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Aufhebung des Inzest-Verbots

1.448 Beiträge, Schlüsselwörter: Familie, Moral, Inzest, Verbote, Inzucht, Gendefekte

Aufhebung des Inzest-Verbots

19.12.2016 um 18:35
Verantwortung sollte doch an erster Stelle stehen wenn ich ein Kind zeuge. Jedes behinderte Kind, jeder behinderte Mensch hat das Recht auf ein glückliches Leben und die Gesellschaft hat dafür einzustehen. Trotzdem darf man nicht bewusst ein Kind zeugen wo eine hohe Gefährdungsrate einer Behinderung besteht. Ich lasse doch auch kein Kind mit einer Kreissäge spielen, obwohl ohne Arm wäre es ja auch nur behindert. Das ist für mich so ziemlich das gleiche, und nein bei mir hat sich keine Naziideologie ins Hirn gefressen, ich nenne es gesunder Verstand. Ob Geschwister gemeinsam ins Bett gehen oder nicht ist deren Privatsache.


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19.12.2016 um 18:42
Wie ich schon geschrieben habe, ich sehe keine erklärbare Handhabe für ein Verbot.

2 Menschen sind erwachsen und wollen sich lieben, beide freiwillig. So wenig mir Inzest gefällt aber was soll man hier bestrafen?

Dachte man kann nicht Menschen bestrafen die erwachsen sind, freiwillig miteinander etwas tun und keinen schaden?


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DieSache
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19.12.2016 um 21:52
@Alari

man bittet nicht um Hilfe, weil das eben viel zu lange nicht im öffentlichen Bewusstsein war und man Opfern immer Schuldgefühle suggeriert hat, die Scham müsste einen nicht davon abhalten um Hilfe zu bitten!

Außerdem gibt es häufig Anzeichen, dass in Familien etwas nicht stimmt, nur wenn jeder nur an sich selbst interessiert ist und man weg schaut, nimmt man diese halt auch nicht wahr!

Wie gesagt Inzest-Beziehungen zwischen Eltern und Kindern bzw Geschwistern sind für mich ein psychologisch soziales Problem und komplexer als z.B. die Homosexualität, die ich im Gegensatz dazu, als sozial verträgliche Spielart menschlicher Partnerschaft sehe!


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20.12.2016 um 07:40
@DieSache
Inzestbeziehungen zwischen Eltern und Kindern sind defitiniv ein Problem, weil dort ein Machtgefaelle und auf jeden Fall eine Abhaengigkeit eine Rolle spielt. Bei Geschwistern ist das nicht zwingend der Fall.


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DieSache
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20.12.2016 um 14:07
@Alari

Abhängigkeit bezieht sich aber nicht ausschließlich auf den wirtschaftlichen Aspekt, die emotionale Abhängigkeit ist jedenfalls auch bei Geschwistern gegeben.

Aber man sollte jeden Fall genau betrachten und schauen wann und wodurch die Partnerschaft begann, nur wenn man die Hintergrundsgeschichte kennt, kann man verstehen wie diese Beziehung zustande kam und seit wann sie über die platonische Beziehung der Geschwister hinaus ging!

Nicht selten spielen gewisse Faktoren im Elternhaus bzw in der Sozialisation Betroffener eine nicht ausser Acht zu lassende Rolle z.B. dass sich die Geschwister schon früh zueinander solidarisierten um psychische und physische Gewalt, oder auch Missbrauch zu überstehen!


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20.12.2016 um 14:30
thomas74 schrieb:Ich lasse doch auch kein Kind mit einer Kreissäge spielen, obwohl ohne Arm wäre es ja auch nur behindert.
Diese Analogie ist falsch. Das Kind aus einer "verbotenen" Beziehung würde gar nicht geboren. Es würde nicht existieren, das Kind, dem man den Umgang mit der Kreissäge verbietet aber schon. Auch ohne Säge.
Das ist die Komplexität der Frage, wer darf sich vermehren und wer nicht und haben potentielle Kinder, die ein höheres Risiko auf eine Behinderung aufweisen, das Problem, deswegen nie geboren zu werden.


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20.12.2016 um 14:38
@kleinundgrün
Ich habe deutlich machen wollen das ein Gesetz keine -nicht erzwungenen - Beziehungen verbieten soll. Inzest zwischen Geschwistern, das liegt nach meinen Augen in derer alleinigen Verantwortung. Die Verantwortung ein Kind zu zeugen liegt auch in der Verantwortung der Beteiligten, der sie sich bewusst sein sollten. In meinen Augen wäre es verantwortungslos ein Kind zu zeugen das aller Wahrscheinlichkeit behindert sein könnte, aber auch das muss jeder mit seinem Gewissen abmachen. Ich kann es verurteilen, muss es nicht gutheißen, aber ich möchte es auch nicht verbieten. Ich nenne es einfach herzlos, dafür kann man mich kritisieren oder versuchen mich zu überzeugen das es nicht verantwortungslos ist.


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20.12.2016 um 14:42
@thomas74
Die Frage ist in dem Fall, was schlechter (in Deinen Augen) ist: behindert zu leben oder nie zu leben. Eine zugegeben schwierige Frage.


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20.12.2016 um 15:51
@kleinundgrün

Behindert zu leben schränkt ein, unsere Gesellschaft muss diese Einschränkungen so niedrig wie möglich halten. Nicht gezeugt zu werden ist kein nie zu leben. Wenn ich Deiner Argumentation folgen würde dürfte es auch keine Abtreibungen geben. Auch dies liegt in der gemeinsamen Verantwortung - nach meiner Meinung - beider Erzeuger.
Du fragst doch bestimmt keine bewusst kinderlos lebende Frau warum sie dem möglichen ungeborenen Leben keine Chance gegeben hat, oder?


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20.12.2016 um 15:57
@thomas74
Wie gesagt, eine schwierige Frage, die sich kaum absolut behandeln lässt. Es lassen sich viele Beispiele finden, in denen man diese Frage auf die Spitze treiben kann.

Aber man kann nur schwerlich anderen vorwerfen, auf risikobehaftete Schwangerschaften nicht zu verzichten, weil das Ergebnis - auch wenn sich das Risiko realisiert - trotzdem lebenswert ist (oder sein kann).


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20.12.2016 um 16:14
@kleinundgrün

Vorwerfen ist doch ein zu großes Wort, ich persönlich finde es verantwortungslos. Das ist doch nur meine Meinung. Ich habe zwei Kinder, hätte sie genau so lieb wenn sie behindert wären, das steht doch außer Frage. Es ist doch immer auch eine sehr persönliche Frage was lebenswert ist. Bloß die behinderten Kinder haben doch gar keine andere Chance als sich damit zu arrangieren, wenn sie geboren sind haben sie sich auf all unsere Unterstützung zu verlassen und ich finde die muß allumfänglich gewährt werden. Ich würde jedem raten auf eine Risikoschwangerschaft zu verzichten, aber es gibt jedem die Möglichkeit sich anders zu entscheiden. Damit würde ich ja auch nicht die Kinder als verantwortungslos hinstellen sondern die Erzeuger.

Ich persönlich möchte auch nicht reanimiert werden, oder mit künstlicher Ernährung am leben gehalten werden, würde doch aber niemals fordern das sich alle so entscheiden sollen.


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21.12.2016 um 09:15
DieSache schrieb:Abhängigkeit bezieht sich aber nicht ausschließlich auf den wirtschaftlichen Aspekt, die emotionale Abhängigkeit ist jedenfalls auch bei Geschwistern gegeben.
Kann sein. Muss nicht. Ich kenne mehr als genug Geschwister, die emotional ueberhaupt nicht voneinander abhaengig sind (so gut wie jeder ist aber emotional von seinen Eltern abhaengig, selbst wenn die die Kinder nur schlecht behandelt haben), dafuer kenne ich aber auch genug Paare, die keine Geschwister sind und extrem emotional voneinander abhaengig. Die Frage ist dann halt, warum soll man da nur Geschwister gaengeln und andere Paare nicht? Es gibt so viele ungesunde Beziehungen, warum dann nur bei Geschwistern sicherstellen, dass es da nicht so ist?

Mal ganz davon abgesehen, dass mir immer noch nicht ganz klar ist, wie Du sowas praktisch umsetzen willst.
thomas74 schrieb:ich persönlich finde es verantwortungslos
Kinderkriegen ist in vielen Konstellationen verantwortungslos, meiner Meinung nach jedenfalls. Nicht nur dann, wenn der Nachwuchs behindert zu Welt kommen koennte.


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21.12.2016 um 10:47
@Alari
Alari schrieb:Kinderkriegen ist in vielen Konstellationen verantwortungslos, meiner Meinung nach jedenfalls. Nicht nur dann, wenn der Nachwuchs behindert zu Welt kommen koennte
Dem ist wirklich nichts hinzuzufügen, für manche Hunde muß man schon einen "Hundeführerschein" machen, aber Kinder darf jeder zeugen.

Ausdrücklich möchte ich aufgrund vieler, die gerne einen Post falsch verstehen möchten, darauf hinweisen das ich niemanden das Kinderkriegen verbieten möchte, das ich mir aber durchaus einen verantwortungsvolleren Umgang wünsche.


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21.12.2016 um 11:00
@thomas74
Das Problem, wenn man anfaengt, ueber Verbote zu diskutieren, wie eben bei einer Inzestbeziehung, ist ja genau das: wo soll man den Strich ziehen? Wem soll man das Kinderkriegen verbieten duerfen und wem nicht, und mit genau welcher Begruendung?


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21.12.2016 um 11:09
@9Alari
Selbst eine Diskussion verbietet sich ja fast schon, wir sind ja alle Menschen mit Fehlern, also darf sich keiner über einen anderen stellen.
.-
Wenn wir alle ehrlich sind, sind wir alle ein bisschen arrogant, wie oft sagen wir der oder die ist aber blöd ... :-)

Freiheit ist neben Gesundheit das höchste Gut, wir sollten sie nur da beschneiden wo sie anfängt andere in ihrer Freiheit zu beschneiden. Und diese Minimalanforderung ist schon nicht mehr zu meistern.

Sich jedenfalls in ein Sexualleben einzumischen ist nur bei Vergewaltigung, Kindesmissbrauch und Tiermissbrauch zulässig. Was unabhängige erwachsene Menschen treiben hat niemand außer sie selbst etwas anzugehen


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21.12.2016 um 12:32
thomas74 schrieb:Was unabhängige erwachsene Menschen treiben hat niemand außer sie selbst etwas anzugehen
Eben. Es ist noch gar nicht allzu lange her, da wurden homosexuelle Beziehungen als derart gesellschaftsschädlich und moralvernichtend gesehen, dass sie verboten waren. Und zwar nur aus dem einen Grund, dass es etwas ist, das man halt nicht macht.

Inzestuöse Beziehungen sind problematisch, wenn ein familientypisches Macht- oder Abhängigkeitsgefälle ausgenutzt wird. Also wenn die "Teilnahme" an einer solchen Beziehung nicht in einem Maße freiwillig ist, wie es bei einer beliebigen anderen Konstellation der Fall wäre.

Es gibt daher nicht den geringsten Grund, Sex unter einwilligungsfähigen Personen zu verbieten, weil Sie verwandt sind.

Die Frage der Fortpflanzung - selbst wenn man das entgegen eugenischer Argumentationsproblematiken als bedenklich bewertet - ist eine andere. Verhütung ist ja vergleichsweise leicht zu bewerkstelligen, so dass man in heutiger Zeit zwischen einer sexuellen Beziehung und der Fortpflanzung aus dieser Beziehung durchaus trennen kann. Im Grunde betrifft das bisherige Verbot nur die Fortpflanzung, sanktioniert aber schon den Sex (genaugenommen auch nur bestimmte Praktiken, was noch hanebüchener ist).

Ich persönlich finde die Vorstellung, innerhalb der engen Familie Sex zu haben, als unangenehm. Aber wie Du richtig sagst, das darf ja kein Maßstab dafür sein, was andere einwilligungsfähige Erwachsene darüber denken.


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21.12.2016 um 12:42
@kleinundgrün
Das kann ich vollumfänglich unterschreiben.
Moral ist, manchmal zu recht, manchmal leider einem Wandel unterworfen. Gerade die Homosexualität ist ein gutes Beispiel. Für mich genau so wenig attraktiv wie Inzest, aber das ist kein Maßstab.

Die Anstrengungen der Gesellschaft sollten noch mehr, oder auch wieder, in Richtung Bildung gehen, da könnte sich der größte Erfolg eines höheren Verantwortungsbewusstseins einstellen.


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21.12.2016 um 12:44
@thomas74
Die Bildung hat allerdings den eindeutigen Nachteil, dass zum Erlangen eben dieser ein grosser Anteil Freiwilligkeit gehoert!


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21.12.2016 um 13:01
@Alari
Ja. Die Gesellschaft kann (und muss eben auch) Bildungsangebote bereit stellen, die für alle gleichermaßen leicht zugänglich sind.

Aber diese dann auch anzunehmen wird in ausreichend vielen Fällen scheitern.


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21.12.2016 um 14:44
@kleinundgrün
@Alari

Stimmt zur Freiheit gehört auch die Verantwortung sorgfältig mit ihr umzugehen. Es gibt ja zum Glück eine Schulpflicht. Ich hoffe einfach auf tolle Lehrer die es verstehen Neugier bei den Kindern zu wecken. Neugier ist eine gute Triebfeder sich zu bilden


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