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Vermisste Gerda Basse aus Leer tot aufgefunden

835 Beiträge, Schlüsselwörter: Vermisst, Hamburg, 2016, Spurlos, Villa, Leer, Rote Flora, Basse, Gerda Basse, Gerda

Vermisste Gerda Basse aus Leer tot aufgefunden

14.09.2017 um 16:11
@Moinmoin20
Die Erinnerung und/oder Wahrnehmung spielte so manchem Zeugen einen Streich. Sie haben teilweise schlicht Daten verwechselt. Sowas kommt immer wieder vor und ist einfach nur menschlich.

Klar bleiben viele Fragen offen. Die werden wohl auch nie beantwortet werden.


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Vermisste Gerda Basse aus Leer tot aufgefunden

14.09.2017 um 18:28
@handa

Das ist wohl wahr.
Vielen lieben Dank.


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Vermisste Gerda Basse aus Leer tot aufgefunden

15.09.2017 um 11:01
https://www.noz.de/lokales/ostfriesland/artikel/950206/gerda-b-prozess-angeklagten-sind-die-sicherungen-durchgebrannt

So sieht der Angeklagte sein Verhältnis zu der Ermordeten und schildert die Geschehnisse am Tatabend:
...

Von Beginn an, so hieß es in der Einlassung, habe sich der Angeklagte mit seiner Vermieterin super verstanden. Seit Anfang Oktober 2016 lebten beide demnach in einer Beziehung, ... Schnell sei es auch intim geworden, hieß es. ...

Doch nur wenige Tage nach seinem Einzug muss die Harmonie erstmals gestört worden sein. Das räumte Christian I. nur zögerlich ein, nachdem Richter Hunsmann eine Zeugenaussage eines Mannes verlesen hatte, der mit seiner Familie eine Wohnung in der Villa besichtigt hatte. Gerda B. hatte in seinem Beisein den Angeklagten als „Klimperer“ bezeichnet und gedroht, ihn rauszuschmeißen, wenn er seine Miete nicht bezahle.
...

Am Abend, als die letzten Gäste gegangen waren, habe er mit der Millionärin noch weiter getrunken und sich unterhalten. „Dann wollte sie ins Bett“, sagte der Angeklagte. Es sei klar gewesen, dass sie im Gegensatz zu ihm Sex wollte. „Ich habe weitergetrunken, weil ich dachte, ich schlafe dann ein.“

Aber die Cafébesitzerin habe ihm Beleidigungen an den Kopf geworfen und mit Rotwein überschüttet. „Sie hat mir gesagt, dass ich ein Schlappschwanz wäre. Sie hat auch gesagt, dass es ja zu mir passen würde, weil ich auch sonst in meinem Leben nichts auf die Reihe kriegen würde. Das könnte man auch an meinem Klavierspiel hören. Es würde sie nicht wundern, dass ich kein Geld habe. Dabei ist mir Geld völlig egal“, ...

Der Angeklagte habe die Galeristin zunächst auch angeschrien. Dann habe er den neben ihm stehenden Barhocker ergriffen und zugeschlagen. „Wohin die Schläge gingen, weiß ich nicht“, so die Einlassung. Auch wie oft er zuschlug, konnte der Angeklagte nicht sagen. „Ich war einfach so sauer, verletzt und enttäuscht.“

Gerda B. habe am Boden gelegen und aus einer Kopfwunde geblutet. Er sei dann zwei Räume weiter gegangen und auf einer Couch eingeschlafen. Erst am nächsten Morgen gegen sechs Uhr habe er festgestellt, dass seine Vermieterin nicht mehr lebte. „Das war für mich ein richtiger Schock.“

... Ein Messer habe er nicht benutzt. Das müsse in der Spüle gelegen haben, als er den Wischmopp auswusch und so das Blut des Opfers an das Messer gekommen sein.

... vier Tage später, habe er den Leichnam in Decken gehüllt und in den Jaguar gelegt. „Als ich es geschafft hatte, sie in das Fahrzeug zu bekommen, habe ich über sie ein schwarzes Tuch gelegt. Das war mir noch aus meiner Theaterzeit in Erinnerung“, hieß es im Geständnis. „Erst hatte ich überlegt, sie ganz regulär zu beerdigen. Dann habe ich sie aber im Wald in Seevetal abgelegt. Ich habe die gesamte Zeit nicht geschlafen.“
...


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Vermisste Gerda Basse aus Leer tot aufgefunden

04.10.2017 um 14:39
https://www.noz.de/lokales/ostfriesland/artikel/957424/gerda-b-prozess-einzelheiten-aus-leben-des-angeklagten
So beleuchtet das psychiatrische Gutachten das Leben des Angeklagten und wie es zur Tat kam.
...
... Akribisch hatte der Sachverständige recherchiert, dass aus allen Familienmitgliedern „etwas geworden war“ und sie zumeist Managerpositionen in großen Unternehmen übernommen hätten. „Der Angeklagte entwickelte sich zunehmend zu einem Menschen mit dem inneren Bedürfnis, sich vom Großbürgertum abzugrenzen“, berichtete Karyofilis. Dabei hätte auch Christian I. nach Internatsaufenthalt und mit Wirtschaftsfachabitur durchaus Karriere machen können.

Doch der Angeklagte fühlte sich zum musischen Bereich und einem „anderen Lebensstil“ hingezogen. „Ich habe auch die Aufnahmeprüfung an der Folkwang-Schule geschafft“, verkündete Christian I. mit gewissem Stolz. An der renommierten Schule begann er ein Studium der Komposition und Gitarre, gab aber nach rund eineinhalb Jahren auf, „weil ich keinen Zugang zur Klassik hatte“.

Er versuchte aber weiterhin, als Musiker Karriere zu machen. „Ich war Produzent von Tic Tac Toe, ...

... Er zog im Laufe seines Lebens durch die Republik und versuchte es auch auf Ibiza mit verschiedenen Dingen. Küchenhilfe, Restaurantbetreiber, Herausgeber einer Kulturzeitschrift, Organisator von Konzerten – Christian I. „verzettelte sich“, wie es der Gutachter ausdrückte. ...

Später wurde er mehrfach wegen Betrugs verurteilt, weil er Firmen beauftragte, aber nicht bezahlen konnte. Er sei in Wilhelmshaven und Emden im offenen Vollzug gewesen, berichtete der Angeklagte. „Sie waren von August 2007 bis April 2009 fast durchgängig in Haft“, ergänzte Richter Daniel Hunsmann den Part, den der Angeklagte gerne unterschlug.

„Narzisstische und geringfügige dissoziale Persönlichkeitsanteile“ stellte Psychiater Karyofilis bei Christian I. fest. „Ein gewisses Bedürfnis zur Selbstdarstellung ist für Künstler wichtig. Das ist nichts Krankhaftes“, betonte der Sachverständige. Dennoch konnte Karyofilis eine verminderte Steuerungsfähigkeit zur Tatzeit wegen eines „mittelschweren Rausches“ nicht ausschließen. ...

Zu der Aussage des Angeklagten, die alkoholisierte Galeristin habe ihn provoziert und beleidigt, sagte der Sachverständige: „Solche Kränkungen werden von Narzissten nicht gut verarbeitet.“ ... Der Angeklagte habe aber nicht aus Wut zugeschlagen. „Sie sollte einfach die Klappe halten“, so Karyofilis.

Deshalb habe der Angeklagte mit dem Barhocker auf Gerda B. eingeschlagen. „Als sie ruhig war, hörte er auf und ging schlafen. Zu einem Affektumbau der völligen seelischen Erschütterung ist es nicht gekommen“, stellte der Psychiater fest. Das alles spräche gegen eine Schuldunfähigkeit.
...
Der Prozess wird am 16. Oktober fortgesetzt und am 19. Oktober soll es die Urteilsverkündung geben.


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Vermisste Gerda Basse aus Leer tot aufgefunden

06.10.2017 um 16:57
https://www.nwzonline.de/blaulicht/aurich-leer-oldenburger-land-prozess-um-getoetete-gerda-basse-aus-leer-erst-fuenf-fla...

Hier noch ein paar ergänzende Details zu der schillernden Person des Angeklagten.
...
Was man in den zwei Prozessstunden am Dienstag über den Täter erfährt, reicht, um ein Buch zu füllen. Christian I. hat unzählige Vorstrafen und schon einige Jahre im Gefängnis verbracht, unter anderem in Oldenburg, Wilhelmshaven, Nordenham: wegen Betrug, Diebstahl, Körperverletzung. Er schlug einen Mann, der seinen Hund getreten hatte.

Christian I., der aus Bochum stammt, hat an vielen Orten gelebt, hat diverse Jobs gemacht: Gastronom, Koch, Designer. Meist hat er als Musikproduzent gearbeitet. „Mein Job ist nicht die Finanzierung, ich bin nicht Dieter Bohlen oder Frank Farian, sondern die handwerkliche Arbeit im Studio“, sagt er selbst im Gerichtssaal.
...
Christian I. verschwindet im Leben manchmal von der Bildfläche, taucht anderswo wieder auf: in Schwäbisch Hall, Köln, auf Ibiza. Zwei Jahre lebt er mit seiner Tochter in Schortens (Kreis Friesland). Er ist unter anderem mit einem Tina-Turner Double und einer Pornodarstellerin liiert. Gerda Basse lernt er über einen Zellengenossen aus Oldenburg kennen, mietet sich bei ihr in Leer ein.

Christian I. sei kein bösartiger Mensch, kein Hochstapler, kein Betrüger des Betruges willen. „Er hat Straftaten begangen, um seine Projekte am Leben zu erhalten.“ Christian I. droht trotzdem jetzt eine mehrjährige Haftstrafe
Also wenn ich mir rückblickend betrachte, wie er versucht hat, noch die Konten der von ihm getöteten zu plündern, so wohlwollend würde ich ihn da nicht sehen. Aber gut, ich habe nicht die Kompetenz ihn zu be- und verurteilen.


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Vermisste Gerda Basse aus Leer tot aufgefunden

16.10.2017 um 16:16
Nun wird diese Woche noch das Urteil erwartet.


https://www.emderzeitung.de/ostfriesland/~/fall-basse-staatsanwaltschaft-fordert-sieben-jahre-haft-686655/


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Vermisste Gerda Basse aus Leer tot aufgefunden

17.10.2017 um 14:46
Hier fasst die Staatsanwältin noch einmal das gesamte Geschehen zusammen.

https://www.noz.de/lokales/ostfriesland/artikel/965809/gerda-b-prozess-staatsanwaeltin-fordert-sieben-jahre-haft
...
Staatsanwältin Annette Hüfner plädierte auf Körperverletzung mit Todesfolge... In der Anklage war die Staatsanwaltschaft ursprünglich von Totschlag ausgegangen, weil sie glaubte, dass der 55-Jährige die 66-Jährige mit einem Messer getötet haben soll. Das hatte sich im Rahmen der Beweisaufnahme als falsch herausgestellt.

Mit der geforderten Strafe könnte der Angeklagte, ..., der seit Anfang November in Untersuchungshaft sitzt, nach sechs Jahren frei kommen, weil die bisherige Haftzeit angerechnet werden würde.
...
Mit dem Plädoyer der Anklageseite biegt der langwierige und spektakuläre Fall in die juristische Zielgerade ein. Mit einem Urteil ist am Donnerstag zu rechnen. ...
...
Der gebürtig aus Bochum stammende Angeklagte, der 20 Vorstrafen ... auf dem Konto hat, war ... in die Villa des späteren Opfers eingezogen, ... Seine wirtschaftliche Lage war desolat. Die Hotelrechnungen zahlte ein Bekannter. Der machte Christian I. auch auf Gerda B. aufmerksam, die dafür bekannt war, Künstlern unter die Arme zu greifen und sie zu beherbergen.

Das hilfsbereite und soziale Verhalten sei nur eine Seite der Gerda B. gewesen, führte Oberstaatsanwältin Annette Hüfner aus. Die andere Seite zeigte sich, wenn sie Alkohol zu sich genommen hatte.... Das alles sei dem Angeklagten bekannt gewesen, meinte Hüfner.

Gleichwohl entwickelte sich eine sexuelle Beziehung zwischen Christian I. und Gerda B.. „Die Auswertung seiner Internetseitenaufrufe zeigte die Präferenz des Angeklagten für ältere Frauen“, so die Anklagevertreterin. Dennoch beharrte die Millionärin darauf, dass auch der Angeklagte seine Miete zahlte. Weil das Geld nicht kam, hatte die Leeranerin einer Freundin gesagt: „Den werfe ich raus.“

Der Tatabend, der 21. Oktober 2016, verlief aber zunächst harmonisch. ... Beide waren bereits angetrunken, als Stammgäste erschienen. „Die Stimmung kippte, als der Angeklagte ein Glas zerbrach“, stellte Annette Hüfner fest. Für die Gäste war dies der Anlass, gegen 23 Uhr das Lokal zu verlassen.

Was dann geschah, lässt sich nur anhand der Aussage des Angeklagten und der hinterlassenen Spuren, die Christian I. zu beseitigen versuchte, rekonstruieren. Gerda B. habe mit dem Angeklagten „sexuell verkehren wollen“, so Hüfner, er aber nicht. Daraufhin sei die Millionärin beleidigend geworden, habe Christian I. als „Schlappschwanz“ bezeichnet. ...

Der Angeklagte ergriff daraufhin einen Barhocker und schlug mehrfach und mit aller Wucht zu. ...
...
Die Oberstaatsanwältin ging nicht davon aus, dass der Angeklagte mit Tötungsabsicht gehandelt, den Tod aber wohl billigend in Kauf genommen habe. Es handelte sich um eine spontane Tat, die in affektiv aufgeladener Situation und im alkoholisierten Zustand begangen worden sei, sagte die Anklagevertreterin. Deshalb sei der Angeklagte zur Tatzeit auch nur vermindert schuldfähig gewesen. Aber: „Der Angeklagte hat bewusst mehrfach mit Wucht auf den Kopf eingeschlagen, um das Opfer zum Schweigen zu bringen. Dass solche Schläge zum Tod führen können, ist vorhersehbar.“ Die massive Tathandlung reiche dicht an bedingten Tötungsvorsatz heran, meinte die Oberstaatsanwältin.

... Er habe gesehen, dass Gerda B. nach den Schlägen geblutet hat, und ihr nicht geholfen. Vielmehr suchte er in den Tagen nach der Tat im Internet nach Möglichkeiten, wie man eine Leiche am besten „entsorgen“ kann.

Die Leiche legte er dann tatsächlich vier Tage später in einem Waldstück bei Seevetal ab. „Er hat seine Freundin im Wald wie ein Stück Müll entsorgt“, sagte die Oberstaatsanwältin.


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Vermisste Gerda Basse aus Leer tot aufgefunden

19.10.2017 um 15:13
Der Angeklagte Christian I. wurde heute wegen Körperverletzung mit Todesfolge im minder schweren Fall zu einer Freiheitsstrafe von sechseinhalb Jahren verurteilt. Das Gericht konnte keinen Tötungsvorsatz feststellen, nicht einmal, dass er den Tod billigend in Kauf genommen hat.


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Vermisste Gerda Basse aus Leer tot aufgefunden

20.10.2017 um 13:24
Finde ich eine krasse Begründung. Wenn ich den Tod nicht in Kauf genommen habe, wieso rufe ich dann keinen Rettungswagen, wenn ich wieder etwas zur Besinnung komme und der andere leblos liegen bleibt auch Minuten später noch?
Ich finde das Strafmaß sehr gering ehrlich gesagt.


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Vermisste Gerda Basse aus Leer tot aufgefunden

20.10.2017 um 13:41
@handa

Könntest du das bitte noch mit einer Quelle untermauern. Du bist doch nicht erst seit gestern hier im Forum.


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Vermisste Gerda Basse aus Leer tot aufgefunden

20.10.2017 um 14:10
Carietta schrieb:Könntest du das bitte noch mit einer Quelle untermauern. Du bist doch nicht erst seit gestern hier im Forum.
Als handa das ins Allmy einstellte, war der Prozess gerade eben erst zuende. Sie war dabei.

Hier nun ein zwischenzeitlich erschienener Zeitungsartikel:

https://www.nwzonline.de/blaulicht/leer-aurich-prozess-um-millionaerin-gerda-basse-aus-leer-sechseinhalb-jahre-haft-fuer...


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Vermisste Gerda Basse aus Leer tot aufgefunden

20.10.2017 um 14:15
smallfletcher schrieb:Finde ich eine krasse Begründung. Wenn ich den Tod nicht in Kauf genommen habe, wieso rufe ich dann keinen Rettungswagen, wenn ich wieder etwas zur Besinnung komme und der andere leblos liegen bleibt auch Minuten später noch?
Ich finde das Strafmaß sehr gering ehrlich gesagt.
Als er wieder zur Besinnung gekommen war - er hatte sich erst mal schlafen gelegt - dürfte sich ein Rettungswagen erübrigt haben, denn da war sie vermutlich erkennbar tot.


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Vermisste Gerda Basse aus Leer tot aufgefunden

20.10.2017 um 14:20
Hier noch das was der NDR gestern schrieb:
Im Prozess um die getötete Galeristin Gerda B. aus Leer hat das Landgericht Aurich den 55-jährigen Angeklagten wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre Haft gefordert, die Verteidigung sechs Jahre.
...
nachdem beide zuvor viel Alkohol getrunken hätten. Dabei habe die Frau ihn massiv beleidigt und ihm Alkohol ins Gesicht geschüttet. Schließlich sei er ausgerastet und habe mit einem Barhocker mehrfach auf sie eingeschlagen, um sie zum Schweigen zu bringen. Am nächsten Morgen sei die Frau tot gewesen. Dem Geständnis vorausgegangen war ein Angebot des Richters, den Angeklagten nicht wegen Totschlags, sondern - wie nun erfolgt - nur wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu belangen. Im Fall einer Anklage wegen Totschlags hätten dem Mann mindestens neun Jahre Haft gedroht.
http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Urteil-im-Fall-Gerda-B-Sechseinhalb-Jahre-Haft,gerdab...


Dass es nur Körperverletzung mit Todesfolge ist, wenn ein Mann mehrfach mit einem Hocker auf Kopf/Oberkörper einschlägt, kann ich nicht wirklich nachvollziehen.


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Vermisste Gerda Basse aus Leer tot aufgefunden

20.10.2017 um 14:30
Lars01 schrieb:Dass es nur Körperverletzung mit Todesfolge ist, wenn ein Mann mehrfach mit einem Hocker auf Kopf/Oberkörper einschlägt, kann ich nicht wirklich nachvollziehen.
Was meinst du denn, wie sonst könnte man das beurteilen?
- Für Mord fehlen mir die Merkmale.
- Für Totschlag die Tötungsabsicht.

Er wollte, dass sie die Klappe hält, hieß es.


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Vermisste Gerda Basse aus Leer tot aufgefunden

22.10.2017 um 14:52
Also wenn ich gezielt auf den Kopf schlage mit einem Hocker, mehrfach - dann nehme ich billigend den Tod in Kauf. Jeder Mensch weiß, dass massive stumpfe Gewalt auf den Kopf lebensgefährlich ist.
Hätte er sie mit der Hand geschlagen und oder weggeschubst und sie wäre irgendwo unglücklich gegen geschlagen und er hätte just danach den Raum verlassen, könnte ich es noch verstehen. Aber so? Man hätte, wenn schon Wut geprägt mit körperlicher Gewalt, sie auch "sanfter" für den Moment zum Schweigen bringen können, wenn es einem eben nur darum ging. Also ich tue mich schwer damit.

In Rage und Verletzung sich vergessen, okay kann ich mir noch vorstellen, aber dann schwieg sie ja (vermutlich bereits nach einem Schlag) und er hatte sich abreagiert nach den Schlägen, da wird er gesehen haben was er angerichtet hat. Und da wird sie noch nicht oder noch nicht sichtlich tot gewesen sein. ER ist dennoch schlafen gegangen.
Und dann hätte er es direkt gestehen können am nächsten Tag, wenn es doch so unabsichtlich war. Stattdessen wird noch die Leiche weggeschafft, ihre Wohnung benutzt und versucht an ihre Kohle zu kommen.
Für mich ist das Minimum ein billigendes in Kauf nehmen.


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Vermisste Gerda Basse aus Leer tot aufgefunden

22.10.2017 um 16:10
@smallfletcher

Was deine Überlegungen bezüglich " dann nehme ich billigend den Tod in Kauf" anbelangt, so darf ich dich auf die letztendlich dann angenommene Vereinbarung hinweisen.

http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Tod-von-Gerda-B-Deal-im-Mord-Prozess,prozess4030.html
Das Landgericht Aurich, vor dem der Fall verhandelt wird, hat eine Verständigung vorgeschlagen. Falls der angeklagte 55-Jährige die Tat zugibt, soll er eine Haftstrafe zwischen sechs und sieben Jahren erhalten. Es komme dann eine Verurteilung wegen Totschlags oder Körperverletzung mit Todesfolge in Frage, so das Gericht.
Wenn du von "verstehen" sprichst, dann solltest du in deine Überlegungen auch den Alkoholgenuss mit einbeziehen.


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