Niselprim schrieb:Hmm... genau da: """... 3,4 Da sagte die Schlange zur Frau: ... 3,5 Sondern Gott weiß, daß an dem Tag, da ihr davon eßt, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend Gutes und Böses. 3,6 Und die Frau sah, daß der Baum gut zur Speise und daß er eine Lust für die Augen und daß der Baum begehrenswert war, Einsicht zu geben; und sie nahm von seiner Frucht und aß, ...""".
An dieser Textstelle erkenne ich jedenfalls, dass etwa die Fähigkeit, etwas für gut oder schlecht befinden zu können, bereits vorhanden war ---> also ging es in der Schlange Aussage nicht wirklich und konkret einfach nur um Erkenntnis - worum also?
Doverex schrieb am 19.06.2026:Also auch wenn Du die Schlange nicht magst, lege ihr deshalb nicht Worte in den Mund, die sie niemals sagte!
Ähm ... man kann nachlesen, was die Schlange gesagt haben soll.
Niselprim schrieb:Nun gut - dann ist es halt Ansichtssache - vielleicht ist das dann nur der Aspekt, irgendwie sein zu können wie Gott?
Ja genau
@Niselprim ich glaube wirklich, dass dies im Hintergrund beim Sündenfall eine große Rolle spielt (irgendwie sein zu können wie Gott?).
Als Beispiel nehme ich dazu mal Gott als Torte her. Und die Schlange zeigt der Eva diese schöne Süße der Torte, sagt sie kann (mit dem Sündenfall) genauso süß werden wie die Torte (also wie Gott). Wir Menschen sind verrückt dieser Gottes Süße, Eva denkt dann, werden wir selbst auch so süß wie diese Torte, wird man auch auf uns dann deshalb verlangend, begehrlich und dürstend (wenn wir so süß werden) nach unserer Nähe.
Nur besteht diese "Gottes" Torte nicht nur aus Zucker(Erkenntnis über Gut/Böse), sondern da ist auch Mehl (Barmherzigkeit), Eidotter (Gerechtigkeit), Hefe (Licht) oder eine Prise Salz (ewige Lebendigkeit) etc. drinnen.
Und so funktioniert das eben nicht, wenn man nur die Eigenschaft der Süße von der Torte werden will, verkommt man nur zu einer Zutat und wird ja selbst zu keiner süßen guten Torte.
Durch das sind wir eher abgetrennt worden von allem anderen, aus was diese Torte sonst noch besteht. Wir selbst sind dadurch dann
nur süß geworden - schon ähnlich wie Gott - ansonsten haben wir aber den Kontakt zu den anderen Eigenschaften der Torte verloren, wie eben zur Barmherzigkeit, zur Gerechtigkeit, zur ewigen Lebendigkeit etc.
Die Frage bleibt, hat die Schlange die Eva belogen, wenn sie wie oben in meinen Beispiel, sie ihr versprach, genauso süß wie die Torte zu werden? Du sagst
JA @Niselprim , hättest wohl damit sicher Recht wenn da nur unsere Lebzeit vor unserem Tod zählen würde.
Ich sage aber
Nein, die Schlange hat Eva
nicht belogen, weil ich glaube, wir werden ALLE genau so süß wie die Torte, eben diese vollkommenen Süße der Torte erst bei unserer Auferstehung erhalten - wo man dann wirklich sagen kann:
"Jetzt sind wir genauso süß wie die Torte geworden".
Es hängt nämlich
nicht zusammen - nur dann genauso süß wie die Torte zu werden - weil ich kein böses Leben lebte (oder deshalb nicht süß werden würde weil ich viele böse Handlungen im Leben machte), sondern es hängt allein mit dem Sündenfall zusammen der in der Genesis beschrieben wird, der alle betrifft, Gerechte wie Ungerechte, also in meinen Augen ALLE Menschen. Darum wird jeder Mensch die volle Erkenntnis über Gut & Böse nach/mit der Auferstehung haben.
Niselprim schrieb:Aber würde ich diese Handlung eher so verdeutlichen, dass sich Gott, respektive Jesus Christus, nur mit den Seinen "beschäftigen" wird - die eher schlechten Menschen erfahren halt so, dass sie wohl nicht gut genug sind, denn man muss ja Ihm folgen, um durch Ihn erlöst zu werden.
Ja schon, aber hier sind wir ja dann eh wieder bei der Auferstehung.
Wir können ja bei Joh. 14.6 im Evanfelium nachlesen dass dort steht:
niemand kommt zum Vater denn durch mich.
Ich finde die Erklärung falsch über dieses obere Zitat, dass ich an Jesus glauben muss um zum Vater zu kommen.
Dieses Zitat betrifft viel mehr was nach unsere Auferstehung passiert, um ins Paradies zu kommen. Nämlich es gibt nur
eine einzige Tür die uns Menschen ins Paradies führen kann, und die heißt Jesus von Nazareth. Wir müssen also
nach unserer Auferstehung durch diese Tür durchgehen, um zu Jesus Vater zu kommen. Jesus ist ja der Messias, dass heißt er ist der von Gott Gesalbte. Somit ist der einzige Eingang ins Paradies von Gott gesalbt worden.
Und wenn Du diesem einmaligen Eingang ins Paradies nimmst
@Niselprim , so hast Du dann wirklich den Weg des Lebens und der Wahrheit genommen, bist ihm selbst gegangen.
Ich glaube Jesus fleischliche Auferstehung ist in unserer Welt (also in einem Grab von Jerusalem) geschehen und nicht im Paradies. WIESO die Leute oft denken, ihre fleischliche Auferstehung passiert im Paradies, weiß ich nicht. Sind wir denn mehr als Jesus, dass unsere fleischliche Auferstehung im Paradies passieren würde?
Niselprim schrieb:Haben die sagenwirmalso Fehlgeschlagenen deiner Meinung nach noch eine Chance, es besser zu machen?
Nein, das glaube nicht. Ich denke da gibt es nichts mehr, was man gerade rücken könnte. Du kannst niemanden mehr ein Stück Brot zum Leben geben - als Beispiel - oder einen Durstigen einen Schluck Wasser, dass ist alles vorbei nach unserer Auferstehung.
Niselprim schrieb:Hmm... Also ich gehe schwer davon aus, dass Er nicht "Gott" sagte, sondern "Vater". Sein Vater hat Ihn zum Zeitpunkt des Todes verlassen - ja, das stimmt --- würde ich annehmen.
Ansonsten hat Gott mit dem Tod ohnehin nichts am Hut, denn Er ist ein Gott der Lebenden - also im Beisein Des Christus.
Niselprim schrieb:Eigentlich ist das ein sehr guter Ansatz - sehr gute Überlegung, denke ich, das mit der Abwesenheit Gottes - aber ist da der Knackpunkt der, dass in deiner Ausführung der Tod in Gottes Reich zugegen ist. Ja klar, in Abwesenheit Gottes findet der Tod statt - A B E R nicht in einem Bereich, welchen Gott für die Menschen bereitet hätte. Oder - denkst du - doch? Nö du - da gehe ich sicher nicht mit, denn im für uns gemachte Paradies Gottes gibt es keine Sünde, kein Unheil, kein Unwesen, nichts Böses und auch nicht den Tod, etc..
Ja klar, so denke und glaube ich auch, dass in Gottes Reich nix an einem Staubkorn an Böses dort zu finden sein wird, keinerlei Ungerechtigkeit, keine Lüge, kein Tod!
Darum ist für mich der Garten Eden nicht das Reich Gottes. Ich glaube Gott ist nirgends in seinem Reich irgendwo etwa räumlich abwesend. Ich glaube auch nicht daran was Du von der Genesis zitiert hast:
3,22 Und Gott, der HERR, sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie einer von uns, zu erkennen Gutes und Böses. Und nun, daß er nicht etwa seine Hand ausstrecke und auch [noch] von dem Baum des Lebens nehme und esse und ewig lebe! 3,23 Und Gott, der HERR, schickte ihn aus dem Garten Eden hinaus, den Erdboden zu bebauen, von dem er genommen war. 3,24 Und er trieb den Menschen aus und ließ östlich vom Garten Eden die Cherubim sich lagern und die Flamme des zuckenden Schwertes, den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen.
sondern glaube durch den Sündenfall ist eine Trennung passiert, da brauchst keine Mauern bauen oder Cherubim die mit der Flamme des zuckenden Schwertes da den Baum des Lebens bewachen soll.
Im Grunde wurde es eher total unmöglich (schon ganz ohne Cherubim) , dass wir je wieder vom Baum des Lebens essen könnten, Gott musste also seinen Sohn in unsere Welt senden, der diese Frucht für uns wieder möglich macht.
Also ich glaube nicht an einem schimpfenden "Alten" der da Eva, Adam und die Schlange wegen dem Sündenfall irgendwie nur bestrafte, aus dem Paradies raus schmiss etc.
Denke das sind eher Geschichten, weil sich die Menschen die ganzen Vorgänge des Sündenfalls auch nicht erklären konnten, aber irgendwas muss man ja darüber erklären können.