shakazulu2 schrieb:Nein, viel einfacher:
der Begriff "Nichts" (so wie er in der Thread-Frage verwendet wird) kann nicht erfasst werden, ohne eine Perspektive einzunehmen, aber genau das Prinzip der Perspektive gehört dort nicht hin.
Die Thread-Frage und den Begriff "Nichts" kann man schon gleich gar nicht mit den Begriffen "Möglichkeit" und "Wahrscheinlichkeit" erfassen
Du irrst dich fundamental.
Es geht hier nicht um Perspektive, nicht um "Nichts", sondern um die Begriffe Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit selbst. Diese Begriffe sind präzise Werkzeuge, um Ereignisse und ihre Realisierbarkeit zu erfassen. Dass jede Beschreibung aus einer Perspektive erfolgt, ändert daran nichts.
Du verwischst epistemische Bedingungen mit ontologischen Strukturen. Deine Behauptung, man könne die Thread-Frage nicht mit Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit erfassen, ist ein Fehlschluss.
Sie ignoriert, dass Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit unabhängig von deinem Standpunkt definiert sind. Wer hier über Perspektive oder "Nichts" fabuliert, spielt rhetorisch mit Nebelkerzen, anstatt die These ernsthaft zu widerlegen.
Du verschiebst die Ebene, um vom eigentlichen Argument abzulenken, aber das macht die ursprüngliche Aussage nicht falsch, sondern nur deutlich, dass du sie nicht begriffen hast.
shakazulu2 schrieb:Das habe ich nicht getan, sondern ich habe darauf hingewiesen, dass "der Ausgangspunkt" für Perspektive nicht über den Einsatz von Perspektive erreicht werden kann.
Verwendest du in deiner Beschreibung irgendeine Perspektive, dann hast du ganz schlechte Karten, egal welche Begriffe du wählst.
Man kann das anfängliche Zustandekommen einer Funktion nicht mit der Funktion erklären, sondern man müsste einen Punkt erreichen, an dem die Funktion nicht notwendig ist.
Genau das geht aber nicht, weil wir nur über Perspektive "Punkte erreichen" können - der gesuchte Punkt zeichnet sich aber explizit durch "keine Perspektive" aus.
Die Thread-Frage "kann etwas aus dem nichts entstehen?" (analog so Fragestellungen wie "warum existiert etwas und nicht nichts?") enthält quasi ein "Geteilt-Durch-Null".
Es wird eine Perspektive auf "Nichts" suggeriert, aber genau das ist nicht erlaubt.
Dir ist sicherlich bekannt, dass ein "Getailt-Durch-Null" denjenigen Moment markiert, ab dem alles weitere reine Zeitverschwendung darstellt
Du verwechselst weiterhin die Ebene.
Es geht nicht darum, ob wir eine Perspektive einnehmen, sondern darum, wie Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit logisch funktionieren.
Dass du die Ausgangsbedingung einer Funktion metaphorisch als Punkt ohne Perspektive darstellen willst, ändert nichts daran, dass die Begriffe selbst konsistent und handhabbar sind. Möglichkeit bedeutet, dass ein Ereignis nicht ausgeschlossen ist, Wahrscheinlichkeit misst, wie stark es eintritt.
Diese Definitionen benötigen keinen perspektivfreien Punkt, keinen ontologischen Nullpunkt und kein "Geteilt-Durch-Null".
Wer hier mit Perspektive, Funktionen oder Nullstellen fabuliert, verwechselt das Werkzeug der Analyse mit der ontologischen Realität. Du erschaffst rhetorische Hindernisse, die inhaltlich nicht existieren.
Der Hinweis darauf, dass Beschreiben perspektivisch geschieht, zeigt genau nichts über die Gültigkeit meiner ursprünglichen Aussage, die im Kontext des zitierten Beitrags erfolgt ist. Er verschiebt nur die Diskussion auf diskursive Nebelkerzen, die nichts mit der Vermengung von physikalischen und philosophischen Nichts zu tun hatten.
Nun willst über den Nullpunkt und die Perspektive reden? Gut, dann tun wir das.
Du behauptest, dass wir nur über Perspektive Punkte erreichen können, und dass der Ausgangspunkt für eine Funktion nicht über die Funktion selbst erklärbar ist. Aber genau das macht dein Argument zu einer Falle für dich selbst.
Wenn die Funktion (in deinem Bild die logische Struktur von Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit) auf einem Punkt ohne Perspektive beruhen müsste, dann existiert dieser Punkt gar nicht.
Du setzt also voraus, dass etwas, das per Definition unerreichbar ist, existieren müsste, damit deine Kritik Sinn ergibt.
Geteilt-Durch-Null klingt dramatisch, aber es ist nur ein rhetorisches Bild. In der Mathematik markiert eine Division durch Null eine Unmöglichkeit innerhalb eines Systems. Übertragen auf deine Metapher bedeutet das, du erzeugst einen imaginären Widerspruch, der außerhalb des Systems existiert, das du selbst definiert hast.
Die logische Analyse von Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit findet aber innerhalb dieses Systems statt, nicht in deinem hypothetischen, perspektivfreien Nirgendwo.
Mit anderen Worten. Du baust dir einen metaphysischen Nullpunkt, der nie erreichbar ist, und behauptest dann, er würde die Funktion zerstören. Das ist genau das, was in der Mathematik passiert, wenn man eine Division durch Null konstruiert, nämlich ein Scheinproblem, kein realer Widerspruch.
Deine ganze Argumentation zerfällt, sobald man die Metaphern ernst nimmt.
Deshalb mein Fazit auf deiner Ebene. Du forderst ein unerreichbares perspektivfreies Fundament, um deine Kritik zu rechtfertigen. Aber auf genau dieser Ebene existiert dieses Fundament nicht. Alles, was du hast, ist eine imaginäre Singularität. In deinem eigenen System bist du also schon matt gesetzt, weil die Null, auf die du alles stützt, schlichtweg nicht existiert.