Cold Case Ulrike Herrmann aus dem Jahr 1990
21.08.2026 um 14:18Ich kann mir gut vorstellen, dass ein solches Auto damals im Hamburger Rotlichtmilieu gefahren wurde.
Oder von einem Möchtegernrotlichtmann und Wichtigtuer.Tita1992 schrieb:Ich kann mir gut vorstellen, dass ein solches Auto damals im Hamburger Rotlichtmilieu gefahren wurde.
Vielleicht auch von einem Bastler und Schrauber, der Kontakte zu Autohändlern hatte?sören42 schrieb:Die schwarzen Felgen passen allerdings nicht so recht zum Geschäftsführer Fahrzeug, da würde man vielleicht eher halbseidene Geschäfte (Zuhälterei o.ä.) annehmen. Oder waren schwarze Felgen am Geschäftswagen damals üblich? Die Felgen könnten natürlich auch nachträglich beschafft und angebracht worden sein.
Den W126 gab es seit Anfang der 80iger. Es ist also gut möglich, dass es sich bei dem besagten Fahrzeug bereits um ein älteres Model handelte, das schon ein- oder mehrmals den Besitzer gewechselt hatte. Bei hoher Laufleistung, könnte der Wagen im gebrauchten Zustand dann auch für einen 30-jährigen erschwinglich gewesen sein.darkstar69 schrieb:Konnte sich ein junger Mann Ende 20 oder mit 30 damals ein solches Auto leisten?
Ich könnte mir vorstellen, dass es nicht seins war und oder die Autokennzeichen nicht echt waren.
Was mich erstaunt, ist die präzise Angabe im XY-Beitrag, dass es sich um einen 500 SE handelte. Dieser war äußerlich von anderen S-Klasse-Varianten wie etwa dem 380 SE praktisch nicht zu unterscheiden und von der Langversion, dem 500 SEL lediglich aufgrund der geringfügig anders geformten Fenster im Fond. Ich bezweifele, dass der Zeuge den Wagen so eindeutig als 500 SE identifizieren konnte und würde daher davon ausgehen, dass die EB tatsächlich bereits wissen zu welcher Person dieses Fahrzeug passt. Ich tendiere daher auch zu der Annahme, dass der gestrige Beitrag primär dazu dienen sollte, einen konkreten bestehenden Verdacht weiter zu untermauern. Die präzise Angabe der Modellbezeichnung würde dann darauf abzielen, mögliche Hinweise auf andere Modelle des W126 und ihrer Halter von vornherein auszuklammern.Triquetrum schrieb:Man kann davon ausgehen, dass hinsichtlich des Fahrzeuges und dem Fahrer intensive Ermittlungen durchgeführt wurden. Die Aussage des Zeugen gibt es ja doch schon eine ganze Weile. Dabei wird man wohl auch die ein oder andere Person bereits ins Visier genommen haben, ohne jedoch einen Tatverdacht konkretisieren zu können. Die Problematik dabei ist, dass man zwar in der Regel die Personalien dieser Person kennt, jedoch keinerlei Ahnung hat, wie sich die Lebensumstände derselbigen zur Tatzeit verhielten.
Erstaunen tut mich das auch. Und nicht nur das. Auch die Angaben zum Phantombild.Serval69 schrieb:Was mich erstaunt, ist die präzise Angabe im XY-Beitrag, dass es sich um einen 500 SE handelte.
Diese präzisen Angaben stammen allesamt vom Lkw Fahrer, einem Kapitän der Landstrasse und die kennen sich im allgemeinen sehr gut aus mit den diversen Modellen und interessieren sich auch oft für die unterschiedlichen Automarken. Da reicht z.B. ein speziell geformtes Blinkerglas, eine Zierleiste oder der Durchmesser vom Endrohr des Auspuffs um die einzelnen Modelle zu unterscheiden.Serval69 schrieb:Was mich erstaunt, ist die präzise Angabe im XY-Beitrag, dass es sich um einen 500 SE handelte. Dieser war äußerlich von anderen S-Klasse-Varianten wie etwa dem 380 SE praktisch nicht zu unterscheiden und von der Langversion, dem 500 SEL lediglich aufgrund der geringfügig anders geformten Fenster im Fond.
Der vielversprechendste Hinweis kam von einem pensionierten Mitarbeiter der Polizei. Dieser ehemalige Kollege habe sich nach der Sendung gemeldet, erklärt Fabian Puchelt vom LKA Bayern:
Der Kollege hat gesagt, er glaubt, dieses Phantombild, das man gezeigt hat, wiedererkannt zu haben.
Solche Beobachtungen seien immer besonders interessant, weil gerade Kollegen einen Fokus auf gewisse Details legen würden, erzählt Puchelt.
Bei dem Mann auf dem Phantombild könnte es sich um einen ehemaligen Mitarbeiter der Tankstelle gehandelt haben, an der Ulrike Herrmann zuletzt gesehen wurde.Ich bin bin gespannt was die weiteren Ermittlungen ergeben!
Bei dem Mann auf dem Phantombild könnte es sich um einen ehemaligen Mitarbeiter der Tankstelle gehandelt haben, an der Ulrike Herrmann zuletzt gesehen wurde.
Eine sehr detaillierte Benennung einer Person. Mitarbeiter der Tankstelle schränkt die Sache doch erheblich ein. Unabhängig davon, ob diese Person nun wirklich etwas mit der Tat zu tun hatte, so denke ich doch, dass man zumindest deren Personalien ermitteln wird können.HolzaugeSHK schrieb:Ich bin bin gespannt was die weiteren Ermittlungen ergeben!
Dass sich der österreichische Lkw-Fahrer überhaupt noch an Teile des Kennzeichens erinnert, ist schon phänomenal.Ziegenpetra schrieb:dass es sich lt. Zeuge sowohl um ein Hamburger (HH)-, als auch ein Hannoveraner Kennzeichen (H-H) gehandelt haben könnte.
Absolut!sallomaeander schrieb:Dass sich der österreichische Lkw-Fahrer überhaupt noch an Teile des Kennzeichens erinnert, ist schon phänomenal.
Das sehe ich auch so.darkstar69 schrieb:Er könnte ja auch Lieferant gewesen sein oder Handwerker oder theoretisch sogar Gärtner^^. das wissen wir dann alles nicht. Er müsste ihr aber zumindest angeboten haben, sie Richtung Hamburg zu fahren.
An Esso-Tankstellen mussten damals alle Mitarbeiter die Firmen-Uniform tragen. Auch Aushilfen. Bei anderen Marken. war es z.T. anders.Füchschen schrieb:Trugen damals alle Mitarbeiter eine Art Uniform an Tankstellen?
Leider ist nicht bekannt wo der betreffende Mitarbeiter eingsetzt war.sallomaeander schrieb:Mein Beitrag bezog sich auf die Kassierer der Tankstellen