[KI:]Was die Forschung jedoch mit hoher Sicherheit etabliert hat, ist, dass es von mindestens fünf verschiedenen Schreibern geschrieben wurde, die mit unterschiedlichen Schreibstilen und statistischen Sprachkonventionen arbeiteten.
Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Die verschiedenen Schreiber unterscheiden sich nicht nur im Schriftbild, sondern auch in der Formulierung. Der Text wurde ihnen also nicht diktiert, sondern es wurde ihnen nur der niederzuschreibende Inhalt (pro Seite oder Abschnitt) gesagt, den sie dann eigenständig ausformulierten.
Mal abgesehen, ob es solch eine Praxis je gab (also für ganze Bücher, für einzelne Dokumente gab es durchaus den Brauch, einem Schreibkundigen (Lohnschreiber) den erwünschten Brief, die Urkunde odgl. nicht nur schreiben, sondern sogar ausformulieren zu lassen). Vor allem aber erhöht sich die Chance für fehlerhafte Schreibarbeit dabei deutlich. Was mal so gar nicht zu
Die fehlende Editierarbeit (kaum Korrekturen oder Durchstreichungen) deutet darauf hin, dass der endgültige Text vorher sorgfältig geplant wurde, bevor er von den Schreibern kopiert wurde.
paßt.
Was hingegen zu Fehlerarmut paßt, das ist, wenn man einen Phantasietext schreibt. Da muß man nix wegen falscher Grammatik oder ungünstiger Formulierung ändern. Immerhin kann man auch da ggf. Fehler machen, etwa wenn man zu viele wiederholte Zeichen(folgen) hintereinander verwendet, oder wenn man zu häufig hintereinander besonders lange "Vokabeln" simuliert ohne Kurzvokabeln.
Bei mehreren Schreibern eines Phantasietextes wären dann auch die unterschiedlichen "statistischen Sprachkonventionen" erklärlich (gemittelte Vokabellänge u.a.).