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Überbehütung, Einmischung und Klammern - Helikoptereltern

380 Beiträge, Schlüsselwörter: Liebe, Schule, Kind, Eltern, Erziehung, UNI, Helikopter, Einmischung, Klammern

Überbehütung, Einmischung und Klammern - Helikoptereltern

26.11.2017 um 09:23
hallo-ho schrieb:Ich hab es bei mir selbst erlebt, dass es phasenweise mal so und mal so sein kann. Wenn eine Mutter eine zeitlang ein bisschen "Freundesersatz" macht, heißt das nicht, dass das Kind bis 80 nicht mehr lernt, sich selbst einen Freundeskreis aufzubauen.
Richtig.
Als ich in die weiterführende Schule kam, hatte ich keine Freunde. Von meiner Grundschule gingen die meisten in einen anderen Ort zur Schule, weshalb ma sich dann nicht mal im Zug/Bus sah.
Nach einem Jahr habe ich dann auch Freudne gefunden, aber der Anfang war echt hart.
Da war ich froh, dass meine Mutter mir in dieser Hinsicht "beigestanden" hat.


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Überbehütung, Einmischung und Klammern - Helikoptereltern

26.11.2017 um 09:30
@kilroy90
Wie gesagt, gerade Kinder sind alles andere als determiniert. Alleine, wenn ich überlege, wieviele Berufswünsche ich im Laufe der Zeit hatte. Von Astronaut bis Zoologe, so ungefähr...

Kinder und Jugendliche sind mit ihrer eigenen Entwicklung beschäftigt, kommen aus schulischen oder privaten Gründen immer wieder in neue Situationen usw., da ist es ganz normal, dass ihnen mal jenes leichter oder schwerer fällt. Freundschaften aufbauen gehört dazu.


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26.11.2017 um 09:38
hallo-ho schrieb: Alleine, wenn ich überlege, wieviele Berufswünsche ich im Laufe der Zeit hatte. Von Astronaut bis Zoologe, so ungefähr...
Das geht mir heute noch so. ;)

Was mich stört, sind Leute, die sich über angebliches Klammern auslassen, aber die genauen Umstände nicht kennen.
Ich habe zu meiner Mutter ein enges Verhältnis. Auch ein gutes.
Witzigerweise wird ihr vorgeworfen zu Klammern, was absoluter Blödsinn ist.
Nur weil man sich gut versteht, heißt das nicht, dass man klammert.
(Diese Aussage kommt aber meist von denen, die kein gutes Verhältnis zu ihren Kindern haben.)


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26.11.2017 um 09:40
kilroy90 schrieb:Ich habe zu meiner Mutter ein enges Verhältnis. Auch ein gutes.
kilroy90 schrieb:Nur weil man sich gut versteht, heißt das nicht, dass man klammert.
(Diese Aussage kommt aber meist von denen, die kein gutes Verhältnis zu ihren Kindern haben.)
Ich bin erwachsen und sehe meine Mutter in der Regel wöchentlich. Nicht, weil ich muss. Weil ich will. Ich verbringe einfach sehr gerne Zeit mit ihr.


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07.12.2017 um 22:49
Seit dem ich den Klauen meiner Mutter entronnen bin, werde ich in eigenen haushalt immer entspannter, desweiteren, mach ich mir in letzter immer mehr und genauere Gedanken zu meiner beruflichen Zukunft, was früher unmöglich war, da meine mutter mich konditionierte schnell den Karriereweg einzuschlagen den sie wollte. Auch beginne mehr Sachen in Angriff zu nehmen und Risiken in Kauf zu nehmen.
kilroy90 schrieb am 26.11.2017:Nur weil man sich gut versteht, heißt das nicht, dass man klammert.
Klammern hat wenig mit guten Verhältnis zu tun. Besonders meine Mutter war sehr dominant, herrisch und grenzüberschreitend. Bei mein Vater ist das Verhältnis schon entspannt geworden, vor allem da ich ihn gezielt aus wichtigen Dinge raushalte.


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07.12.2017 um 22:51
hallo-ho schrieb am 26.11.2017:Nicht, weil ich muss. Weil ich will. Ich verbringe einfach sehr gerne Zeit mit ihr.
Dieser Punkt find ich wichtig. Ich wünschte meine Eltern hätten mir die Wahl gelassen wann ich sie sehen will. Vor allem bei Mutterseite ist es so, dass sie eine regelmäßige berichterstattung erwartet hätte, weswegen ich sie blockiert und mein Vater gesagt hab, dass ich nichts mit ihr zu tun haben will.


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08.12.2017 um 07:44
NothingM schrieb:Vor allem bei Mutterseite ist es so, dass sie eine regelmäßige berichterstattung erwartet hätte
Das ist verständlich, dass ein erwachsener Mensch sowas nicht will. Selbst Kinder mögen das nicht.


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08.12.2017 um 09:12
@hallo-ho
Japp, vor allem die Versuche mir Schuldgefühle zu bereiten a la “du bist doch unser kind, mach uns doch ne freude, nach all dem was wir für dich getan haben“ löst in mir ein.fluchtreflex aus, da vor allem meine Mutter ein Scheiß für mich getan hat. Emotionale Unterstützung Fehlanzeige, hauptsache in schule und beruf funktionieren und gute noten und geld bringen. Was mir bis heute noch sauer aufstößt, dass meine Mutter Geld von mir lieh nachdem sie mich unter druck setzte, dass ich gestört und eine schande der familie sei. Bis heute bekam ich das geld nicht zurück.


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08.12.2017 um 09:36
Wer sich über seine Eltern ärgert, den tröstet vielleicht dar gedanke, dass sie höchstwahrscheinlich vor einem versterben.
Grundsätzlich galt und gilt für mich in der Erziehung meiner Kinder und der Beziehung zu ihnen: Sie sind eigenständige Menschen, die ich nur temporär begleite, nämlich so lange, bis sie fit sind, selbst ihr Leben zu managen. Dieser Prozess sollte spätestens mit 18 abgeschlossen sein, bzw. nach Schulabschluss.
Ich hatte nie ein Problem damit, Menschen loszulassen. Ich bin doch kein Klammeraffe.


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12.12.2017 um 00:10
@Doors

Ich ärgere mich oft über meinen Vater, aber wenn der Tag kommt, möchte ich mir es nicht ausmalen.
Und nun ja Frauen tun sich da oft schwerer als die Männer...Hab ich so den Eindruck.


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12.12.2017 um 10:10
Als Eltern hat man es nicht leicht, denn:

Kindern entwicklen sich weiter und man muss mit dien Entwicklungsschritten auch als Elternteil mithalten und damit mehr und mehr Eigenständigkeit zulassen.

Der Wunsch zu beschützen und der Wunsch zu vereinnahmen liegen bei manchen Menschen dicht beieinander und mit beschützen wird oft vereinnahmen entschuldigt.

Von den 'unfehlbaren' Instinkten von Eltern halte ich mal gar nichts, wenn ich mir Auseinandersetzungen mit meiner Ex und Mutter meiner Kinder vor Augen führen.

Sie drohte mir mit Sorgerechtsentzug, weil ich unserem 16jährigen erlaubt hatte, noch nach Einbruch der Dämmerung (Ende Nov 17.00 Uhr) mit dem Fahrrad zu fahren. Daher meine sehr distanzierte Haltung zu solchen Müttern.

Auch Instinkte können völlig irregeleitet sein und kommen auf meiner Werteskala in die Nähe des 'gesunden Volksempfindens'.


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12.12.2017 um 15:16
@sacredheart

In dem was Du geschrieben hast, kann ich dies wirklich verstehen. Aber das hat auch nichts mit Instinkt zutun.


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13.12.2017 um 13:20
Meine Mutter und meine Oma waren auch ganz eifrig darin mich zu beglucken. Jedes bisschen Freiheit was normal ist musste ich mir hart erkämpfen. Schlimm war auch immer der Satz "lass das, du kannst das eh nicht" Daher habe ich auch heute noch oft Angst etwas neues oder wichtiges zu tun, da doch immer noch der Zweifel lauert...


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14.12.2017 um 12:32
@BackToLife

Der Haken ist aber, das so ein Schwachsinn dann mit Elterninstinkt geadelt werden soll und kritische Sichtweisen solcher Verhaltensweisen dadurch leicht unterbleiben können.

Das was oft unter 'sehr protektiv' versucht wird positiv zu umschreiben, ist eben oft Klammern, Einengen und eine Einforderung von kindlichen Verhaltensschemata, die oft nicht mehr altersgemäß sind.


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15.12.2017 um 10:18
Auch wenn ich seit auszug aufblühte spüre ich ich den negativen Einfluss noch immer. Ich gebe zb schnell auf, weil ich es eh nicht kann.


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16.12.2017 um 00:52
@NothingM
Ich vermute, dieser negative Einfluss ist so tief in dir verankert, dass er deinen Charakter geprägt hat. Wahrscheinlich wirst du diesen negativen Einfluss immer spüren.
Wichtig ist, dass du lernst, damit zu leben. Und niemals aufgeben. Im Leben muss man immer kämpfen ;)


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16.12.2017 um 10:17
Ich habe durch die Überbehütung meines Vaters auch lange Zeit geglaubt, dass ich nichts für meine Entwicklung tun müsste und immer auf Heilung/Chancen/den perfekten Partner etc.von außen gewartet..quasi dass jemand kommt, mich an die Hand nimmt und mir zeigt, was ich machen soll..Ich selbst sah mich dazu nicht in der Lage, nicht lebensfähig..
Ein schwerwiegender Fehler, der mich jahrelang in Depressionen stürzte, denn natürlich kam niemand und es ändert sich nur etwas, wenn man selbst aktiv ist und etwas dafür tut..auch wenn man dafür die Angst überwinden muss.


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16.12.2017 um 10:48
@Subway
Jo, ich hoffe ich schaff das, habe noch immer keinen Therapeuten xc


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NothingM
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23.12.2017 um 20:49
Hat jmd schon erlebt, dass ein Elternteil sich von anderen aufhetzen lässt?


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28.12.2017 um 21:26
NothingM schrieb am 23.12.2017:Hat jmd schon erlebt, dass ein Elternteil sich von anderen aufhetzen lässt?
Vielleicht ist das jeweilige Kind ja manchmal nur ein Mittel zum Zweck, dass die Beziehung zum Partner wieder fälschlicherweise verbessern soll (Druckmittel für Aufmerksamkeit) und ein Audruck dafür, dass die Selbstwahrnehmung nicht ganz in Ordnung ist (Borderline z. B.)? Oder es kann auch mit sein, dass das Kind eigentlich eine gewünschte Vollkaskowunscherfüllungseinrichtung war und später öfters Ärger darüber ausbrach, dass es nicht 100%ig so funktionierte wie es sollte?

Wie wäre es, wenn man einfach mal versucht, dass man alle beteiligten Personen veralbert, aber mit dem Augenmerk, dass man die Anspannung ein bisschen besser versucht rauszunehmen? Also vielleicht mit etwas Humor die wilden Eber beruhigen. Man sollte dabei aber realistisch bleiben und sich keine Erlösung versprechen.

Vielleicht sollten die jeweiligen Personen (Eltern) auch mal überprüfen, ob ihre eigene Moral ihre angeblich gewünschte Liebe verhindert (und nicht nur untereinander). Das fängt schon beispielsweise bei der reinen Körperlichkeit an, dass man aus einer Umarmung in paranoider Penetrationsangst gleich ein Loch einlochen draus macht und allgemein rumgezickt wird, oder sowas in der Art. :troll: :D Und nein, das sollten Feministen nicht falsch verstehen, denn dies ist keine propagierte Sexualitätsfeindlichkeit... :troll: :D Oder dass der Mann bei einer Umarmung allgemein schwach wäre.


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