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Wie sollen sich Atheisten verhalten?

857 Beiträge, Schlüsselwörter: Kritik, Atheismus

Wie sollen sich Atheisten verhalten?

17.08.2013 um 22:56
@hallo-ho
hallo-ho schrieb:Was einen Gläubigen unterscheidet, ist, dass er auch Liebe und Vertrauen in Bezug auf Gott empfinden kann.
Dann habe ich Dich da falsch interpretiert. Vergiss die Frage.
hallo-ho schrieb:Es gibt aber durchaus auch Fälle, wo Leute komplett ohne Religion aufwachsen, also nicht religiös sozialisiert werden und irgendwann im Leben eine Religion annehmen. Ich meine jetzt bewusst und freiwillig, wie z.B. Madleine Delbrel.
Mit Sozialisation meinte ich auch das gesamte Umfeld, welches z.B. im Frankreich des frühen 20. Jhds nicht unwesentlich christlich gewesen ist. Überrascht hätte es mich wenn die von Dir als Beispiel ausgesuchte Frau plötzlich Ihre Überzeugung kundgetan hätte, das polynesiche Mana sei Ihr zentrales Glaubenselement, ohne vorher davon gehört zu haben. ;)


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Wie sollen sich Atheisten verhalten?

17.08.2013 um 23:05
Wir müssen natürlich Einfluss auf die Gläubigen ausüben. Mit Missionierung, Gewalt, Intoleranz und Sondergerichten. Denn das hat sich historisch als richtig und wirksam erwiesen.


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Wie sollen sich Atheisten verhalten?

17.08.2013 um 23:24
@Zotteltier
Zotteltier schrieb:Überrascht hätte es mich wenn die von Dir als Beispiel ausgesuchte Frau plötzlich Ihre Überzeugung kundgetan hätte, das polynesiche Mana sei Ihr zentrales Glaubenselement, ohne vorher davon gehört zu haben.
Ich bin mir, wie du, relativ sicher, dass sowas nicht passieren wird ;)


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Wie sollen sich Atheisten verhalten?

18.08.2013 um 21:46
@hallo-ho schrieb:
Ich bin mir, wie du, relativ sicher, dass sowas nicht passieren wird
Eben!
Aber das wäre doch mal was! ^^


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Wie sollen sich Atheisten verhalten?

19.08.2013 um 08:15
@Lepus @Zotteltier

Ich hab schon paar Mal darauf hingewiesen, dass ich mit Wundern und empirischen Beweisen nicht dienen kann und es auch gar nicht will :)

Zu euren Antworten:

In der Bibel selbst gibt es durchaus Offenbarungsgeschichten (daher die Bezeichnung "Offenbarungsreligion", z.B. der brennende Dornbusch, der nicht verbrennt; die drei Männer, die Abraham besuchen kommen, was vom Christentum später als Besuch der Trinität interpretiert wurde, im NT das Wirken Jesu Christi; u.a.). Die kann man glauben oder nicht.

Auch, wenn es weltweit Atheisten und Agnostiker gibt, gibt es weltweit auch viele Theisten.
Bezogen auf die, die aus Überzeugung glauben (nicht die, die es aus Zwang oder unreflektierter Gewohnheit tun): Woher kommt ihre Fähigkeit und Bereitschaft zu glauben, also diese Disposition? M.M. nach ist es zu oberflächlich, das nur mit Sozialisation oder Einbildung abzutun. Feuerbachs Projektionstheorie kann hier greifen, wobei auch die keinen Beweis liefert bzw. anfechtbar ist.


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emanon
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Wie sollen sich Atheisten verhalten?

19.08.2013 um 09:33
@hallo-ho
Mit Göttern verstopfen die Menschen (die es benötigen) die Löcher in ihren Hirnen und Herzen.
Gabs früher für alles Unerklärliche einen Gott, so wurde der Raum für die Götter mit steigendem Wissen der Menschen immer kleiner.
Gottes Domäne ist momentan eigentlich nur das Versprechen eines Weiterlebens nach dem Tode, wobei es seit Jahrtausenden keine Belege dafür gibt, dass das Versprechen jemals eingelöst wurde.
Ist wie Lotto, ohne zu wissen ob die Gewinne überhaupt ausgezahlt werden.


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Wie sollen sich Atheisten verhalten?

19.08.2013 um 09:44
emanon schrieb:Mit Göttern verstopfen die Menschen (die es benötigen) die Löcher in ihren Hirnen und Herzen.
Ich brauch im Winter, im Gegensatz zu vielen anderen Menschen, keine Mütze. Sind jetzt deswegen alle Menschen, die eine Mütze brauchen, Versager, die mit dem Winter nicht klarkommen?

Man kann Vertrauen entwicklen oder nicht. Man kann mit biblischen Texten etwas anfangen oder nicht. Man kann eine materialistische (im philosophischen Sinn) Einstellung haben oder eine idealistische (im philosophichen, nicht moralischen Sinn).

Solange man nicht die Einstellung hat "Ich bin was Besseres, weil ich glaube/nicht glaube" seh ich absolut kein Problem.
emanon schrieb:Gabs früher für alles Unerklärliche einen Gott, so wurde der Raum für die Götter mit steigendem Wissen der Menschen immer kleiner.
Nicht zwangsläufig. Es gibt durchaus Wissenschaftler und wissenschaftliche Laien, die Aussagen tätigen in der Art "Je mehr ich weiß, desto faszinierter bin ich und desto mehr kann ich an Gott glauben." Und es gibt Wissenschaftler, deren Glauben mehr und mehr schwindet, je mehr sie wissen.

Es gibt nichts, was es nicht gibt. Ich versteh nur nicht, warum man das bei anderen werten muss. Dass versteh ich weder bei Theisten noch bei Atheisten.

Von dem allen abgesehen, @emanon: Du zeigst mit deinen Aussagen, dass du nachgedacht und eine Entscheidung für dich und dein Leben getroffen hast. Ich kann deine Gründe z.T. nachvollziehen, aber sie überzeugen mich nicht so, dass ich deswegen mein Leben umkrempel. Umgekehrt überzeugen dich meine Ausführungen nicht so, dass du dein Leben ändern wirst. Und weißt du was? Das müssen wir beide auch gar nicht!


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emanon
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Wie sollen sich Atheisten verhalten?

19.08.2013 um 09:54
Ich will dich nicht bekehren bzw. oder dich dazu bringen deinem Gott abzuschwören. Sollten meine Posts so rübergekommen sein, so bitte ich meine unglücklichen Formulierungen zu entschuldigen.
Ich seh da für mich keinen Missionierungsauftrag.
Ich stelle meine Meinung zur Diskussion, mehr nicht.
Glauben ist nicht diskutabel.
Mir ging es darum eine mögliche Antwort auf deine Frage zu geben
hallo-ho schrieb:Woher kommt ihre Fähigkeit und Bereitschaft zu glauben, also diese Disposition? M.M. nach ist es zu oberflächlich, das nur mit Sozialisation oder Einbildung abzutun.
Ich halte die von mir aufgeführten Löcher in Hirn und Herz durchaus für einen starken Grund an ein übergeordnetes Wesen, dem man alles in die Schuhe schieben kann, zu glauben.


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Wie sollen sich Atheisten verhalten?

19.08.2013 um 09:57
@emanon
Sorry meinerseits. Auch ich möchte niemanden bekehren, sondern bin an einen Austausch interessiert, der übrigens sehr interessant ist. Gerade du stellst auch oft tolle Fragen.

Was meinst du genau mit Wesen, dem man alles in die Schuhe schieben kann?


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emanon
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Wie sollen sich Atheisten verhalten?

19.08.2013 um 10:13
@hallo-ho
hallo-ho schrieb:Was meinst du genau mit Wesen, dem man alles in die Schuhe schieben kann?
Einfach alles, was momentan unerklärlich oder unlösbar ist.
Wie oft hab ich schon gehört "Gottes Wege sind unergründlich..." wenn etwas zu verpacken war, was einem nicht in den Kram passte oder man etwas nicht verstehen konnte oder auch "Gottes Mühlen mahlen langsam.." wenn etwas dem eigenen Wunsch zuwider lief und man sich trösten wollte, dass eventuell zu einer späteren Zeit von einer höheren Instanz anders entschieden würde.
Die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod, die Hoffnung dass dann alles besser ist ect. benötigt zwingend ein Wesen (oder was auch immer) das nicht den menschlichen Beschränkungen unterworfen ist und über unbegrenzte Möglichkeiten verfügt.
So erscheint es mir logisch, dass die Menschen halt jenes Wesen erschufen und ihm die unterschiedlichsten Namen gaben.


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Wie sollen sich Atheisten verhalten?

19.08.2013 um 10:31
@emanon
Ja, das deckt sich ziemlich mit Feuerbachs Projektionstheorie.

Das, was du beschreibst, kenne ich gut. Und ehrlich gesagt - mir hilft es bisweilen schon, dass ich im Moment nicht alles verstehen muss (und auch gar nicht kann), aber dass letztlich irgendein tieferer Sinn dahinter steckt oder zumindest stecken könnte. Ich bin in diesem Fall ein "Mützenträger", um beim Vergleich zu bleiben.

Du sprichst ja auch eschatologische Dinge an (Gottes Mühlen mahlen langsam, d.h. irgendwann kriegt jeder sein Fett weg, so ist das gemeint, oder?). Ich habe die Hoffnung, dass nicht jeder mal sein Fett wegkriegt, sondern dass wir irgendwann in der Lage sind, uns gegenseitig zu verstehen und zu vergeben und so unseren Frieden finden.
Die Hoffnung (...) benötigt zwingend ein Wesen (oder was auch immer) das nicht den menschlichen Beschränkungen unterworfen ist und über unbegrenzte Möglichkeiten erfügt.
Um bei Feuerbach zu bleiben: Knapp und vereinfacht gesagt, er kritisiert, dass Menschen die Erfahrung ihres Mangels aber auch ihre Bedürfnisse auf ein Wesen projizieren. Durch diese Projektion muss es aber keinesfalls existieren. Und ab dieser Stelle drehen wir uns im Kreis: Diese Projektion ist auch kein Beweis, dass dieses Wesen nicht existiert. Die Veranlagung, an dieses Wesen zu glauben, ist aber grundsätzlich gebeben. Wenn ich Hunger hab, muss nicht zwangsläufig etwas im Kühlschrank sein, aber die Tatsache, dass ich Hunger hab, schließt auch nicht aus, dass Nahrung vorhanden ist.

Was ich persönlich kritisch finde (ich weiß nicht, ob du nicht auch eher auf so ein Verhalten anspielst): Wenn man passiv wird und sich vertrösten lässt (da wären wir wieder bei Marx und seinem Opium des Volks): Wenn ich nichts mehr tue außer selbstmitleidig rumjammern und frömmelnd auf Gott verweise... In der Art "Man kann eh nix tun und es ist ja alles so schlimm und ich versteh das alles nicht aber eines Tages, spätestens wenn ich tot bin, dann bla bla..."

Wie gehst du mit Dingen um, die dir absolut unbegreiflich sind oder mit harten Schicksalsschlägen?


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emanon
ehemaliges Mitglied

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Wie sollen sich Atheisten verhalten?

19.08.2013 um 10:44
@hallo-ho
Ich kann mit den (Wissens)löchern ganz gut leben, ich bin stabil genug um nicht jederzeit für alles eine Erklärung (und sei es auch (nur) ein Gott) haben zu müssen.
Als Beispiel mal die Zeit vor dem Urknall.

Die Schicksalsschläge treffen mich genauso wie einen Gläubigen und ich habe natürlich auch mit den Folgen zu kämpfen. Ich "weiss" aber, dass es zum Leben dazugehört und akzeptiere es.
Nehmen wir den Todesfall eines lieben Menschen.
Ich glaube halt, dass der Tote tot ist :D und demnach weder Schmerz noch sonstige Empfindungen haben kann, sein Leben ist vorbei.
Der Gläubige dagegen kann sich mit der Hoffnung trösten, dass der geliebte Mensch im Paradies ist, muss aber mit der Ungewissheit leben, dass er auch woanders gelandet sein könnte.


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Wie sollen sich Atheisten verhalten?

19.08.2013 um 10:54
emanon schrieb:Ich "weiss" aber, dass es zum Leben dazugehört und akzeptiere es.
Das tu ich auch.

Als Beispiel mal die Zeit vor dem Urknall.

Als Luther gefragt wurde, was Gott vor der Schöpfung (oder Urknall) gemacht hat, soll er geantwortet haben: "Ruten geschnitzt für Leute, die solche Fragen stellen"
Auch Religion beantwortet nicht alles. :)

Danke für deine Erklärung, ich kann dich besser verstehen.


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