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Buddhismus und Hinduismus - Parallelen und Unterschiede?!

Buddhismus und Hinduismus - Parallelen und Unterschiede?!

09.07.2011 um 23:38
@Kliroc
ich kenn vom buddhismus nur die buddha statue , mehr nicht^^
Sry wenn ich die Religion beleidigt habe oder so..


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Buddhismus und Hinduismus - Parallelen und Unterschiede?!

10.07.2011 um 00:03
Der Dicke Buddha steht für Reichtum und wird vorwiegend in China angebetet, wo er auf einer vorbuddhistischen Gottheit basiert.

Der dünne Buddha ist Gautama Siddharta, also der Mensch der die Erleuchtung erreicht hat.

Nachdem er aus dem Königshaus geflohen ist wo ihm ein dekadentes Leben erwartet hatte, machte er viele spirituelle Erfahrungen und wurde schließlich Asket. Dabei hungerte er sich extrem runter bis er erkannte das sowohl das Extrem des Überflusses als auch das Extrem des Asketentums, der falsche ist und ist so auf den 'Mittelweg' gekommen. Praktisch ein gemäßigtes Leben ohne Extreme ohne aber Überfluss und Mangel auszuschließen.

Soviel zu der Thematik dünner Buddha, dicker Buddha.

Falls noch wer Fragen hat.. ich bin Buddhist und kenne mich im tantrischen (tibetischen) als auch im Zen-Buddhismus aus. :)


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Buddhismus und Hinduismus - Parallelen und Unterschiede?!

10.07.2011 um 00:08
@sonnenfunke

Mich würde mal eure Kosmologie interessieren. Da ihr an keinen Gott glaubt, muss die Welt anders "entstanden" sein bzw. schon immer existiert haben.


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Buddhismus und Hinduismus - Parallelen und Unterschiede?!

10.07.2011 um 00:14
Das Stimmt es gibt keinen 'Gott' im Sinne eines Christlichen der über alles wacht und erschaffen hat.
Ironischerweise gibts kein wirkliches 'Entstandensein' der Welt, weil das für Buddhisten völlig unwichtig ist. Durch Meditation haben die verschiedenen Schulen die metaphysischen Gesetzmäßigkeiten erfahren und erlebt.
Ich persönlich glaube ganz normal an die Big Bang Theorie mit einem Urknall. Deswegen kann man sowohl an Gott glauben und Buddhist sein als auch Atheist sein, was die Buddhisten per definiton ja wären, da sie normalerweise nicht an Gott glauben.
Je nach Schule gibt es verschiedene Geistwesen und auch Wesen die sie 'Götter' nennen, aber das sind weder perkekte unsterbliche Wesen noch jene die das Universum erschaffen haben.
Ich möchte auch betonen das Buddha selber auch kein Gott ist, er war ja ein normaler Mensch, der meditieren gegangen ist (ums mal banal auszudrücken :P) und erläuchtet wurde.
Buddha hat es selbst gesagt wir sollen ihn nicht anbeten und jede Lehre hinterfragen, auch die von ihm selbst und sollen selbst testen ob es so ist wie er sagt oder ob er sich geirrt habe. Man soll einfach meditieren und herausfinden wie es ist.
Deswegen ist Buddhismus sehr individuell am Anfang der Lehre, weil man erstmal in sein eigenes Unterbewusstsein reist als irgendwelche Götter oder Geistwesen anzubeten...

So viel erstmal hierzu :) hoffe konnte dir helfen.


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Buddhismus und Hinduismus - Parallelen und Unterschiede?!

10.07.2011 um 00:14
@Mr.Dextar

Die meisten Geistwesen und Götter des Buddhismus sind eh übernommen worden von anderen Religionen.


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Buddhismus und Hinduismus - Parallelen und Unterschiede?!

10.07.2011 um 00:18
@sonnenfunke

Danke. Ja, dass Buddha kritisch war, wusste ich. :) Von daher kann ich den Buddhismus nicht wirklich als Religion ansehen, sondern eher als eine Philosophie, da der dogmatische Charakter durch den Stifter selbst aufgehoben wird.
sonnenfunke schrieb:Ich persönlich glaube ganz normal an die Big Bang Theorie mit einem Urknall. Deswegen kann man sowohl an Gott glauben und Buddhist sein als auch Atheist sein, was die Buddhisten per definiton ja wären, da sie normalerweise nicht an Gott glauben.
Ja, Buddhisten sind eigentlich spirituelle bzw. esoterische Atheisten. ;D


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Buddhismus und Hinduismus - Parallelen und Unterschiede?!

10.07.2011 um 00:24
@Mr.Dextar

Seh ich auch so. Sehe den Buddhismus auch nicht als Religion an sondern als eine Philosophie und Lebenseinstellung.
Die verschiedenen Techniken der Schulen durch Meditaion etc. seh ich einfach als Möglichkeit an sich spirituell zu entwickeln.
Buddha meinte ja auch selbst die verschiedenen Schulen gebe es nur, weil es verschiedene Grundtypen von Menschen gebe und nicht jeder zum Beispiel zum Diamantwegbuddhismus passe oder zum Zen etc.
Wer eher ein esoterischer Buddhist ist geht zum tantrischen. Wer eher sachlich ist und nicht an Götter und Wesenheiten glaubt ist zum Beispiel eher im Zen aufgehoben.
Deswegen finde ich ist Buddhismus die Religion die dem Schüler die meiste Individualität gibt die er braucht, welche er ironischerweise in der Meditation wieder auflösen soll um erleuchtet zu werden :P


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pirgo
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Buddhismus und Hinduismus - Parallelen und Unterschiede?!

19.06.2013 um 23:27
@Mr.Dextar @sonnenfunke


Religiös sein heisst für mich an etwas transzendes(übersinnliches) zu glauben. Das machen die Buddhisten auch. Sie glauben zum Beispiel an das Parinirwana wen man stirbt. Das ist auch etwas, dass man nicht beweisen kann, oder was nach dem Tod kommt.


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libertarian
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Buddhismus und Hinduismus - Parallelen und Unterschiede?!

02.12.2013 um 13:42
Der Hauptunterschied dürfte sein, dass der Buddhismus zumindest in seiner heutigen Ausprägung in der Regel die Veden als religiöses Pflichtsstudium ablehnt, das erbliche Kastenwesen ablehnt (Brahmane ist, wer dem Geiste nach Brahmane ist, sprach Buddha.), und sich über Gott keine Gedanken macht bzw. einem Agnostizismus frönt.


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libertarian
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Buddhismus und Hinduismus - Parallelen und Unterschiede?!

02.12.2013 um 14:37
Aus dem Dhamma-Pada:

Brāhma - Der Brahmane

383
Strom halt' tapfer auf, wirf weg die Lust, Brahmane (*f20),
Sieh alles, wie's vergeht, und schaue das Nirvana!

384
Bist du ans Ziel gelangt, Brahmane, zwiefach gehend (*f21),
Dann fallen von dir ab die Fesseln; du wirst sehend.

385
Geht ihn das Diesseits und das Jenseits nichts mehr an,
Von Furcht und Fesseln frei, der ist ein heil'ger Mann.

386
Wer wunschlos sich versenkt und seine Pflicht getan,
Von Fesseln frei, am Ziel, der ist ein heil'ger Mann.

(*387) 387
Die Sonne glänzt am Tag, der Mond glänzt in der Nacht,
Der Weise, wenn versenkt, der Held in Waffenpracht;
Doch Tag und Nacht erglänzt des Buddhas Geistesmacht.

388
Brahmane heißt: vom Übel frei; ein Samana (Asket, Mönch):
Der ruhig geht; vom Schmutz erlöst: Pabbājita (*).
(*) Weltentsagender; im Pali sind dies drei Wortspiele, die nicht übersetzbar.

389
Brahmanen schlage nicht! Brahmane, wehr' dich nicht!
Weh dem, der einen schlägt! Weh dem, der widerficht!

390
Brahmane, nicht gering acht' die Enthaltsamkeit!
Gib auf die Angriffslust! So schwindet alles Leid.

391
Kein Unrecht tun in Werk, in Worten und Gedanken!
Ein echter Brahmana darf hierin niemals schwanken.

392
Wer uns das Buddhawort erklärt, der sei uns teuer!
Man ehre ihn, wie der Brahmane ehrt das Feuer.

393

Brahmane wird man nicht durch Haartracht oder Ahnen;
Nur die in Recht und Wahrheit leben, sind Brahmanen.


394
Wozu das Haargeflecht? Wozu das Fell, der Putz?
Du Tor bist außen fein und innerlich voll Schmutz.

395
Den Mann im Lumpenkleid, voll Adern, abgezehrt,
Der sich im Wald versenkt, halt' als Brahmanen wert!

396
Brahmane ist nicht der, der sich berufen kann
Auf Ahnen, eingebildet und ein reicher Mann;
Wer arm und wunschlos, den sieh als Brahmanen an!

397
Wer alle Ketten brach und nichts zu fürchten hat,
Der Freigeword'ne ist Brahmane in der Tat.

(*398) 398
Brahmane ist nur, wer von Bindung frei sich machte,
Die Kette brach, den Riegel hob und dann erwachte.

399
Brahmane heiße, wer unschuldig Schimpf und Strafe
Erträgt und die Geduld gebraucht als starke Waffe.

400
Brahmane heiße, wer den Zorn hat abgelegt
Und, wunschlos, sittsam, fest, den letzten Körper trägt.

401
Brahmane heißt, von dem die Lust abgleitet glatt
Wie von der Nadel Senf, wie Tau vom Lotusblatt.

402
Brahmane heißt, wer hier des Leidens Ende fand,
Die Last abwarf und alles abschnitt, was ihn band.

403
Die, weisheitstief und klug, den Weg und Abweg kennen,
Ans Ziel Gelangte, sie will ich Brahmanen nennen.

404
Brahmane heißt, wer, heimatlos, Verkehr nicht pflegt
Mit Pilgern und mit Volk und wenig Wünsche hegt.

405
Brahmane heißt, wer niemals eine Waffe trägt,
Ob schwach, ob stark, kein Wesen schlagen läßt noch schlägt.

406
Brahmane heißt, wer gegen Feinde sich nicht wehrt,
Bei Heft'gen ruhig bleibt, bei Gier'gen nicht begehrt.

407
Brahmane heißt, bei wem, wie an der Nadel Spitzen
Kein Senfkorn, so nicht Gier und Haß und Stolz bleibt sitzen.

408
Brahmane heißt, wer klug und wahr die Worte setzt
Und niemals rauh und grob, so daß er nicht verletzt.

409
Wer nichts nimmt ungeschenkt, ob kurz, ob lang, ob klein,
Ob groß, ob gut, ob schlecht, der mag Brahmane sein.

410
Wer nicht nach dieser Welt und nicht nach jener trachtet,
Wunschlos und fesselfrei, sei als Brahman' erachtet.

411
Wer wunschlos, weisheitsstark den Zweifel überwand
Und zum Nirvana kam, sei Brahmana genannt.

412
Wen nicht Verdienst noch Schuld hier bindet, wer ganz rein
Und ohne Sorgen lebt, der mag Brahmane sein.

(*413) 413
Brahmane heißt, wer, wie der Mond, so rein und klar ist
Und alles Strebens nach der Welt Vergnügen bar ist.

414
Wer gänzlich überwand die Wandrung durch die Welten,
Der sich versenkt und den nicht Wunsch noch Zweifel quälten,
Der ganz erloschen ist, mag als Brahmane gelten.

(*415) 415
Brahmane heißt, wer hier auf Sinnenlust verzichtet
Und, heimatlos, den Lust- und Lebenstrieb vernichtet.

416
Brahmane heißt, wer hier den Lebensdurst vernichtet
Und, heimatlos, auf Durst und Leben ganz verzichtet.

417
Brahmane heißt, wer sich von aller Bindung trennt,
Bindung an Menschen und an Götter nicht mehr kennt.

418
Brahmane heißt, wer frei von Lust und Leid sich hält,
Kühl, ohne Leidenschaft, die Welt besiegt als Held.

419
Wer Werden und Vergeh'n der Wesen in den Welten
Kennt, haftensfrei, erwacht, mag als Brahmane gelten.

420
Der, dessen Weg nicht Götter, Engel, Menschen kennen,
Der weltfrei, heilig ist, mag sich Brahmane nennen.

421
Brahmane heißt, wer nichts besitzt und nichts vermißt,
Auch nichts erhofft, wer arm, doch ohne Wünsche ist.

422
Den sieghaft starken Held, den wunschlos großen Weisen,
Den voll Erwachten will ich als Brahmanen preisen.

423
Wer früh're Leben kennt, Himmel und Unterwelten,
Ein Wissensreicher, der des Daseins Ende fand,
Ein ganz vollkomm'ner Mensch mag als Brahmane gelten.



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Buddhismus und Hinduismus - Parallelen und Unterschiede?!

02.12.2013 um 14:39
libertarian schrieb:Der Hauptunterschied dürfte sein, dass der Buddhismus zumindest in seiner heutigen Ausprägung in der Regel die Veden als religiöses Pflichtsstudium ablehnt, das erbliche Kastenwesen ablehnt (Brahmane ist, wer dem Geiste nach Brahmane ist, sprach Buddha.), und sich über Gott keine Gedanken macht bzw. einem Agnostizismus frönt.
Wo findet man denn einen solchen Buddhismus?


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libertarian
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Buddhismus und Hinduismus - Parallelen und Unterschiede?!

02.12.2013 um 14:47
@Schleierbauer
Wo findet man denn einen Buddhismus, der das Studium der Veden als obligatorisch ansieht, das erbliche Kastenwesen vertritt und die Benachteiligung niederer Kasten und darüberhinaus noch die Existenz von Göttern und Gott als gesichert ansieht? Klar, bei Letztgenannten ist es so, dass sich der Buddhismus viel mit den Göttern der Gesellschaften auseinandergesetzt hat, in welchen er sich etablieren konnte und im Volksglauben da auch Einiges vermischt wird. Buddha selbst: Wo forderte er, sich Göttern oder einem Gott hinzugeben, noch wo lehnt er Gott oder Götter gänzlich ab?


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Buddhismus und Hinduismus - Parallelen und Unterschiede?!

02.12.2013 um 14:48
libertarian schrieb:Klar, bei Letztgenannten ist es so, dass sich der Buddhismus viel mit den Göttern der Gesellschaften auseinandergesetzt hat, in welchen er sich etablieren konnte und im Volksglauben da auch Einiges vermischt wird
Das meinte ich. Den "reinen" Buddhismus gibt es doch in der Realität gar nicht, weil er sich immer mit dem vorhandenen vermischte.


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Buddhismus und Hinduismus - Parallelen und Unterschiede?!

02.12.2013 um 14:54
Für mich ist es im westentlichen das Atman vs das Anatta-Prinzip.


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libertarian
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Buddhismus und Hinduismus - Parallelen und Unterschiede?!

02.12.2013 um 15:13
Wobei man hier aber natürlich noch sagen muss, dass nicht in allen hinduistischen Strömungen ein erbliches Kastenwesen vertreten wird und auch keine niederen Kasten in jeder Form von Hinduismus diskriminiert werden.


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libertarian
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Buddhismus und Hinduismus - Parallelen und Unterschiede?!

02.12.2013 um 16:11
Können wir uns auch die Frage stellen, ob Buddha nicht vielleicht gar nur den "Hinduismus" reformieren wollte?

Bereits seit Hunderten von Jahren existiert in Indien die heutige Abart, einer ehemals sehr vorteilhaften Gesellschaftsordnung. Insbesondere die sogenannten Brahmanas, welche ihr Brahmana-Sein zum Geburtsrecht deklarierten, sind verantwortlich dafür, dass dieses zwanghafte System zur Quelle von viel Elend wurde.
Dieses Missverständnis ist leider auch unter dem indischen Volk weitverbreitet und wird von den Pseudo-Brahmanas mit aller Kraft am Leben erhalten. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch wir im Westen diesem Unsinn vom Geburtsrecht, bzw. Geburtszwang, auf den Leim gegangen sind, was sogar oft dazu geführt hat, die moralische Überlegenheit des Christentums zu begründen.


Das ursprüngliche Varna-System kannte aber kein Geburtsrecht oder Geburtszwang. Einzig die persönlichen Eigenschaften wie Charakter, Mentalität, sowie persönliche Neigungen und Fähigkeiten waren ausschlaggebend.


http://www.bhakti-yoga.ch/Gesellschaft/Kastensystem.html

>Du schreibst unter anderem:

>>In der indischen Gesellschaftsordnung und Kultur kenne ich mich nicht gut aus. Ursprünglich wurde die Entwicklung des Menschen zum Krshna-Bewusstsein in fünf Stufen aufgeteilt. In diese Stufen wurde auch das gesellschaftliche Kastensystem eingeteilt.

>Du darst die varnas (Kasten ist eine spätere verzerrte Form der ursprünglich gedachten varnas) nicht mit den Bewusstseinsstufen vermischen. Es ist zwar grundsätzlich zu beobachten, dass viele Menschen gleicher Bewusstseinsstufe einem bestimmten varna angehören mögen, aber es ist nicht zwingend. Ein einfaches Beispiel:

>Ein Staßenfeger von Beruf kann ein völlig verwirklichter gottesbewusster Mensch sein. Es gibt dann auch Brahmanen, die nicht unbedingt so fortgeschritten sein mögen. Man muss also zwischen dem varna (das ist die gesellschaftliche Funktion eines Menschen) und der Bewusstseinsstufe unterscheiden.

Das leuchtet ein.

>Beim später entarteten System der Kasten hat sich dann eben leider der Fehler der Gleichsetzung von varna und Bewusstseinsstufe eingeschlichen. Man hat einfach gesagt, der Sohn eines Geistlichen sei dann eben auch ein Geistlicher. Das ist völliger Unsinn.

Solch sippenhaftes Vorteilsdenken fand ja auch anderswo mit Thronfolgen und Adelsgeschlechtern statt.

>Vielmehr kommt es auf die Qualifikation an, nicht auf die Geburt! Die Hare-Krishna-Bewegung tritt für die Richtigstellung des Kastensystem-Irrtums ein und es wurden hochrangige Mitglieder der Hare-Krishna-Bewegung aus diesem Grunde oft von Kasten-Hindus angefeindet, ja bedroht.

Das kann ich mir vorstellen.

>Aber es darf da keinen Kompormiss geben. Jeder Mensch muss aufgrund seiner Qualifikation betrachtet werden, nicht aufgrund von Geburt. Auch die gesellschaftliche Stellung, der Beruf, dürfen für das Ansehen einer Person keine Rolle spielen. Jeder Mensch hat die Möglichkeit, besonders durch Bhakti-Yoga, sich auf höhere Bewusstseinsstufen zu schwingen. Dieses Hinaufschwingen ist nicht davon abhängig, dass man seine gesellschaftliche Stellung verändert. Vielmehr ändert sich der Lebensstil, insbesondere innerlich.


Weiterlesen: http://www.iskcon.de/forum_alt/messages/553.htm

Im 16. Jahrhundert erlebte die Krishna-Religion durch den grossen Heiligen Caitanya Mahaprabhu eine Renaissance. Seine Bewegung beeinflusste den Hinduismus nachhaltig, da sie sich offen gegen das diskriminierende Kastensystem wandte. Caitanya Mahaprabhu lehrte, dass echtes Gottesbewusstsein nicht von sozialer, religiöser oder nationaler Zugehörigkeit abhängig ist, und er führte das gemeinsame Singen der Namen Gottes ein, um allen Menschen den Vorgang der Selbsterkenntnis zugänglich zu machen.

http://www.radhe.ch/index.php?id=204

„DEN Hinduismus gibt es gar nicht, das ist eine Erfindung des Westens, um sich die Vielzahl der Religionen Indiens irgendwie zu kategorisieren. Der Gründer der Hare Krishna Bewegung hat sich schon vor 500 Jahren gegen das Kastensystem ausgesprochen“, sagt Sadbuhja. Und die Rolle der Frau? „Hier im Tempel leben keine Frauen, dazu ist er zu klein. Aber in München, zum Beispiel, gibt es mehr Frauen als Männer. Es geht auch nicht um Unterdrückung. Frauen, Kinder, Alte und Mönche sollen beschützt werden laut den Veden, nicht unterdrückt.“

http://nochweiter.de/geschichten/2011/04/21/04457_er-hat-viele-namen/


Jetzt aus der Bhagavad-Gita:

9.29 Ich beneide niemanden, noch bin Ich jemandem besonders zugetan. Ich
bin allen gleich gesinnt. Doch wer auch immer Mir in Hingabe dient, ist Mein
Freund und ist in Mir, und auch ich bin sein Freund.


9.32 O Sohn Prthas, diejenigen, die bei Mir Zuflucht suchen, können das
höchste Ziel erreichen - selbst wenn sie von niedriger Geburt sind, wie
Frauen, vaisyas oder auch sudras.


Alternative Übersetzung:

Ich bin allen Wesen gut. Keiner von ihnen ist mir verhaßt, und keiner wird bevorzugt. Die mich jedoch mit selbstloser Hingabe verehren, sind in mir, und ich wohne in ihnen. Selbst wenn ein Übeltäter mich mit ungeteilter Hingabe ehren könnte, er würde unverzüglich als ein Gutmütiger gelten, weil seine Neigung heilsam ist. Bald wird er eine tugendhafte Seele bekommen und zum ewigen Frieden finden. Erkenne, oh Kunti Sohn, daß niemand, der mich verehrt, jemals verloren ist. Denn alle, die in mir Zuflucht suchen, seien sie auch Niedriggeborene, Vaisyas, Shudras oder Frauen, sie alle können das Höchste erlangen. Wieviel mehr die heiligen Brahmanen und königlichen Weisen, die mich anbeten? Bist du nun einmal in diese vergängliche und leidvolle Welt gekommen, so nutze diese Geburt und verehre mich! Gründe deinen Geist in mir, folge mir nach, vertraue mir, verneige dich und erkenne mich als alleinige Zuflucht. Überwinde dich zur Einsicht, und du wirst sicher zu mir kommen.


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Buddhismus und Hinduismus - Parallelen und Unterschiede?!

10.07.2016 um 00:05
Ich weiß der Thread ist schon lange nicht mehr aktiviert worden aber trotzdem : warum sagen die Buddhisten dass alles Leid ist?
Wird man da nicht depressiv (ist nicht böse gemeint ) ?


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Buddhismus und Hinduismus - Parallelen und Unterschiede?!

10.07.2016 um 12:36
@Reila
Reila schrieb:Ich weiß der Thread ist schon lange nicht mehr aktiviert worden aber trotzdem : warum sagen die Buddhisten dass alles Leid ist?
Wird man da nicht depressiv (ist nicht böse gemeint ) ?
Nur weil man Leid erkennt, wird man nicht gleich depressiv.
Denk mal nach, wie viele Menschen heute an Depressionen leiden und keine Buddhisten sind.
Das Leid ist die erste der "vier edlen Wahrheiten" des Buddhismus und eine der "drei Daseinsmerkmalen".
Es geht also nicht darum, das alles Leid ist, sondern dieses Leid zu erkennen/verstehen/bezeugen und zu überwinden.
Um dieses Leid zu überwinden, muss man "die Gier" auslöschen.

In dem Sinne macht der Buddhismus nicht depressiv, sondern will aus der Depression führen.
Das kann er aber nur, wenn er schon "am Anfang" mit dem Leid beginnt(es aufzeigt) um dieses dann aufzulösen.



„Nur eines lehre ich, jetzt wie früher: Das Leiden und das Ende des Leidens.“

– Siddhartha Gautama: Anuradha Sutta (SN 44,2)


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10.07.2016 um 13:35
@Koman : Danke :)


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