Swagger
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Nachtstreife-Doku, Todesfall eines Rollstuhlfahrers in Hamburg,
um 02:22Guten Morgen,
bei der samstäglichen Abendanschau einer ARD-Dokumentation "Auf Streife" (Staffel 6, Epsiode 1) bin ich über eine Sache gestolpert, die meiner Meinung nach zumindest diskussionswürdig ist.
Ihr könnt Euch den Fall hier ansehen. Ab etwa so 25:40 Zeitmarke
https://www.ardmediathek.de/video/nachtstreife/gefaehrliche-flucht-s06-e01/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9wcm9wbGFuXzE5NjM4MTA5MF9nYW56ZVNlbmR1bmc
Der Fall betrifft einen 22jährigen Rollstuhlfahrer auf dem Heimweg, der nicht nur generell auf Pflege angewiesen ist.
Sein Pfleger hat ihn wohl tot im (?elektrischen) Rollstuhl auf der Straße festgestellt und er hat wohl - im Film wird gesagt - "Schläuche zur Beatmung", also lebenswichtige Hilfsmittel zur Grundversorgung der Körperfunktionen benötigt.
Hinweis vorab: Es gibt keine Hinweise auf einen Raubmord, also die persönlichen und werthaften Gegenstände des Verstorbenen sind anscheinend aufgefunden worden.
Die Beamten im Film kümmern sich meines Erachtens empathisch und sehr gut um den Fall; Ich habe jedoch Zweifel, dass es in Todesermittlungsverfahren so zugehen sollte/müsste. Es soll mir keinesfalls um Bashing der Polizisten gehen. Diese machen m.E. ihren Job sehr gut. Und trotzdem habe ich irgendwie das Gefühl, dass da nicht mehr gemacht wurde, als gemacht werden könnte, was die Diskussionsgrundlage wäre.
Sie überprüfen anscheinend, neben Vitalfunktionen, die Schläuche am Rolli des Verstorbenen, nehmen aber gar keine Spuren oder versuchen auch nicht, außer ein paar Nachfragen, den Background des Verstorbenen zu erforschen. Weder werden Handydaten noch Bewegungsprofile des Geschädigten genommen, noch wird die Alternativhypothese ausreichend in Betracht gezogen.
Vermutlich (das habe ich durch googlen herausgefunden), handelt es sich sogar um einen nicht ganz unprominenten Menschen, wie mir dieser Artikel nahelegt: https://www.mopo.de/hamburg/oscar-22-der-viel-zu-fruehe-tod-eines-grossen-kaempfers-und-tollen-menschen/946505
Ich denke nicht, dass dieser Mensch sterben wollte
Auch wird nicht ersichtlich, dass man versucht, DNA-Spuren von den Schläuchen zu sichern, die anscheinend die Grundfunktionen des Verstorbenen sichern; ergo, der Verstorbene wäre ein überaus leichtes Opfer.
Zudem wird der Eindruck erweckt, dass es dem Verstorbenen "gut" gegangen sein muss, und dass der Einsatz dann letztendlich einem Unfall diente.
Meine Diskussionsfrage ans Forum wäre, wie oben bereits angedeutet, ob man hier u.U. anders vorgehen müsste/sollte. Dass die Beamten alles richtig und vorschriftlich gemacht haben, nehme ich an. Aber ob hier noch mehr Ermittlungen durchgeführt werden hätten sollen? Ist hier der Rechtsstaat ausgeschöpft, was passiert mit Menschen und ihren Schicksalen, die so entdeckt werden normalerweise? Und wie verhält es sich mit potenziellen Tätern? Wehrlose Menschen sind ein höchst schützenswertes Gut unserer gemeinsamen Demokratie.
Möglich wäre doch: Es könnte doch sein, dass irgendein komplett idiotischer Ar** einfach schnell einen Schlauch zieht/abschraubt. Die Polizei sichtet die Schläuche & sagt, "nee, hätte schon so passiert sein können, Unfall", die gehen dann weg, sagen "Unfall" (leider weiß man ja auch laut Sendung nicht, was im Todesermittlungsverfahren hätte rauskommen können) und tutti? Der potenzielle Täter wäre dann fein raus.
Ich würde mich freuen, wenn es hierzu Meinungen, neue Ansätze oder vielleicht schlichtweg einen Austausch darüber gäbe, was bis zu welchem Zeitpunkt angemessen ist, es zu überprüfen, und was nicht.
bei der samstäglichen Abendanschau einer ARD-Dokumentation "Auf Streife" (Staffel 6, Epsiode 1) bin ich über eine Sache gestolpert, die meiner Meinung nach zumindest diskussionswürdig ist.
Ihr könnt Euch den Fall hier ansehen. Ab etwa so 25:40 Zeitmarke
https://www.ardmediathek.de/video/nachtstreife/gefaehrliche-flucht-s06-e01/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9wcm9wbGFuXzE5NjM4MTA5MF9nYW56ZVNlbmR1bmc
Der Fall betrifft einen 22jährigen Rollstuhlfahrer auf dem Heimweg, der nicht nur generell auf Pflege angewiesen ist.
Sein Pfleger hat ihn wohl tot im (?elektrischen) Rollstuhl auf der Straße festgestellt und er hat wohl - im Film wird gesagt - "Schläuche zur Beatmung", also lebenswichtige Hilfsmittel zur Grundversorgung der Körperfunktionen benötigt.
Hinweis vorab: Es gibt keine Hinweise auf einen Raubmord, also die persönlichen und werthaften Gegenstände des Verstorbenen sind anscheinend aufgefunden worden.
Die Beamten im Film kümmern sich meines Erachtens empathisch und sehr gut um den Fall; Ich habe jedoch Zweifel, dass es in Todesermittlungsverfahren so zugehen sollte/müsste. Es soll mir keinesfalls um Bashing der Polizisten gehen. Diese machen m.E. ihren Job sehr gut. Und trotzdem habe ich irgendwie das Gefühl, dass da nicht mehr gemacht wurde, als gemacht werden könnte, was die Diskussionsgrundlage wäre.
Sie überprüfen anscheinend, neben Vitalfunktionen, die Schläuche am Rolli des Verstorbenen, nehmen aber gar keine Spuren oder versuchen auch nicht, außer ein paar Nachfragen, den Background des Verstorbenen zu erforschen. Weder werden Handydaten noch Bewegungsprofile des Geschädigten genommen, noch wird die Alternativhypothese ausreichend in Betracht gezogen.
Vermutlich (das habe ich durch googlen herausgefunden), handelt es sich sogar um einen nicht ganz unprominenten Menschen, wie mir dieser Artikel nahelegt: https://www.mopo.de/hamburg/oscar-22-der-viel-zu-fruehe-tod-eines-grossen-kaempfers-und-tollen-menschen/946505
Ich denke nicht, dass dieser Mensch sterben wollte
Es gab nämlich schon Termine im Musikstudio, in dem er eine seiner Leidenschaften verwirklichen wollte. Nämlich Rap-Musik gemeinsam mit Freunden aufzunehmen. Abgesehen davon war Oscar fest entschlossen, weiterhin konsequent für Inklusion im privaten wie im öffentlichen Raum zu kämpfen. Wie er es schon jahrelang getan hatte, etwa in der Hamburger Schülerkammer und auf seinem Instagram-Account. Oscar war da kompromisslos, konsequent und klug unterwegs. Um immer wieder klarzustellen, dass behinderte Menschen ein normales Leben führen möchten – eben wie nichtbehinderte Menschen.Quelle: https://www.mopo.de/hamburg/oscar-22-der-viel-zu-fruehe-tod-eines-grossen-kaempfers-und-tollen-menschen/946505
Auch wird nicht ersichtlich, dass man versucht, DNA-Spuren von den Schläuchen zu sichern, die anscheinend die Grundfunktionen des Verstorbenen sichern; ergo, der Verstorbene wäre ein überaus leichtes Opfer.
Zudem wird der Eindruck erweckt, dass es dem Verstorbenen "gut" gegangen sein muss, und dass der Einsatz dann letztendlich einem Unfall diente.
Meine Diskussionsfrage ans Forum wäre, wie oben bereits angedeutet, ob man hier u.U. anders vorgehen müsste/sollte. Dass die Beamten alles richtig und vorschriftlich gemacht haben, nehme ich an. Aber ob hier noch mehr Ermittlungen durchgeführt werden hätten sollen? Ist hier der Rechtsstaat ausgeschöpft, was passiert mit Menschen und ihren Schicksalen, die so entdeckt werden normalerweise? Und wie verhält es sich mit potenziellen Tätern? Wehrlose Menschen sind ein höchst schützenswertes Gut unserer gemeinsamen Demokratie.
Möglich wäre doch: Es könnte doch sein, dass irgendein komplett idiotischer Ar** einfach schnell einen Schlauch zieht/abschraubt. Die Polizei sichtet die Schläuche & sagt, "nee, hätte schon so passiert sein können, Unfall", die gehen dann weg, sagen "Unfall" (leider weiß man ja auch laut Sendung nicht, was im Todesermittlungsverfahren hätte rauskommen können) und tutti? Der potenzielle Täter wäre dann fein raus.
Ich würde mich freuen, wenn es hierzu Meinungen, neue Ansätze oder vielleicht schlichtweg einen Austausch darüber gäbe, was bis zu welchem Zeitpunkt angemessen ist, es zu überprüfen, und was nicht.
