinem Leben denken, allerdings weiß ich davon nichts mehr aber der Arzt war so schlimm, er wurde auch wenig später aus Psychiatrie entlassen, da im Fehlverhalten wohl einiges angerichtet hat.

Viele Opfer von Gewalt, ob psychisch oder physisch müssen sich heute noch sagen lassen,dass sie den Täter doch gereizt oder annimiert haben, also eine Mitschuld tragen aber ich habe während vieler Therapie gelernt und wenn du auch sowas erlebt hast kann ich dir sagen, dass du NIEMALS Schuld bist, wenn dich ein Erwachsener anfasst und dich vergewaltigt ist er ein Monster aber du niemals.

Ich habe in der Therapie auch andere Suizide mitbekommen, die sogar nach Therapie immernoch diese Gedanken hatten und es irgendwann aufgegeben haben, wenn du verstehst was ich meine, einige haben irgendwann keine Kraft mehr, dann nützt auch gutes Zureden nicht mehr aber das müssen sich die Leute im Kopf verdeutlichen, die Victimblaiming betreiben, ihr könnt das Quäntchen Energie sein, dass manche zu schlimmsten Reaktionen verleitet.

Das schlimme an Mobbing ist auch, dass es in den meisten Fällen psychisch bleibt und keine physischen Spuren gibt, das Opfer steht immer in der Beweispflicht und viele getrauen sich auch nicht sich an irgendjemanden zu wenden, sie kapseln sich dann immer weiter ab, die Eltern, die den ganzen Tag arbeiten sind und nur Abends paar Minuten das Kind erleben schauen da auch garnicht gezielt danach, wie es dem Kind geht, Warnzeichen werden lange ignoriert und manchmal sogar mit "Pupertät" abgetan aber ich habe diese Folgen auch schon auf amerikanischen Youtubevideokommentarsektionen von Eltern entdeckt, die sich jetzt extreme Vorwürfe machen, dass sie den Suizid ihres Kindes nicht kommen sehen haben, dass sie die vielen Warnzeichen nicht ernst genommen haben.

Mobbing muss man IMMER ernst nehmen, es kann verherrende Auswirkung auf die Psyche haben, gerade Kinder und Jugendliche haben noch kein fertig entwickeltes Gehirn, in dieser Phase kann soviel falsch laufen und der Mensch muss das ganze Leben darunter leiden.

Mobbing kann nicht inflationär verwendet werden, jedes beleidigen, herabwürdigen, verunglimpfen, beschimpfen ist ein Angriff auf ein fühlendes Wesen, ein Versuch diesem Schaden zuzufügen, ein Versuch es Leiden zu lassen und sich darüber zu erfreuen.

Wenn sich Schüler so verhalten müssen sie ohne Duskussion sanktioniert werden und wenn es garnicht anders geht die Klasse verlassen, zum Opferschutz. Es kann nicht sein, dass sich eine Gruppe in der Schulklasse etabliert, die es sich zur Aufgabe macht, einer bestimmten Person das Leben zur Hölle zu machen, ohne Angst, ohne Skrupel davor irgendeine Reaktion von einem Erwachsenen zu erwarten. Erwachsene oder Arbeitgeber in einem Beschäftigungsverhältniss müssen für eine gute Situatiion der Schüler und Arbeitnehmer sorgen.
Ist der Arbeiter eine Grippe oder Corona dann geht er zum Arzt und lässt sich Krank schreiben aber an wen wendet sich der Arbeiter wenn er auf der Arbeit gemobbt wird? Vielleicht sogar vom eigenen Chef? Das ist natürlich viel schwieriger aber nichtstun und ertragen ist niemals der richtige Weg, am Ende bleibt nur sich an eine gute Vertrauensperson( als Schüler : ein Vertrauenslehrer ; als Arbeitnehmer : einen guten Freund oder wenn es garnicht geht einen Anwalt der den Täter zur Unterlassung auffordert ).


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Begriff "Mobbing" - wird er zu inflationär benutzt?

14.08.2022 um 11:53
Ich bin selbst lang genug Mobbing Opfer gewesen und habe für mich die Definition gefunden das Mobbing das bewusste oder unbewusste Systematische niedermachen eines Menschen ist den man zum Feindbild erklärt hat. Wer Opfer von Mobbing ist oder war der weiß das man sich nicht nur ausgeschlossen fühlt, nein man fühlt sich unwillkommen und bekämpft, man fühlt sich wie ein Spielball oder wie jemand der nichts Wert ist.

Für mich gehören zu Mobbing so Dinge dazu wie eine Person Ausgrenzen, eine Person schlechter Behandeln als die anderen, eine Person diffamieren und nie mit sondern über die Person lachen. Mobbing hält in der Regel auch an und das Opfer fühlt sich gebrochen bzw. ist irgendwann gebrochen.

Ich würde sagen das Mobbing nicht immer gleich krass ist. Manche erleben es nur paar Monate und das im eher,, erträglichen" Rahmen, andere erleben es Jahrelang und gehen unter Umständen daran zugrunde.
.
@rainlove
Ich habe auch schon kritisch Fragen zu Mobbing Erfahrungen bekommen bzw. die Vermutung dass das nur Spiele waren, das seh ich gelassen. Am Ende müssen die anderen denen man sich Anvertraut doch wissen wie schlimm es für jemanden war, da hilft am Ende nur erlebtes erzählen und nicht zu schweigen. Ohne zu hinterfragen alles zu glauben finde ich einfach grundsätzlich schwierig.

Das man mir das heutzutage nicht glaubt das ich mal Opfer war verstehe ich auch sehr gut, bei mir ist es aber auch lang genug her.

Solche Gründe fürs Mobbing zu finden kenne ich auch, da würde ich keine Täter Opfer Umkehr sehen sondern eher die Suche nach einem Auslöser. Ich kenne das sehr gut von mir das ich denke das ich mich nur mehr hätte anpassen müssen oder so, aber das zur Schuld aufzublaehen ist nicht besonders gut.


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Begriff "Mobbing" - wird er zu inflationär benutzt?

19.08.2022 um 12:53
Wie viele hier, war ich in meiner Schulzeit für ganze 1,5 Jahre die Außerwählte von 2 Hauptmobbern und ihren knapp 15 Mitläufern.

Die Zeit war so schlimm, das es mich seelisch und körperlich komplett fertig gemacht hat. Der tägliche Spießrutenlauf zur Schule und auf dem Weg nach Hause. Mal gab es Schläge, fiese Sprüche oder ich wurde angespuckt.
Vor lauter Angst habe ich am Anfang Krankheiten vorgetäuscht und irgendwann hat es dann ein echtes Magengeschwür übernommen, das ich dann und wann im sicheren Zuhause bleiben konnte.
Aufgefallen ist es tatsächlich niemanden. Vor meinen Eltern habe ich es aus Scharm verheimlicht und die Lehrer haben nix mitbekommen.
Ich stand also ganz alleine da und habe versucht möglichst unsichtbar zu sein.

An einem Tag ging es dann soweit das eine Mitschülerin mitbekommen hat, das sich meine Tante in der Nacht vor einen Zug gestürzt hat um sich das Leben zu nehmen. Ich weiß es noch als wenn es gestern gewesen wäre: Ich saß in der Schule im Filmraum, die Lehrerin war damit beschäftigt die Filmrolle einzuspannen und hinter mir sagte die Schlimmste von allen: "Wenn die in meiner Familie wäre würde ich mich auch vor den Zug werfen!" Dann hörte ich nur noch Gelächter und in mir sind wohl alle Sicherungen durchgebrannt die es gab. Ich sprang auf, stürmte zu dem Mädchen und schlug ihr mehrfach meine Faust ins Gesicht.
Dann setzte ich mich wieder hin und bekam einen Nervenzusammenbruch.

Ich wurde aus dem Klassenraum gezerrt, kam zum Direktor und musste von meiner sehr aufgebrachten Mutter abgeholt werden. Ich sollte direkt für 3 Wochen suspendiert werden. Gott sei Dank habe ich dann meinen Eltern alles erzählt. Das ich die letzten 1,5 Jahre täglich fertig gemacht wurde und was im Filmraum genau passierte. Wir sind dann am nächsten Tag direkt zum Direktor und meiner Lehrerin gegangen und haben über alles geredet. Ich denke alle waren sehr geschockt, nachdem ich mit meiner Ausführung fertig war und das niemand in diesem langen Zeitraum etwas mitbekommen hat.
Die erste Zeit danach gab es noch die eine oder andere Drohung, so das mein Bruder mich täglich von der Schule abgeholt hat.
So nach und nach hörte der ganze Mobbingwahn auf. Die Mitläufer aus meiner Klasse riefen mich an und entschuldigten sich für das Gesagte und die Taten. Nur die beiden Haupttäterinnen hielten sich zurück.

Sanktionen von seiten der Schule gab es nicht gegen die Beiden. Einzig auf eine Anzeige wegen Körperverletzung ( ich hatte ihr die Nase gebrochen) wurde verzichtet.

Jetzt nach über 20 Jahren sehe ich auf Facebook einem Artikel in dem es um Mobbing ging und das eine der Täterinen dort kommentiert hat. Sie schrieb, wie schlimm sie Mobbing findet und das solch ein Verhalten unmöglich ist weil ihr Sohn davon betroffen ist.

Ich konnte es mir nicht verkneifen sie an unsere gemeinsame Schulzeit zu erinnen, das ich ja auch Opfer von Mobbing war und ich seelisch sowie körperlich fertig gemacht wurde. Danach habe ich ihr meine Hilfe angeboten, das ich als Betroffene gerne mal mit ihrem Sohn sprechen kann um ihn zu unterstützen und meine Erfahrungen zu schildern. (und das meinte ich ernst!)

Via Privatnachricht kam dann, was das jetzt solle?! Es wäre damals kein Mobbing gewesen, weil es das ja noch gar nicht gab und außerdem wäre es lange genug her um jetzt noch drauf rumzureiten. :D


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