MettMax schrieb:Zusammenfassend gehe ich davon aus, dass Martin G.`s vollständige Einkaufsliste unbekannt ist.
Die Betrachtung in dem Fall bezieht sich ausschließlich auf Einkäufe, die nach dem Verschwinden von Karsten M. getätigt wurden.
Und auch diese Liste kann unvollständig sein.
Wenn Martin G. also Karsten M. schon wesentlich länger nach dem Leben trachtete, ist doch stark anzunehmen, dass diverse Gegenstände zur Tarnung oder Beseitigung einer Leiche bereits im Vorfeld angeschafft wurden.
Dieser Punkt wird meiner Meinung nach völlig außer Acht gelassen.
Stärkstes Indiz dafür ist für mich die Anmietung von dem Iveco-Transporter samt Kastenanhänger vom 19. bis 23. April 2021.
Hier musste scheinbar "richtig" was transportiert werden. Und zwar am besten mit nur einer Fahrt, da die Kilometerleistung im Anmietungszeitraum doch sehr überschaubar war.
Zur Erinnerung,- am 20.04.2021 wurden 16 Baustahlmatten, 230 x 100 cm, 11 Rasengittersteine sowie 5 Rollen Stacheldraht erworben.
Dafür allein war das Gespann sicher nicht vonnöten, denn die noch sperrigeren Bauzaunelemente (350 x 200 cm) beförderte er lediglich mit einem Anhänger, gezogen von einem PKW.
Zunächst einmal: Heute ist es genau fünf Jahre her, dass Karsten Manczak in Groß Döhren verschleppt und umgebracht wurde. Mir tut es um ihn sehr leid. Es ist bitter, dass seine Leiche bislang nicht aufgefunden werden konnte und seine Hinterbliebenen somit keine Gelegenheit hatten, würdevoll von ihm Abschied zu nehmen.
Die Anmerkungen von
@MettMax zur Frage, welche Baumaterialien Martin G. wann angeschafft hat, finde ich treffend.
Es ist in der Tst merkwürdig, dass die bislang bekannte Einkaufsliste sich ausnahmslos auf Waren erstreckt, die nach dem Überfall auf KM am 13. April 2021 erworben wurden.
Eigentlich wäre es doch logischer gewesen (wenn denn geplant war, den Ablagerungsort der Leiche als Baustelle zu tarnen), dies gleich zu bewerkstelligen und nicht erst Tage oder Wochen später. Dann hätte MG, wie
@MettMax schlüssig erklärt, das Baumaterial am besten schon vor der Tat besorgt.
Könnte es sein, dass MG die bekannt gewordenen Einkäufe per Karte bezahlte und diese den Fahndern so über den Bankverkehr nachweisbar waren? Und dass er darüber hinaus vielleicht noch andere Anschaffungen tätigte, die er dann (kaum kontrollierbar) in bar beglich?
MettMax schrieb:Das nun auch nach Jahren keine verwaiste "Baustelle" trotz der doch recht intensiven Suche aufgetaucht ist, könnte daran liegen das G. die Zäune schon selbst wieder abgebaut hat.
Zwischen dem Erwerb der Zäune und der Verhaftung von Martin G. am 18.05.2021 war dafür ausreichend Zeit.
Das mag sein. Nur: Es war ja neues Material. Wo könnte MG das denn entsorgt haben? Auf einer normalen Deponie hätte das doch Aufmerksamkeit erregen können, zumal ja öffentlich nach dem Verbleib solcher Materialien gesucht wurde.
Hat er die Sachen also einfach verschenkt, sie irgendwo in einem Gewässer versenkt oder in schwer zugänglichem Gelände weggeworfen?