SomertonMan schrieb:Versteh ich jetzt nicht. Genau wie auf dem Foto hab ich das mit bloßem Auge gesehen vor paar Wochen.
Das waren schon sehr helle Polarlichter. Ich war selber überrascht von den Polarlichtern jetzt im Januar, vor allem weil mich die komplett Off Guard erwischt hatten. Kam aus der Spätschicht und hab zu Hause das Auto abgestellt, schau zum schönen Sternenhimmel und wundere mich über das rote Glühen. Die App hatte nicht mal Alarm geschlagen. Als ich dann die App öffnete und die Daten (bz-Wert, Sonnenwindgeschwindigkeit, Partikeldichte) dachte ich mir auch erst: „Ach du dickes Ei, was hat uns denn da erwischt!“. Die Stoßfront war deutlich zu erkennen.
Original anzeigen (1,7 MB)Ganz im Gegensatz zu meinem „ersten“ Polarlicht - ich habe das nicht mal für eins gehalten, weil es nur eine grau leuchtende Wolke am Horizont war. Sah aus wie der Himmel über einem Industriegebiet oder einem Flughafen. Das waren Testaufnahmen für den Fall, dass ein Polarlicht zu sehen ist. Habe etwas mit Belichtungseinstellungen herumexperimentiert. (Zum Glück, denn so hatte ich bemerkt dass die. Kameraabdeckung in der Handyschutzhülle den Fokus bei Dunkelheit versaut und alle Bilder total unscharf wurden.)

Am nächsten Tag gab es dann eine richtige Polarlichtshow, da waren die Kameras bereit. (Hab aber hauptsächlich nur mit dem Handy fotografiert, das hat die besseren Bilder gemacht als die Bridgekamera.)

Das Problem ist, dass viele Leute von den Polarlichtfotos mit den ganzen Farben verwöhnt sind. Die kommen durch die generell höhere Empfindlichkeit der Sensoren, die jede Farbe detektieren und oft von Langzeitbelichtungen, wodurch sich der Effekt noch mehr verstärkt.
Der Mensch kann erst ab einer bestimmten Helligkeit Farben erkennen.
Beim skotopischen Sehen wird eine geringere Sehschärfe und eine deutlich schlechtere Farbwahrnehmung erreicht als beim photopischen Sehen. Farben werden nicht mehr wahrgenommen, da die Stäbchen im Gegensatz zu den Zapfen keine differentielle Farbempfindlichkeit besitzen. Ihre maximale Empfindlichkeit im Blaubereich führt dazu, dass blaue Objekte im Dunkeln leuchtender erscheinen als rote.
…
Der Bereich des skotopischen Sehens reicht von einer Leuchtdichte von etwa 3 x 10-6 cd/m2 (Wahrnehmungsschwelle) bis etwa 0,003 bis 0,03 cd/m2, darüber beginnt der mesopische Bereich.
Quelle:
https://flexikon.doccheck.com/de/Skotopisches_SehenDeswegen sind viele Menschen von ihrem ersten Polarlicht enttäuscht- es ist erst mal eine graue, leuchtende Wolke. Total unspektakulär!
Oder man bekommt es nicht mal mit.