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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

16.705 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, 2020, Frankfurt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Birgit A. aus Lohmar

Der Fall Birgit A. aus Lohmar

23.08.2026 um 18:12
Falls sich nichts an der Sachlage geändert haben sollte, gelten die Warnbeiträge nach wie vor.

Beitrag von der_wicht (Seite 679)
POL-PPKO: SOKO Hahn: Birgit Ameis wurde Opfer eines Gewaltverbrechens!
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/117715/4881533

Die Suizidtheorie endet hier.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

23.08.2026 um 20:12
Eine Tathergangstheorie, die es laut Staatsanwalt gibt, macht beim Thema Suizid auch wenig Sinn.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

23.08.2026 um 20:18
Die Auffindesituation war ja auch so, dass ein einzelner Mann mit einem PKW eine Frau der Statur noch ein Stück in den Wald tragen und einigermaßen versteckt ablegen konnte. Ideal war es nicht, was man daran merkte, dass Jogger den Verwesungsgeruch wahrnahmen.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

24.08.2026 um 21:20
Zitat von SchlafwandlerSchlafwandler schrieb:Aber in einem Versuch, ein wenig systematisch zu sein, noch einmal zum Ausgangspunkt: Was war das erste, von der Norm (Heimfahrt nach der Schicht am Flughafen) abweichende Ereignis in diesem Fall?

- Es war die Fahrt zu dem nahegelegenen Parkplatz, das Abstellen des Autos auf demselben und das Verlassen des Autos ohne Handy und in einer für einen längeren Aufenthalt im Äußeren auffallend dünnen Kleidung.
Zitat von SchlafwandlerSchlafwandler schrieb:Warum stand das Auto auf dem Parkplatz? Warum verließ Birgit Ameis für die Witterung eigentlich zu leicht bekleidet und ohne Geldbörse? Die Antwort auf diese beiden Fragen würde das Rätsel möglicherweise lösen.
Versuchen wir einmal, diesen Faden etwas weiterzuspinnen.

Wir gehen davon aus, dass Birgit Ameis selbstbestimmt und ohne Zwang das Auto auf den Parkplatz stellte und das Auto ohne Handy und Geldbörse, aber mit dem Autoschlüssel und der roten Box verließ.

Warum?

Die einzige Erklärung, die meines Erachtens naheliegt, lautet: Um dort jemanden zu treffen. Das Handy und die Geldbörse im Auto sowie die luftige Kleidung legen die Vermutung nahe, dass diese Person in der Nähe sein musste - entweder wohnte sie in der Nähe oder sie befand sich in einem Auto in der Nähe. (Ich würde eher das Auto vermuten.)

Was war der Sinn des Treffens?

Hier könnte die rote Box im Zusammenhang mit der Tatsache, dass sie ihre Tätigkeit auf dem Flughafen beenden wollte, helfen. Sie wollte dieser Person entweder etwas geben, was sich in der Box befand oder die Person wollte ihr etwas geben, das Platz in der Box gefunden hätte. (Es wäre auch Beides möglich).

Wir wurde das Treffen vereinbart, wenn man auf dem Handy nichts fand? (Vor geraumer Zeit wurde die Möglichkeit diskutiert, ob sie ein Zweithandy hatte, von dem die meisten Menschen in ihrem Umfeld nichts wussten. Das würde auf ein Doppelleben schließen, aber mir geht es darum zu zeigen, dass man diese Annahme nicht zwingend benötigt. Ich will ihr das nicht einfach unterstellen.)

Die Person konnte eine berufliche Bekanntschaft sein, die auch auf dem Flughafen arbeitete oder die ihr während ihrer Jahre in dem Job in einem der Orte in der Umgebung begegnet ist. Ebenso konnten die zur Übergabe bestimmten Gegenstände völlig harmlos gewesen sein, z. B. Bücher.

Was ist dann passiert?

Das wissen wir nicht genau, aber feststeht, dass sie von dieser Begegnung nicht mehr zu ihrem Auto zurückkehrte. Wenn wir, solange wir nichts Genaueres wissen, einfach einmal annehmen, dass die Person, die sie traf, die Person war, die ihre Leiche in den Wald brachte, war diese Person ein Mann (sofern wir nicht annehmen, dass ihre Leiche von mehreren Personen transportiert wurde).

Wie kam Birgit Ameis zu Tode?

Ich frage mich, ob dieser Mann, der bis dahin vielleicht nur ein Bekannter war, die Gelegenheit des letzten Treffens nutzen wollte, um mehr von ihr zu wollen und es kam zu einer Eskalation. Wir haben dafür keinerlei Beweis, aber solche Fälle hat es gegeben, und aus irgendeinem Grund ist Birgit Ameis ja schließlich zu Tode gekommen. Es muss sich keineswegs um eine geplante Tötung gehandelt haben, es wäre auch ein Unfall oder Körperverletzung mit Todesfolge denkbar.

Das Nachtatverhalten spricht nicht unbedingt für einen kaltblütigen Mörder. Wenn die von der Polizei am Tatort gefundenen Spuren vom Täter stammen - wohlgemerkt ist sich die Polizei laut dem weiter oben abgebildeten Plakat dessen nicht sicher -, wäre dies ebenso ein Beleg für mangelnde Kaltblütigkeit wie die in der Nähe des Tatorts gefundenen Gegenstände - von denen aber laut Polizei ebenfalls nicht sicher ist, dass sie vom Täter stammten. Und letztlich hat der Täter Glück gehabt. Wäre die Leiche als Folge des Geruchs früher entdeckt worden, wüsste man vermutlich deutlich mehr über die Vorgänge.

Zum Schluss eine reine Vermutung, aber da könnten sich Profiler kompetenter zu äußern: Wenn dieser Mann nicht aus familiären Gründen an die Region gebunden ist, wird er sie verlassen haben.

Voilà - ein Szenario, nicht mehr, nicht weniger. (Es gäbe noch ein ganz anderes, aber ein Teilnehmer, der es vor ein paar Jahren offenkundig mit Insiderwissen andeutete, zog sich zurück, nachdem die Hinweise gelöscht wurden. Vielleicht erinnern sich noch ein paar Veteranen.)


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

24.08.2026 um 21:50
Zitat von SchlafwandlerSchlafwandler schrieb:Ich frage mich, ob dieser Mann, der bis dahin vielleicht nur ein Bekannter war, die Gelegenheit des letzten Treffens nutzen wollte, um mehr von ihr zu wollen und es kam zu einer Eskalation.
Dann müsste es aber entweder auf dem Parkplatz zu einem Kampf oder mindestens einem Gerangel gekommen sein. Denkbar, aber wie wahrscheinlich ist das? Es wäre ein sehr großes Risiko für den Täter gewesen weil er Sichtzeugen nicht ausschließen kann und B. A. um Hilfe rufen könnte.
Die Polizei hat keine Kampfspuren auf dem Parkplatz entdeckt. Wobei das ein schwaches Argument ist, denn es muss nicht zwangsläufig auffällige Spuren geben und obendrein wurde das Auto erst Tage später entdeckt.

Oder B. A. müsste freiwillig in das Fahrzeug des Täters umgestiegen sein. Dann wäre die Frage aber: warum trifft man sich auf dem Parkplatz? Es wäre doch naheliegender gewesen wenn sie dann direkt zum eigentlichen Ziel gefahren und von dort nach Hause aufgebrochen wäre. Oder sie wäre mit ihrem Auto hinter jemandem hergefahren. Aber wozu in ein anderes Fahrzeug steigen, wegfahren, wodurch man später wieder hierher zurückkehren muss, dann aber keine adäquate Bekleidung und kein Handy mitnehmen?

Insofern scheint mir die erste Variante etwas wahrscheinlicher, also dass B. A. beispielsweise überraschend in ein Auto gestoßen wurde. Kein Kampf, keine große Gegenwehr, es geht ganz schnell und bevor B. A. sich wehren konnte war’s schon zu spät.

Das würde wohl am ehesten für ein Täterfahrzeug mit seitlicher Schiebetür und geschlossenem Heckbereich (keine Verglasung) sprechen. Man steht an der Tür, der Täter stößt sie ins Auto, Tür zu und weg…

Die Frage wäre dann: wie ging es weiter? Was wollte der Täter von B. A. und wohin ist er mit ihr gefahren?


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.08.2026 um 00:04
Zitat von SchlafwandlerSchlafwandler schrieb:Wir gehen davon aus, dass Birgit Ameis selbstbestimmt und ohne Zwang das Auto auf den Parkplatz stellte und das Auto ohne Handy und Geldbörse, aber mit dem Autoschlüssel und der roten Box verließ.
Nein, davon gehe ich überhaupt nicht aus. Dass sie die rote Box mitgenommen haben soll, hat sich hier im Thread verselbstständigt. Es ist vollständig unklar, was mit dieser Box geschehen ist. Sie hatte eine Box, in der sie "immer" ihre Lebensmittel transportierte. Der Bruder sah die Box am Vorabend noch, und als man dann das Auto fand, war sie nicht mehr bei ihrem Gepäck. Das ist alles, was wir wissen, und die Polizei weiß anscheinend auch nicht viel mehr, denn auf diesem hilflosen Schild bei Büchenbeuren, auf dem Teile einer solchen Box, die dort gefunden wurde, abgebildet sind, steht, es sei "ganz unklar", ob die Box etwas mit Frau Ameis zu tun habe.
Zitat von SchlafwandlerSchlafwandler schrieb:Ebenso konnten die zur Übergabe bestimmten Gegenstände völlig harmlos gewesen sein, z. B. Bücher.
o.k. Bücher hatten wir bisher noch nicht. Ostergras, frische Eier, Geflügel oder Rehkitze waren schon im Angebot. Und der Eiermann resp. entfernte Bekannte oder Bücherfreund brachte BA dann kurzerhand einfach um. Wo bleibt das Motiv.
Das Problem ist, wir versuchen ständig, lauter Widersprüchlichkeiten unter einen Hut zu bringen, und dann kommen eben solche phantasievollen Szenarien dabei raus. Ich denke, uns (und den Ermittlern vermutlich ebenso) fehlt ein entscheidendes Puzzelteil, irgendeine Verbindung. Und so lange die nicht offen gelegt werden kann, ist der Fall wohl leider nicht lösbar. Eigentlich glaube ich nur noch an einen Zufall.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.08.2026 um 06:22
Zitat von TritonusTritonus schrieb:Nein, davon gehe ich überhaupt nicht aus.
Zumal man zudem nicht davon ausgehen kann, dass Frau A. "selbstbestimmt und ohne Zwang", wie @Schlafwandler sich ausdrückt, ihren Renault auf den Parkplatz am Gemeindehaus gelenkt hat.

Selbst wenn man aufgrund der Spurenlage davon ausgeht, dass sie selbst am Steuer gesessen hat, ist uns doch ihr Beweggrund, dort hinzufahren, und ihr Auto rückwärts einzuparken, vollständig unbekannt.
Zitat von TritonusTritonus schrieb:o.k. Bücher hatten wir bisher noch nicht.
Ja, ein ähnlicher Gedanke ging mir dabei auch durch den Kopf.
Zitat von TritonusTritonus schrieb:Ich denke, uns (und den Ermittlern vermutlich ebenso) fehlt ein entscheidendes Puzzelteil, irgendeine Verbindung.
Und dieses Puzzleteil könnte ja durchaus auch darin bestehen, dass Frau A. durch einen uns unbekannten Umstand veranlasst oder gar gezwungen wurde, sich am Gemeindeparkplatz samt Auto einzufinden.

Da es sich dabei um eines ihrer letzten Lebenszeichen gehandelt haben könnte, falls sie kurz darauf zu Tode gekommen ist, finde ich Beweggründe wie Panik, Druck oder Zwang nicht völlig unwahrscheinlich.

Also vielleicht doch eher Fremd-, denn Selbstbestimmung.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.08.2026 um 07:31
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Zumal man zudem nicht davon ausgehen kann, dass Frau A. "selbstbestimmt und ohne Zwang", wie @Schlafwandler sich ausdrückt, ihren Renault auf den Parkplatz am Gemeindehaus gelenkt hat.

Selbst wenn man aufgrund der Spurenlage davon ausgeht, dass sie selbst am Steuer gesessen hat, ist uns doch ihr Beweggrund, dort hinzufahren, und ihr Auto rückwärts einzuparken, vollständig unbekannt.
Richtig. Nur weil offenkundig wohl niemand neben ihr gesessen und ihr eine Pistole an den Kopf gehalten hat, kann sie ja trotzdem unter Zwang gehandelt haben.
Zitat von TritonusTritonus schrieb:o.k. Bücher hatten wir bisher noch nicht.
Zumal die dann ja auch fehlen müssten. Wenn sie, was ja durchaus denkbar wäre, Bücher im Apartment hatte, wäre doch wohl aufgefallen, dass die fehlten. Und gerade wenn man davon ausgeht, dass es mehrere waren (sonst hätte sie ja keine Box gebraucht), wäre das doch bemerkt worden. Dass ihr jetzt irgendein Unbekannter Bücher schenken wollte "damit sie im Ruhestand was zu lesen hat" - das ist dann genauso wahrscheinlich oder unwahrscheinlich wie alles andere.
Zitat von TritonusTritonus schrieb:Dass sie die rote Box mitgenommen haben soll, hat sich hier im Thread verselbstständigt. Es ist vollständig unklar, was mit dieser Box geschehen ist. Sie hatte eine Box, in der sie "immer" ihre Lebensmittel transportierte. Der Bruder sah die Box am Vorabend noch, und als man dann das Auto fand, war sie nicht mehr bei ihrem Gepäck. Das ist alles, was wir wissen, und die Polizei weiß anscheinend auch nicht viel mehr, denn auf diesem hilflosen Schild bei Büchenbeuren, auf dem Teile einer solchen Box, die dort gefunden wurde, abgebildet sind, steht, es sei "ganz unklar", ob die Box etwas mit Frau Ameis zu tun habe.
Tja, das will hier aber niemand hören. Statt dessen wird immer wieder krampfhaft versucht, alle Dinge die irgendwo mal erwähnt wurden, von der Box im Wald, dem Handschuh und dem Autoschwamm bis hin zur vermeintlichen Vogelfalle irgendwie auf Teufel komm raus in die Geschichte einzubauen.

Was ja auch verständlich ist: Man mag halt nicht gerne die wenigen Dinge die man kennt, auch noch "dezimieren" indem man annimmt, dass dieses oder jenes halt nichts mit dem Fall zu tun hat.

Aber nur weil die Ermittler es mal erwähnt habe, muss das nicht zwangsläufig relevant sein.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.08.2026 um 08:17
Bei mit bleiben weiterhin folgende Auffälligkeiten :

1. BA absolvierte wohl die letzten Schichttage und das Unglück geschah erst nach der letzte Nachtschicht.

2. Vermutlich war es gar die letzte Schicht überhaupt, da ab dem 1.5. ein neue Dienstleister die Tätigkeiten übernahm

3. BA wollte aufgrund der anstehenden Geburt der Enkel dienstlich kürzer treten. Demnach gab es wohl auch eine Änderung ihres Arbeitsvertrages.
Die zukünftige Arbeitsstätte wurde nie genannt.

Ob damit ein Zusammenhang besteht weiß ich nicht, ich finde es nur auffällig.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.08.2026 um 08:25
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Statt dessen wird immer wieder krampfhaft versucht, alle Dinge die irgendwo mal erwähnt wurden, von der Box im Wald, dem Handschuh und dem Autoschwamm bis hin zur vermeintlichen Vogelfalle irgendwie auf Teufel komm raus in die Geschichte einzubauen.
Ja, verstanden.

Als Gegenargument müsste man ins Feld führen, dass es sich bei den genannten Gegebenheiten eben um just die Dinge handelt, die von der Polizei ausgewählt wurden, um sie der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Ich gehe jede Wette ein, dass die Damen und Herren Ermittler eine umfängliche Spurenakte angelegt haben - grob geschätzt, dürften zu dem Fall Ameis, wie bei jedem vergleichbaren Fall, einige Regalmeter aller möglicher Akten existieren. Oder das Äquivalent an Computerdateien.

Einiges davon dürften endlose Tabellen mit TK-Verkehrsdaten etc. sein, anderes die Anschreiben an Flugreisende jener Tage, aber eben auch Aufzeichnungen über Spuren im klassischen Sinne. Dazu Asservate jeder Art.

Die Kripo hat aus alledem zu unterschiedlicher Zeit einen winzigen Ausschnitt zugänglich gemacht- die Kistenteile mWn erst nach dem Fund der sterblichen Überreste.

Die TCM- Handschuhe und der Autoschwamm werden nur ein Teil dessen sein, was die Polizei zwischen Wohlstandsmüll im Wald aufgesammelt hat.

Es handelt sich mithin um die Vorauswahl der Polizei (!), aus der hier Hypothesen gebildet werden. Also um Dinge, die aus deren Sicht mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit relevant für den Fall sein können.

Rehkitze, Altglas, Bio-Lammbraten, neuerdings Bücher - diese Dinge entspringen der Imagination der User hier.

Es ist mMn wichtig, beides klar zu trennen.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.08.2026 um 08:42
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Als Gegenargument müsste man ins Feld führen, dass es sich bei den genannten Gegebenheiten eben um just die Dinge handelt, die von der Polizei ausgewählt wurden, um sie der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Das ist ein wichtiger Aspekt. Es sind definitiv ausgewählte Dinge die die Polizei in einer möglichen Fallverbindung sieht. Der Oberstaatsanwalt sagte , BA hatte eine rote Kiste. Es gibt diese Kisten in unterschiedlichen Farben. Es wird eine rote Kiste gefunden. Die Polizei bewertet den Fund nach Sachlage und einer internen Gewichtung. Ein Handschuh wird gefunden. Es ist ein Frauenhandschuh. Vielleicht hat BA in ihren Kleiderfundus weitere TCM Sachen. Die Polizei macht den Fund öffentlich. So ist es auch mit dem Autoschwamm. VIelleicht hat der Ehemann einen identischen Schwamm. Natürlich können andere Menschen auch diese Dinge haben. Aber in der Vielzahl und in Verbindung mit BA betrachtet die Polizei die Sachlage anders. Das muss sie auch tun. Hinzu kommt ohne die Ermittlungen zu gefährden, Dinge zu nennen die kein Täterwissen sind. Das ist m.E immer ein schmaler Grat.

Die Ermittler nannten die Drahtgebinde am Auffindeort. Diese Nennung wurde sicherlich intern diskutiert. Die Drahtgebinde könnten durchaus dem Täter gehören. Ablageorte werden oft gezielt ausgewählt weil man sich dort auskennt. Ich denke wir sind uns einig , die Leiche wurde gezielt versteckt abgelegt. Immerhin dauerte es etwas über 5 Jahre bis die Überreste gefunden wurden. Auch hier die Frage: warum war es dem Täter so wichtig, dass die Leiche gut versteckt wird ?


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.08.2026 um 12:11
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb:Ich denke wir sind uns einig , die Leiche wurde gezielt versteckt abgelegt.
Ich sehe es so, dass die Leiche nur abseits des Weges abgelegt wurde, damit sie nicht sofort entdeckt wurde.
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb:Auch hier die Frage: warum war es dem Täter so wichtig, dass die Leiche gut versteckt wird ?
Ich kann nicht erkennen, dass die Leiche "gut versteckt" wurde.
Dass die Leiche fünfeinhalb Jahre nicht entdeckt wurde, halte ich für reinen Zufall, der einem mutmaßlichen Täter in die Karten spielt.

Der Täter musste damit rechnen, dass die Fichtenschonung begangen wird, dass Verwesungsgeruch früher oder später von Passanten oder deren Hunden gewittert wird und dass Tiere Teile der Leiche verschleppen würden und sie dann gefunden werden.

Unter einem "guten Versteck für eine Leiche" verstehe ich etwas anderes.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.08.2026 um 12:47
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Als Gegenargument müsste man ins Feld führen, dass es sich bei den genannten Gegebenheiten eben um just die Dinge handelt, die von der Polizei ausgewählt wurden, um sie der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb:Es sind definitiv ausgewählte Dinge die die Polizei in einer möglichen Fallverbindung sieht.
Und dagegen kann man wiederum einwenden, dass man möglicherweise (!) gar nicht viel hat und deshalb die wenigen Dinge (mal von Täterwissen abgesehen) rausgibt, die man überhaupt rausgeben kann.

Und (ja, ich weiß, ich bin ein böser Spielverderber) steht auf dem besagten Schild nun mal groß und deutlich: "Ob diese Gegenstände von Birgit Ameis stammen oder mit der Tat in Verbindung stehen, ist unklar."

Nur weil man es gerne hätte wird daraus keine sichere Verbindung und alles wie "Vielleicht hatte der Mann so einen Autoschwamm!" ist reine Spekulation.
Zitat von KieliusKielius schrieb:Ich sehe es so, dass die Leiche nur abseits des Weges abgelegt wurde, damit sie nicht sofort entdeckt wurde.
Genau. Dass die Leiche nicht gefunden wurde ist ein Zufall. Stichwort Verwesungsgeruch. Ganz so dumm ist das Versteck zwar nicht, aber ein wirklich "gutes" Versteck nun auch wieder nicht. Wahrscheinlich das Beste was in einer zur Verfügung stehenden Zeit machbar war.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.08.2026 um 13:13
Zitat von KieliusKielius schrieb: Ich kann nicht erkennen, dass die Leiche "gut versteckt" wurde.
Dass die Leiche fünfeinhalb Jahre nicht entdeckt wurde, halte ich für reinen Zufall, der einem mutmaßlichen Täter in die Karten spielt.
Ich stimme dir da voll zu. Für mich sieht das nach einer pragmatischen Lösung aus. Sie war soweit in den Wald getragen, wie es eine normale Einzelperson vermutlich vermag, wäre man dem Verwesungsgeruch anders nachgegangen, wäre sie viel früher entdeckt worden.
Es war keine Vorbereitung erkennbar wie z.B. bei Nicole Stindt, die vergraben war, nur nicht tief genug.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.08.2026 um 14:06
Der Ablageort der Leiche befindet sich in relativer räumlicher Nähe zu anderen Schauplätzen dieses Falls.

IMHO spricht das dafür, dass sich der Täter der sterblichen Überreste vor allem schnell entledigen wollte. Schnelligkeit und Erreichbarkeit des Ortes waren ihm vermutlich wichtiger als eine besonders geringe Entdeckungswahrscheinlichkeit.

Eine Nadelbaumschonung ist aus Tätersicht relativ gut geeignet, weil blickdichter als offenere Waldgebiete. Trotzdem erscheint es mir als „die erstbeste Möglichkeit“, die für den Täter erreichbar war.

Was die rote Box angeht: das war damals absolute Massenware. Ich weiß nicht, was sich die Polizei von der Veröffentlichung der Box erhofft. Es mag dafür Gründe geben, die wir nicht kennen.

Man könnte beispielsweise einem Täter vorgaukeln, dass man „viel hat“ um ihn zu verunsichern. Zum Bumerang wird das falls die Box nicht zu B. A. gehört und der Täter hier merkt, dass die Polizei nix Verwertbares hat und sich an jeden Müll klammert, der dort im Umfeld herumliegt.

Ich würde auch nicht ausschließen, dass hier einfach eine ziemliche Dummheit passiert ist, dass jemand die rote Box öffentlich gemacht hat obwohl eigentlich klar ist, dass deren Tatbezug nicht sicher und schwer nachweisbar ist.


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Der Fall Birgit A. aus Lohmar

25.08.2026 um 15:14
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Man könnte beispielsweise einem Täter vorgaukeln, dass man „viel hat“ um ihn zu verunsichern.
Das glaube ich eher weniger - wenn man den Täter verunsichern wollte, hätte man das, zumindest nach meiner Vorstellung, geschickter gemacht. Eben weil diese Dinge so nichtssagend sind und von so ziemlich jeder Person dort verloren worden sein können. Solange nicht wirklich klar ist, dass diese Sachen von BA stammen und das auch so kommuniziert wird ("Gegenstände aus dem Besitz des Opfers wurden am Luisenhäuschen gefunden, daher fragt die Polizei...") kann sich ein Täter immer noch zurücklehnen und denken "Jaja, wenn die Verwandten das Zeug schon nicht erkennen, wer soll das den sonst wissen, dass das von der Birgit ist?".

Und wenn die Sachen nicht von BA sind und alles nur eine Finte war, lehnt er sich sowieso zurück und denkt: "Jaja, erzählt ihr ruhig mal irgendwas von der Stelle im Wald, da bin ich nie gewesen...."

Also: Wenn ich mir etwas ausdenke, dann doch eher so, dass der Täter wirklich Angst bekommt.

Daher tendiere ich eher dazu, dass man wirklich schlicht und ergreifend nichts hat und aus lauter Verzweiflung irgendwelchen Müll abbildet, in der Hoffnung, dass es doch zufällig zum Fall gehört.


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