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Mordfall Heike Wunderlich DDR 1987

124 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, DDR, Aktenzeichen Xy, Sachsen, 1987, Moped, Heike Wunderlich, Plauen

Mordfall Heike Wunderlich DDR 1987

31.08.2017 um 22:08
Zitat von Gartenbauer
Gartenbauer
schrieb:
Der Verdeutlichung halber werde ich nun versuchen die gewichtigsten Indizien aufzulisten:
Noch ein Indiz:

- der Verurteilte wohnte zur fraglichen Zeit vor Ort, also ist ihm die Tat möglich gewesen.

Am Anfang war ich auch skeptisch, ob "nur die DNA" für eine Verurteilung ausreicht, ebenso wie mich ein Freispruch trotz DNA recht unbefriedigt gelassen hätte. Aber in der Summe war das doch eine recht klare Sache.



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Mordfall Heike Wunderlich DDR 1987

31.08.2017 um 22:13
Als Täter kann man sich nie sicher sein, doch noch gefast zu werden und wenn es nach 30 Jahren erst ist, und das ist auch gut so.



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Mordfall Heike Wunderlich DDR 1987

01.09.2017 um 00:28
@Mr.Stielz

Stimmt, danke dir. Dieses Indiz hatte ich ganz vergessen, doch spielt es eine große Rolle.

Auch ein weiteres schweres Indiz kann noch hinzugefügt werden:

- ein Vergewaltigungsopfer und EX-Freundin von Helmut S., die sich mittlerweile zum Mann umoperieren ließ, sagte aus, dass Helmut S. Trophäen von Heike besitzt/besaß:


Bei einer Vernehmung der Kripo nach der Festnahme des Mörders wurde Patrick E. ein Foto von Heike gezeigt. Er erkannte es wieder!

„Er hatte damals das Foto in einem Schuhkarton, zeigte es mir“, so Patrick E.
Der Hammer: Das Foto – es war das Bild aus Heikes Personalausweis, den Heike an ihrem Todestag dabei hatte – der aber nie gefunden wurde...



http://www.bild.de/regional/chemnitz/mord/angeklagter-versteckte-foto-seines-opfers-51474620.bild.html



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Mordfall Heike Wunderlich DDR 1987

17.12.2018 um 12:57
Ich bin gerade im Allmy-Archiv auf diesen Fall gestoßen. Der letzte Post hier war zu der Zeit, als das Verfahren gegen den Angeklagten gerade lief. Ich habe mal gegoogelt, wie der Falls ausgegangen ist und stelle mal Links ein:

https://www.welt.de/vermischtes/article168142300/Lebenslang-fuer-den-Mann-der-sein-Verbrechen-komplett-vergass.html

In diesem Link geht es um die Verurteilung des Angeklagten zu lebenslänglicher Freiheitsstrafe. Dem Tonus des Artikels nach empfinde ich die Verurteilung als nicht wirklich befriedigend. Der Angeklagte ist nicht mehr in der Lage, sich in irgendeiner Weiße zu den Vorwürfen zu äußern. Einziges direktes Indiz ist wohl die DNA-Spur um Knoten des BHs, mit dem Heike Wunderlich erdrosselt wurde, sonst nichts. Es wurden wohl weitere 2 Spermien-Spuren in der Hose gefunden werden, aber nicht abschließend geklärt werden, wie sie da hinkommen. Ich möchte jetzt nicht so weit gehen und den Verurteilten als unschuldig zu bezeichnen, das kann ich nicht beurteilen. Lediglich empfinde ich die Verurteilung nicht als befriedigend lückenlos. Ich hoffe dennoch, dass der richtige sitzt.

https://www.focus.de/panorama/welt/mordfall-heike-wunderlich-gericht-bestaetigt-der-letzte-ddr-frauenmoerder-muss-fuer-i...

Hier noch ein Artikel, nach dem die Revision abgeschmettert wurde und das Urteil aufrecht erhalten bleibt.


Was ich auch interessant finde, dass das Urteil nach damals geltendem DDR-Recht verhängt wurde. Vermutlich nicht der erste solche Fall, allerdings der erste, von dem ich so lese.



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Mordfall Heike Wunderlich DDR 1987

08.02.2019 um 23:22
Zitat von FräuleinTong
FräuleinTong
schrieb am 17.12.2018:
Was ich auch interessant finde, dass das Urteil nach damals geltendem DDR-Recht verhängt wurde.
Nach welchem denn sonst? Man kann keine Gesetze anwenden, die zum Zeitpunkt der Tat nicht gegolten haben.

Nur in absoluten Ausnahmefällen ist das möglich, z.B. wenn das damalige Gesetz "unerträglich ungerecht" erscheint oder gar nicht nach Gerechtigkeit strebte, denn dann ist es gar kein Recht. Siehe Radbruch’sche Formel



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