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Kann etwas aus dem nichts entstehen?

536 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Nichts, Dinge, Ursache ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kann etwas aus dem nichts entstehen?

25.01.2026 um 09:56
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:es ist schon unwahrscheinlich das mal nichts war und die welt daraus entstanden sein soll.... daher würde ich dafür plädieren dass die Welt immer schon da war... das zumindest irgendetwas immer existiert hat, was aber selbst auch teil der welt ist... und die welt ist alles was ist...
Ist mit deinem „nichts“ auch die geistige Welt (der Ideen) gemeint oder bezieht sich das auf die rein materielle Welt.
Eine Idee ist nicht zeit- und raumgebunden, ist somit immerwährend bzw. ewig.


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Kann etwas aus dem nichts entstehen?

25.01.2026 um 12:20
Zitat von durbdurb schrieb:Ist mit deinem „nichts“ auch die geistige Welt (der Ideen) gemeint oder bezieht sich das auf die rein materielle Welt.
Eine Idee ist nicht zeit- und raumgebunden, ist somit immerwährend bzw. ewig.
mit meinem nichts ist nichts gemeint also auch keine Ideen oder so etwas...
eine Idee im sinne Platons wäre ja wie du sagst ewig und immer schon da...


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Kann etwas aus dem nichts entstehen?

31.01.2026 um 19:45
im nichts gleicht doch jeder "Zeitpunkt" dem anderen und kein Zeitpunkt geht einem anderen voran oder nach welcher irgendwie anders wäre...
daher muss es doch zumindest das Potential geben, dass etwas entstehen kann... und damit schon wieder mehr als nur nichts...

die Welt also alles was ist, wird daher tatsächlich unendlich sein...


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Kann etwas aus dem nichts entstehen?

01.02.2026 um 12:12
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:im nichts gleicht doch jeder "Zeitpunkt" dem anderen und kein Zeitpunkt geht einem anderen voran oder nach welcher irgendwie anders wäre...
daher muss es doch zumindest das Potential geben, dass etwas entstehen kann... und damit schon wieder mehr als nur nichts...
Das ist die grundsätzlich falsche Herangehensweise.
Es sieht dabei so aus, als wäre man bereit, alles herauszunehmen, sodass "nichts" übrig bleibt, aber tatsächlich trennt man sich nie vom Konzept "es gibt" und genau darum müsste es aber gehen, denn man will ja von irgendwoher zu "es gibt" kommen.

In der Frage "Kann etwas aus dem nichts entstehen?" wird "nichts" als Situation angesehen, der man gegenüberstehen kann, sozusagen die "es gibt nichts"-Situation.
In diesem Fall wird "nichts" als "das Vorhandene" eingestuft, was aber natürlich Unfug ist, denn das ist das Konzept von "etwas".

Es geht also nicht darum "das Vorhandene" zu wechseln, sondern man müsste das Konzept wechseln bzw. man müsste zu "keinem Konzept" wechseln.
Weil wir alles nur in einer Gegenüberstellung betrachten können, wissen wir nicht, wie wir das machen sollen.

Des Weiteren:
Die Frage "Kann etwas aus dem nichts entstehen?" suggeriert ein wenig, als ginge es nur um "den Anfang".
Tatsächlich kann man die Frage auf das Hier und Jetzt anwenden - Motto: "wie kommen die Wechselwirkungen des Hier und Jetzt vor?".
Es geht quasi um die "Basis des Vorhandenen". Auch hier müsste man zu einem Konzept wechseln, bei dem es nicht um Vorhandenes geht, also zu "keinem Konzept".
Man muss sich das klar machen: "Konzept" bedeutet für sich alleine bereits, dass es um Vorhandenes geht.
Will man also "das Nichts" mit irgendeinem Konzept erfassen, macht man es bereits falsch.
Man kann es nicht dadurch erfassen, dass man alles wegnimmt, weil das Wegnehmen selbst ein Konzept ist, das dabei nicht mehr vorkommen darf.


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Kann etwas aus dem nichts entstehen?

01.02.2026 um 18:00
Zitat von shakazulu2shakazulu2 schrieb:Man muss sich das klar machen: "Konzept" bedeutet für sich alleine bereits, dass es um Vorhandenes geht.
Will man also "das Nichts" mit irgendeinem Konzept erfassen, macht man es bereits falsch.
Man kann es nicht dadurch erfassen, dass man alles wegnimmt, weil das Wegnehmen selbst ein Konzept ist, das dabei nicht mehr vorkommen darf.
Ich spreche einfach von nichts... ohne ein Konzept... einfach nichts... und von nichts kommt eben nichts... wie auch ?
Das es immer schon etwas gab und sei es am Grunde des Seienden, das spricht mir persönlich viel mehr zu...
Und dann gäbe es auch nichts gar nicht mehr, denn es gibt ja etwas was einfach da ist und eben nicht nichts...


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Kann etwas aus dem nichts entstehen?

01.02.2026 um 19:52
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:Ich spreche einfach von nichts
Ja eben, "du sprichst von" - genau das ist der Fehler.
Du verwendest das Konzept, das bei "etwas " vorliegt, um "hinter" das "etwas" zu schauen.
Du kannst mit den Konzepten von "etwas" nicht auf das Zustandekommen dieser Konzepte schauen.

Du definierst "nichts" als ein "leeres Etwas" und stellst dann eine Leere fest :-)
Hierbei verlässt du nie den Charakter von "etwas", aber genau darum geht es, denn dieser Charakter muss erst einmal "von irgendwoher erreicht" werden.


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Kann etwas aus dem nichts entstehen?

02.02.2026 um 13:55
Zitat von shakazulu2shakazulu2 schrieb:Du definierst "nichts" als ein "leeres Etwas" und stellst dann eine Leere fest :-)
Naja im Grunde genommen meine ich einfach nichts... kein leeres Etwas... sondern nichts xD


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Kann etwas aus dem nichts entstehen?

03.02.2026 um 00:22
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:Naja im Grunde genommen meine ich einfach...
Das Nichts, das Tetragrammaton, oder auch das präreflexive Ich, lässt sich deshalb am ehrlichsten und wirkungsvollsten "via negativa" Beschreiben. Aber selbst hierbei wird man feststellen, Sprache selbst ist nicht ausreichend. Jede andere Formen der Beschreibung, führen zu einer Gegenständlichkeit, die diesen Begriffen nicht gänzlich gerecht werden können. Kann man zwar machen, aber das Fundament dieser Gedanken wird zwangsläufig zu einem Gebäude, das zum Zusammenfall verurteilt ist.


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Kann etwas aus dem nichts entstehen?

17.02.2026 um 11:18
Machen wir uns nichts vor... von nichts kommt nichts weil quasi kein Zeitpunkt vor dem anderen in irgendeiner weise abweicht... es kann gar nichts passieren... selbst wenn es auch die Zeit nicht gibt...

Und jetzt kommen wir zum schlauen Teil...

Wir haben bereits ein Entstehen der Welt aus nichts abgelehnt...

Wie ist es aber mit einer Schöpfung Gottes ? Hier muss man doch mal fragen, warum hat Gott die Welt eigentlich genau zu dem Zeitpunkt erschaffen an dem er sie erschaffen hat und nicht etwas früher oder später ? Gott selbst ist ja unendlich !
Und warum hat er sie so vergänglich erschaffen ? Er müsste ja quasi wie am Fließband die Welt immer wieder neu erschaffen, denn warum sollte er sie nur einmal erschaffen ?
--> Es mach alles wenig Sinn...

Daher können wir auch einen von der Welt getrennten unendlichen Gott als Schöpferursache ablehnen...




Was jetzt bleibt ist schlichtweg die Annahme, das die Welt, als alles was ist, nie wirklich entstanden ist, sondern schon immer da war.


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Kann etwas aus dem nichts entstehen?

17.02.2026 um 11:30
EDIT : Mit vergänglich erschaffen meine ich die Annahme hinter diesem Universum, was ja irgendwann wieder verschwindet, steckt ein Gott als Schöpfer des Urknalls...
es wird etwas anderes dahinter stecken, was selbst Teil der welt ist, denn die Welt ist ja unendlich also insgesamt nicht vergänglich...


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Kann etwas aus dem nichts entstehen?

27.02.2026 um 22:22
@kaktuss

Die philosophische Abwesenheit von Etwas vom physikalischen Nichts zu unterscheiden, in dem Etwas immernoch eine strukturelle Wahrscheinlichkeit zur Möglichkeit besitzt, sind zwei Konzepte, die voneinander getrennt betrachtet werden können.

Ohne Wahrscheinlichkeit für Etwas, existiert keine Möglichkeit, aber jede Wahrscheinlichkeit für Etwas ist insgesamt eine Möglichkeit - auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür noch so klein ist.


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28.02.2026 um 18:48
Zitat von PhilterPhilter schrieb:Ohne Wahrscheinlichkeit für Etwas, existiert keine Möglichkeit, aber jede Wahrscheinlichkeit für Etwas ist insgesamt eine Möglichkeit - auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür noch so klein ist.
Nein, so geht das nicht.
Sobald du beschreibst (auch wenn es nur "die Wahrscheinlichkeit" sein soll), tauchst du in eine Gegenübersituation, in eine Perspektive, ein.
Auf diese Art kannst du niemals beschreiben, was Perspektive ermöglichen soll.
Zitat von PhilterPhilter schrieb:Die philosophische Abwesenheit von Etwas vom physikalischen Nichts zu unterscheiden, in dem Etwas immernoch eine strukturelle Wahrscheinlichkeit zur Möglichkeit besitzt, sind zwei Konzepte, die voneinander getrennt betrachtet werden können.
Nein, das sind keine Konzepte, sondern es ist Zeitverschwendung.
Man kann "den Ausgangspunkt" für Perspektive nicht über den Einsatz von Perspektive erreichen.


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Kann etwas aus dem nichts entstehen?

28.02.2026 um 19:53
@shakazulu2

Deine Einwendung greift nicht die Aussage selbst an, sondern verschiebt die Ebene der Diskussion.

Die ursprüngliche These betrifft das Verhältnis von Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit also eine begriffliche beziehungsweise modallogische Frage. Ob ich Wahrscheinlichkeit beschreibe oder nicht ändert nichts an der strukturellen Beziehung dieser Begriffe. Dass jede Beschreibung aus einer Perspektive erfolgt ist eine erkenntnistheoretische Selbstverständlichkeit, aber sie widerlegt keine Aussage über die logische Struktur von Möglichkeit.

Du ersetzt damit die Frage wie sich Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit zueinander verhalten durch die Frage wer Wahrscheinlichkeit aus welcher Perspektive beschreibt. Das ist ein Ebenenwechsel und keine Widerlegung.

Wenn du argumentieren möchtest dass Möglichkeit unabhängig von Wahrscheinlichkeit existiert oder dass Wahrscheinlichkeit rein perspektivisch ist, müsstest du das begründen. Der bloße Hinweis darauf dass Beschreiben perspektivisch geschieht zeigt nicht dass die ursprüngliche Aussage falsch ist.

Kurz gesagt
Die Antwort kritisiert die Bedingung des Sprechens und nicht den Inhalt der Aussage.


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Kann etwas aus dem nichts entstehen?

28.02.2026 um 20:50
Zitat von PhilterPhilter schrieb:Du ersetzt damit die Frage wie sich Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit zueinander verhalten durch die Frage wer Wahrscheinlichkeit aus welcher Perspektive beschreibt
Nein, viel einfacher:
der Begriff "Nichts" (so wie er in der Thread-Frage verwendet wird) kann nicht erfasst werden, ohne eine Perspektive einzunehmen, aber genau das Prinzip der Perspektive gehört dort nicht hin.

Die Thread-Frage und den Begriff "Nichts" kann man schon gleich gar nicht mit den Begriffen "Möglichkeit" und "Wahrscheinlichkeit" erfassen.
Zitat von PhilterPhilter schrieb:Der bloße Hinweis darauf dass Beschreiben perspektivisch geschieht zeigt nicht dass die ursprüngliche Aussage falsch ist.
Das habe ich nicht getan, sondern ich habe darauf hingewiesen, dass "der Ausgangspunkt" für Perspektive nicht über den Einsatz von Perspektive erreicht werden kann.
Verwendest du in deiner Beschreibung irgendeine Perspektive, dann hast du ganz schlechte Karten, egal welche Begriffe du wählst.

Man kann das anfängliche Zustandekommen einer Funktion nicht mit der Funktion erklären, sondern man müsste einen Punkt erreichen, an dem die Funktion nicht notwendig ist.
Genau das geht aber nicht, weil wir nur über Perspektive "Punkte erreichen" können - der gesuchte Punkt zeichnet sich aber explizit durch "keine Perspektive" aus.

Die Thread-Frage "kann etwas aus dem nichts entstehen?" (analog so Fragestellungen wie "warum existiert etwas und nicht nichts?") enthält quasi ein "Geteilt-Durch-Null".
Es wird eine Perspektive auf "Nichts" suggeriert, aber genau das ist nicht erlaubt.

Dir ist sicherlich bekannt, dass ein "Getailt-Durch-Null" denjenigen Moment markiert, ab dem alles weitere reine Zeitverschwendung darstellt.


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Kann etwas aus dem nichts entstehen?

03.03.2026 um 12:08
Zitat von shakazulu2shakazulu2 schrieb:Nein, viel einfacher:
der Begriff "Nichts" (so wie er in der Thread-Frage verwendet wird) kann nicht erfasst werden, ohne eine Perspektive einzunehmen, aber genau das Prinzip der Perspektive gehört dort nicht hin.

Die Thread-Frage und den Begriff "Nichts" kann man schon gleich gar nicht mit den Begriffen "Möglichkeit" und "Wahrscheinlichkeit" erfassen
Du irrst dich fundamental.

Es geht hier nicht um Perspektive, nicht um "Nichts", sondern um die Begriffe Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit selbst. Diese Begriffe sind präzise Werkzeuge, um Ereignisse und ihre Realisierbarkeit zu erfassen. Dass jede Beschreibung aus einer Perspektive erfolgt, ändert daran nichts.

Du verwischst epistemische Bedingungen mit ontologischen Strukturen. Deine Behauptung, man könne die Thread-Frage nicht mit Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit erfassen, ist ein Fehlschluss.

Sie ignoriert, dass Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit unabhängig von deinem Standpunkt definiert sind. Wer hier über Perspektive oder "Nichts" fabuliert, spielt rhetorisch mit Nebelkerzen, anstatt die These ernsthaft zu widerlegen.

Du verschiebst die Ebene, um vom eigentlichen Argument abzulenken, aber das macht die ursprüngliche Aussage nicht falsch, sondern nur deutlich, dass du sie nicht begriffen hast.
Zitat von shakazulu2shakazulu2 schrieb:Das habe ich nicht getan, sondern ich habe darauf hingewiesen, dass "der Ausgangspunkt" für Perspektive nicht über den Einsatz von Perspektive erreicht werden kann.
Verwendest du in deiner Beschreibung irgendeine Perspektive, dann hast du ganz schlechte Karten, egal welche Begriffe du wählst.

Man kann das anfängliche Zustandekommen einer Funktion nicht mit der Funktion erklären, sondern man müsste einen Punkt erreichen, an dem die Funktion nicht notwendig ist.
Genau das geht aber nicht, weil wir nur über Perspektive "Punkte erreichen" können - der gesuchte Punkt zeichnet sich aber explizit durch "keine Perspektive" aus.

Die Thread-Frage "kann etwas aus dem nichts entstehen?" (analog so Fragestellungen wie "warum existiert etwas und nicht nichts?") enthält quasi ein "Geteilt-Durch-Null".
Es wird eine Perspektive auf "Nichts" suggeriert, aber genau das ist nicht erlaubt.

Dir ist sicherlich bekannt, dass ein "Getailt-Durch-Null" denjenigen Moment markiert, ab dem alles weitere reine Zeitverschwendung darstellt
Du verwechselst weiterhin die Ebene.

Es geht nicht darum, ob wir eine Perspektive einnehmen, sondern darum, wie Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit logisch funktionieren.

Dass du die Ausgangsbedingung einer Funktion metaphorisch als Punkt ohne Perspektive darstellen willst, ändert nichts daran, dass die Begriffe selbst konsistent und handhabbar sind. Möglichkeit bedeutet, dass ein Ereignis nicht ausgeschlossen ist, Wahrscheinlichkeit misst, wie stark es eintritt.

Diese Definitionen benötigen keinen perspektivfreien Punkt, keinen ontologischen Nullpunkt und kein "Geteilt-Durch-Null".

Wer hier mit Perspektive, Funktionen oder Nullstellen fabuliert, verwechselt das Werkzeug der Analyse mit der ontologischen Realität. Du erschaffst rhetorische Hindernisse, die inhaltlich nicht existieren.

Der Hinweis darauf, dass Beschreiben perspektivisch geschieht, zeigt genau nichts über die Gültigkeit meiner ursprünglichen Aussage, die im Kontext des zitierten Beitrags erfolgt ist. Er verschiebt nur die Diskussion auf diskursive Nebelkerzen, die nichts mit der Vermengung von physikalischen und philosophischen Nichts zu tun hatten.

Nun willst über den Nullpunkt und die Perspektive reden? Gut, dann tun wir das.

Du behauptest, dass wir nur über Perspektive Punkte erreichen können, und dass der Ausgangspunkt für eine Funktion nicht über die Funktion selbst erklärbar ist. Aber genau das macht dein Argument zu einer Falle für dich selbst.

Wenn die Funktion (in deinem Bild die logische Struktur von Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit) auf einem Punkt ohne Perspektive beruhen müsste, dann existiert dieser Punkt gar nicht.

Du setzt also voraus, dass etwas, das per Definition unerreichbar ist, existieren müsste, damit deine Kritik Sinn ergibt.

Geteilt-Durch-Null klingt dramatisch, aber es ist nur ein rhetorisches Bild. In der Mathematik markiert eine Division durch Null eine Unmöglichkeit innerhalb eines Systems. Übertragen auf deine Metapher bedeutet das, du erzeugst einen imaginären Widerspruch, der außerhalb des Systems existiert, das du selbst definiert hast.

Die logische Analyse von Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit findet aber innerhalb dieses Systems statt, nicht in deinem hypothetischen, perspektivfreien Nirgendwo.

Mit anderen Worten. Du baust dir einen metaphysischen Nullpunkt, der nie erreichbar ist, und behauptest dann, er würde die Funktion zerstören. Das ist genau das, was in der Mathematik passiert, wenn man eine Division durch Null konstruiert, nämlich ein Scheinproblem, kein realer Widerspruch.

Deine ganze Argumentation zerfällt, sobald man die Metaphern ernst nimmt.

Deshalb mein Fazit auf deiner Ebene. Du forderst ein unerreichbares perspektivfreies Fundament, um deine Kritik zu rechtfertigen. Aber auf genau dieser Ebene existiert dieses Fundament nicht. Alles, was du hast, ist eine imaginäre Singularität. In deinem eigenen System bist du also schon matt gesetzt, weil die Null, auf die du alles stützt, schlichtweg nicht existiert.


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Kann etwas aus dem nichts entstehen?

gestern um 18:44
Zitat von PhilterPhilter schrieb am 03.03.2026:Es geht hier nicht um Perspektive, nicht um "Nichts", sondern um die Begriffe Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit selbst.
Vielleicht solltest du dich etwas mit dem Thread-Titel beschäftigen.

Das, was sich hinter dem Wort "Nichts" verstecken müsste, ist "ausserhalb" dessen, was wir zur Verfügung haben - es ist "ausserhalb" von Etwas.
Es ist "ausserhalb" unseres Zuganges - es ist "ausserhalb" von Zugang.

Egal welches Wort du einsetzt, die Frage "wie soll das plötzlich da sein können?" ist universell anwendbar.
Egal was du darauf antwortest, es kann sofort wieder die Frage gestellt werden.
Das kommt daher, weil wir immer nur eine Perspektive auf ein Etwas einnehmen können.

Der Thread-Titel suggeriert, als könnten wir eine Perspektive auf "eine Situation ohne irgendetwas" einnehmen, aber bereits das Einnehmen der Perspektive ist dann ja schon etwas.
Die Thread-Frage enthält fehlerhafte Zusammenhänge.
Zitat von PhilterPhilter schrieb am 03.03.2026:Deine Behauptung, man könne die Thread-Frage nicht mit Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit erfassen, ist ein Fehlschluss.
Die Thread-Frage enthält bereits einen Fehler - dann ist doch völlig unerheblich, was du dir da als "Antwort" einfallen lässt.

Die Begriffe "Möglichkeit" und "Wahrscheinlichkeit" stehen für "Veränderungsaspekte von Etwas". Dieses Zeugs steht nicht zur Verfügung, wenn es noch nicht um ein Etwas gehen darf.
Du könntest genauso eine Haarfarbe in Kombination mit einer Uhrzeit an "den Anfang" setzen - mehr als "Hauptsache ich habe auch etwas gesagt", ist das nicht - es liegt alles nach dem "Geteilt durch Null" und ist damit Zeitverschwendung.
Zitat von PhilterPhilter schrieb am 03.03.2026:Du verschiebst die Ebene
Nein, es geht darum, dass keine Ebenen zur Verfügung stehen.
Es gibt noch nicht einmal das "zur Verfügung stehen".

Das ist der Fehler der Thread-Frage.
Sie suggeriert, als hätten wir einen Zugang (eine Perspektive) auf eine "Situation ohne Etwas".
Genau dieser Zugang muss aber auch herausgenommen werden aus der Rechnung.
Jegliche Art von Erfassbarkeit muss ja erst "ermöglicht" werden.
Zitat von PhilterPhilter schrieb am 03.03.2026:Du setzt also voraus, dass etwas, das per Definition unerreichbar ist, existieren müsste, damit deine Kritik Sinn ergibt.
Falsch, auch das Wort "existieren" ist nicht erlaubt.
Du kannst nicht mit einem "uns zugänglichen Konzept" starten ("zu starten", ist bereits ein Konzept, das nicht erlaubt ist, wenn es um das "vor einem Start" gehen soll) - das ist jedes Mal "Geteilt durch Null".

Du kannst nicht mit dem, was entstehen soll "dasjenige" erreichen, was vor jeglichen Entstehen liegen soll.


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gestern um 18:47
@shakazulu2

Tut mir leid, aber ich kann mit deiner Art zu argumentieren wenig anfangen, deshalb lassen wir es lieber, bevor ich Puls bekomme. Liebe Grüße


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