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Der große Veganer/Vegetarier Thread - Austausch, Fragen, Tipps und Tricks

2.067 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Gesundheit, Ernährung, Ethik ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der große Veganer/Vegetarier Thread - Austausch, Fragen, Tipps und Tricks

13.10.2026 um 20:54
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:folgende Infos
weiß man schon wieso?

weil man mit dem vielen Gemüse/Pflanzennahrung viel mehr Pestizide wie Glyphosat aufnimmt?


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13.10.2026 um 21:11
@RayWonders
Mögliche Gründe wurden genannt in den obigen Links.

@Lotte49
Interessant wäre auch zu sehen, dürfte aber schwierig sein, wie das Krebsrisiko mit der Menge an tierischen Produkten, und welchen, korreliert. Diese dürfte innerhalb der "Nichtveganer" (Vegetarier, Omnivore etc.) auch stark variieren, sofern diejenigen bei ihrer Zuordnung ehrlich sind (z.B. jemand der durchaus, aber tatsächlich sehr selten, tierische Produkte verschiedener Art konsumiert, korrekterweise unter "omnivor" fällt, wennauch der tatsächliche Konsum tierischer Produkte deutlich von jemandem abweicht der diese als Bestandteil fast jeder Mahlzeit zu sich nimmt; heutzutage gibt es dann auch viele die sich als "Flexitarier" bezeichnen, mit teils tatsächlich selten tierischen Produkten, teils sich die Sache aber doch schönreden und nur selten Mahlzeiten ohne Tierisches zu sich nehmen).

(Meine Mutter - omnivore Ernährung, tierische Produkte nicht täglich aber mehrmals pro Woche inkl. Fleisch verschiedenster Tierarten, Nichtraucher in den vergangenen 40 Jahren, moderater aber dennoch vorhandener Alkoholkonsum, zeitweise übergewichtig - hatte Brustkrebs und Darmkrebs. In dem Fall heißt "hatte" glücklicherweise: genesen. Schon deshalb gehört für mich Krebsvorsorge dazu. Alkohol, Zigaretten konsumierte und konsumiere ich nie, Gewicht immer im normalen/niedrigen Bereich; o.g. familiäre Belastung vorhanden, sowie leider in meiner Kindheit und Jugend sehr viele Röntgenaufnahmen über große Teile meines Körpers.)


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14.10.2026 um 21:00
Ich hab bei der Umstellung versucht meine Rezepte weiter zu nutzen und tierische Produkte einfach zu ersetzen. Hat ehrlich gesagt gar nicht gut funktioniert :D
Es hab dann häufiger fertige Ersatzprodukte, was ich auf Dauer aber nicht wollte.
Ich hab dann vermehrt neue Rezepte getestet, die direkt auf vegan aus zumindest vegetarisch ausgelegt waren und möchte eine Quelle mal als Anregung teilen.
Auf Youtube gibt es den Kanal "gesunde Rezepte", bin damals hängengeblieben, weil alles wirklich sehr appetitlich aussah und die meisten Rezepte auf Basis von Lebensmitteln bestehen, die ich eh kannte und auch gut bekomme (Dorf). Alle die ich bisher nachgekocht habe, sind gelungen und waren auch lecker.


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14.10.2026 um 21:12
@Motzfussel
Kann ich auch nur empfehlen. Falls noch nicht mit einbezogen bisher: Die indische Küche. Gerade für einfache hülsenfrüchtebasierte Rezepte (Dhal, Curries) solltest du die Zutaten in jedem Supermarkt finden.


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15.10.2026 um 15:30
Nachtrag:
Das
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Ich hab bei der Umstellung versucht meine Rezepte weiter zu nutzen und tierische Produkte einfach zu ersetzen. Hat ehrlich gesagt gar nicht gut funktioniert :D
mache ich allenfalls bei Rezepten die diese tierischen Zutaten nur in geringem Maße enthalten.
D.h: Ich koche z.B. vegane Varianten von Bolognese, Pizza, Eintopf... (ich nutze dann eine simple andere Zutat, keine Veggie-Wurst o.ä. - z.B. Eintopf mit Olivenöl statt tierischem Fett). Das geht m.E. gut und schmeckt mir. Auch anderweitig leichte Varianten, z.B. sehr wohl weiterhin Pesto, aber ohne Käse.
Milchiges ist sowieso nicht mein Ding; allenfalls mal Sojasahne oder pürierte Nüsse für Pilze in cremiger Sauce.
Aber nicht: Schnitzel, Steak, Wurst, Hacksteak... nachbauen.

Heute gibt's Weiße-Bohnen-Suppe. Das Originalrezept hatte Speck, wird weggelassen - stattdessen etwas Räucherpaprika, und alles in Olivenöl (statt original dem Speckfett) anbraten. Schon oft gemacht und schmeckt.


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15.10.2026 um 18:20
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:D.h: Ich koche z.B. vegane Varianten von Bolognese, Pizza, Eintopf..
Da hast du Recht. Ich komme aber aus einer sehr fleischlastigen Familie. Frikadellen, viele Eintöpfe und auch Aufläufe die sehr fleischlastig waren usw. Es gab täglich Fleisch. Fleisch durch Fleischersatz zu ersetzen und zu hoffen, es schmeckt weiter wie bei Mama/Oma hat nicht funktioniert und es hat mich dann satt aber unbefriedigt zurückgelassen.
Darum bin ich mit den neuen Rezepten ganz gut gefahren, ich hatte vorher einfach keine bestimmte Erwartungen wie es schmecken soll.
Und ich hab auch neue Sachen kennengelernt. Miso Paste kannte ich z.b gar nicht. Dass ich mal großer Fan von Algen werden würde,hab ich auch nicht erwartet :D
Aber ja...Pizza geht, weil die eh vielseitig vom Geschmack ist und Bolognese auch, weil man den Fleischgeschmack eigentlich eh stark mit Gewürzen überdeckt. Bei Eintöpfen hab ich aber z.b ne Weile gebraucht, die waren oft fad.


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15.10.2026 um 19:46
@Motzfussel
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Ich komme aber aus einer sehr fleischlastigen Familie
Ebenso, vom Land, typische deftige deutsche Gerichte (Schnitzel, Schweinskopf, Haxen, Surbraten, Gselchtes...), und meine Eltern hatten auch die typischen kleinen Nutztiere, die klar geschlachtet wurden. In Niederbayern in den 1980ern aufgewachsen, das dürfte so grob bezeichnend sein.
Meine Mutter kochte und kocht zwar auch mal internationaler und mit weniger Fleisch, aber im sonstigen Umfeld alles sehr fleischlastig, und sowieso in jedem Essen etwas Tierisches (Kartoffelsalat? mit Speck oder Mayo; Gemüsesuppe? Huhn...).
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Frikadellen, viele Eintöpfe und auch Aufläufe die sehr fleischlastig waren usw. Es gab täglich Fleisch. Fleisch durch Fleischersatz zu ersetzen und zu hoffen, es schmeckt weiter wie bei Mama/Oma hat nicht funktioniert und es hat mich dann satt aber unbefriedigt zurückgelassen.
Und das ist ganz klar: Das klappt nicht.
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Bei Eintöpfen hab ich aber z.b ne Weile gebraucht, die waren oft fad.
Wie machst du sie jetzt? Gewürze und Gemüse anbraten und auf jeden Fall mehr Fett (Öl) dazu finde ich da wichtig, wenn man Eintöpfe im deutschen Stil vegan nachkocht. Die basieren original ja oft auf Speck, oder fetten Fleischstücken (ich kenne die auch noch mit Schweinefüßen), oder es ist Fleisch drin das mit Gewürzen verarbeitet wurde.
Bei mir geht z.B. ein Kartoffeleintopf damit los, Lorbeerblätter, Pfeffer und sämtliches Gemüse in Olivenöl anzubraten.


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15.10.2026 um 20:34
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Lorbeerblätter
+Nelken und Piment benutz ich auch häufig. Miso Paste, geräucherte Shiitake-Pilze find ich auch nen guten Trick fürs deftige oder auch mal etwas Rauchsalz oder rauchiges Paprikapulver.
Und der Geschmack verändert sich mit der Zeit, hab ich festgestellt. Mir wird mittlerweile übel, wenn ich gekochten Schinken rieche....mochte ich früher gerne. Hähnchen auch. Bei nem Gulasch mag ich dem Geruch aber z.b noch sehr.


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16.10.2026 um 14:33
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:+Nelken und Piment benutz ich auch häufig. Miso Paste, geräucherte Shiitake-Pilze find ich auch nen guten Trick fürs deftige oder auch mal etwas Rauchsalz oder rauchiges Paprikapulver.
Nelken und Piment finde ich auch lecker, nutze ich aber mehr für Tees sowie zum Backen. (Ich empfinde sie ansonsten zu süßlich. Prise Zimt ins Chili aber gerne.) Kardamom mag ich sehr gerne für Reis und Curries.
Miso-Paste, Shiitake nutze ich häufig; koche auch gerne asiatisch. Bei Varianten von eher deutschen Speisen (z.B. Kartoffelsuppe) setze ich sie aber nicht ein.
Algen mag ich gerne, und sind zudem dort wo ich heutzutage lebe eine normale, regionale Zutat.

Koche v.a.:
- indisch, u.a. Dhal, Currys, Samosas...
- querbeet asiatisch, mal authentisch, mal nur davon inspiriert; nur Rezepte die original keine bis wenig tierische Zutaten enthalten sowie jene bei denen sie leicht ersetzbar sind (z.B.: Bami goreng, oder bei Mapo Tofu das enthaltene Schweinehack durch festen Tofu ersetzen)
- Varianten von deutschen, europäischen Rezepten wenn im Original nur wenig an tierischen Zutaten drin ist sodass sie einfach durch etwas anderes ersetzbar oder direkt weglassbar sind (z.B.: Pizza und andere "Brotgerichte", Pastagerichte, Eintöpfe und Suppen, Aufläufe, Risotto und andere Reisgerichte wie Reispfannen)
- auch immer wieder ganz verschiedene andere Speisen, für die ich die Rezepte irgendwo aufschnappe und lecker wirkend finde.
Generell passe ich mich leicht an "fremdländische" Zutaten an, solange sie nicht tierisch und nicht industriell hochverarbeitet sind. Obst, Gemüse, Nüsse, Hülsenfrüchte, Gewürze? Aber gerne :) Komme aus Deutschland und bin dort aufgewachsen, lebe mittlerweile seit einigen Jahren in Chile, und habe etliche lokale Zutaten ins Essen integriert.
- üblicherweise schnelle Rezepte für abends; ich mag durchaus mal aufwendigere Rezepte und auch richtig "hintüddeln", die sind dann aber fürs Wochenende oder in Vorbereitung auf Festtage, z.B. bald wieder: Lebkuchen backen
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Und der Geschmack verändert sich mit der Zeit, hab ich festgestellt.
Ja. Auf meinem Weg zur Arbeit ist eine Currywurstbude und Burgerbraterei; gehe zu Fuß, daher ist es gut riechbar. Auch wenn im Haus aus anderen Wohnungen Fleisch o.ä. zu riechen ist, oder Packungen im Müllraum sind: Nicht lecker. Wortwörtlich übel wird mir nicht (wohl auch, weil ich allgemein recht ekelresistent bin), finde den Geruch aber definitiv nicht appetitlich und das tote Tier ist sehr präsent.


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21.10.2026 um 12:57
Ich habe hier nicht viel gelesen und vermutlich kennt das jede/r Veganer/in; möchte es aber trotzdem nicht vorenthalten: Ich benutze seit einiger Zeit gern Kala Namak und habe damit ganz neue vegane Geschmacksbereiche erschlossen.

Dass Vegetarier nicht gern Fleisch essen, ist übrigens wirklich totaler Unsinn: Ich liebe Wurst, Würstchen, Leberkäs ... Leider. Ich verzichte aus rein ethischen Gesichtspunkten und freue mich über alles, was diesen Originalen nahekommt. - Das Argument, die entsprechenden veganen Ersatzprodukte seien hochverarbeitet, zählt für mich nicht, denn das sind die Originale auch. Ich finde es interessant, dass dieses Argument häufig von Menschen kommt, die sich ohne Bedenken ihre Salami reinziehen ...


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21.10.2026 um 13:16
@Cleo13
Kala Namak kenne ich, bekomme es hier aber nicht.
Bzgl. gerne Fleisch essen oder nicht: Vermutlich ist es so unterschiedlich wie Menschen sind. Deshalb finde ich es auch völlig in Ordnung, wenn jemand Ersatzprodukte mag. Persönlich mag ich sie nicht, und habe auch schon zu omnivoren Zeiten (bin nunmal, wie die meisten in Deutschland, mit dem Verzehr tierischer Produkte aufgewachsen) insbesondere Fleisch, Wurst, Leberkäse, Speck... nicht gerne gemocht, nur zu der Zeit eben noch mitgegessen, aber doch lieber das kleinere Stück genommen und mehr vom Gemüse.
Ich esse diese Imitate tierischer Produkte, freu mich aber ehrlich gesagt, wenn diese nicht auf den Teller kommen. Einmal gab es z.B. bei einer beuflichen Veranstaltung die ganze Woche indisches Catering, fand ich traumhaft. Bei einer anderen Veranstaltung kamen viel Beyond-Burger, vegane Würste etc.; kann ich essen, macht satt, aber persönlich fand ich es nicht lecker.
Zitat von Cleo13Cleo13 schrieb:Das Argument, die entsprechenden veganen Ersatzprodukte seien hochverarbeitet, zählt für mich nicht, denn das sind die Originale auch.
Dito, und: Man kann beides auch aus wenigen Zutaten handwerklich herstellen, wenn man darauf wert legt diese Varianten zu kaufen oder selbst zuzubereiten.
Zitat von Cleo13Cleo13 schrieb:Ich finde es interessant, dass dieses Argument häufig von Menschen kommt, die sich ohne Bedenken ihre Salami reinziehen ...
Exakt. Das Argument kommt dann oft von Leuten, die einfach beliebige Speisen mit tierischen Produkten essen (da eine Bockwurst vom Stand, da eine Pizza Salami in der Kantine, hier 'nen Schokolriegel aus dem Automaten, Packungssaucen etc.). Und überhaupt nie draufgeguckt haben, was da so alles drin ist.


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