leonor schrieb:Für mich ist Olga mit Vorsicht zu genießen, da sie Alles ausspart was mit der Gewalt gegenüber den Kindern zu tun hat.
Ich glaube, der Kammer geht es im Moment eher um andere Fragen, als den genauen Tathergang zu ermitteln, bzw. zu beweisen, dass da ordentlich Gewalt stattgefunden hat. Dies ist eindeutig bewiesen durch die Alarmknöpfe und die Aussagen der Kinder, den Beweisfotos von SH usw.
Wir dürfen nicht vergessen: es geht in dem Verfahren darum, zu beweisen, WER die ganze Geschichte in Auftrag gegeben hat und wer welchen Anteil daran hatte.
Hier also besonders wichtig, das Narrativ von CB auszuhebeln, es sei eigentlich "nur" um Cybersicherheit gegangen bei der Beauftragung von Cyber Cupola.
Und DAS wurde gestern mE sehr deutlich in der Verhandlung, dass dem nicht so ist.
KT berichtete, dass sie von Barkay 2019 gefragt wurde, in seinem Unternehmen mitzuarbeiten.
Frau Hildebrandt setzte ihre prägnanten Fragestellungen genau da an, nämlich in welcher Funktion KT bei ihm sei und welche "Ausbildung" sie hierfür qualifiziert.
Hier wankte KT erheblich! Eigentlich kann sie nämlich gar keine Ausbildung in dem Bereich wirklich vorweisen, außer ihren Eignungstest bei der Armee (in den 1980/90ern!) und ein bisschen "lernen" von Barkay. Sie gab an, dass sie Menschen in dem Bereich "schulen" würde - gleichzeitig wurde sehr deutlich, dass sie gar keinen Plan hat von Cybersicherheit. Zum Beispiel sei es ihre Aufgabe gewesen, Studierenden bzw. Angestellten "rote Linien" zu vermitteln.
Sehr spannend, dass sie dann im nächsten Moment zugab, dass eine Drohne in DK eingesetzt wurde, man aber dann feststellte, dass dies gar nicht erlaubt sei!
Alles, was Frau Hildebrand zu dem Thema Cybersicherheit fragte, wurde sehr - ich sag mal - laienhaft durch KT beantwortet und ließ darauf schließen, dass ihr das Feld eher weniger vertraut ist.
Diese Sequenz nur als Beispiel, worum es der Kammer gerade geht: nämlich die Aussage zu entkräften, Cyber Cupola sei angeheuert worden, um die IT-Sicherheit des Unternehmens zu überprüfen.
Dass KT in einigen Punkten nicht die Wahrheit sagt, um sich selbst zu "retten" in einem eigenen Prozess, der sie noch erwarten wird, ist der Kammer denke ich durchaus bewusst. Daher lässt man sie da auch mit einigen Widersprüchen unbehelligt.
Aus meiner Sicht hat die Kammer gestern die Erkenntnisse gewonnen, die für die Ausgangsstellung wichtig sind.
Übrigens wurde gestern auch öfter die Teilnahme Gernhards an verschiedenen Treffen durch KT benannt. Das war ja bislang auch unklar, in wie weit er wo bei den Vorbereitungen involviert war.
KT hat hier keinen Grund, ihn zu schonen - oder besonders hervorzuheben.
Die Kammer war besonders an der Vorgeschichte bis zum 31.12. interessiert - weniger an Details während oder nach der Tat.
Übrigens: die Vorwürfe in Richtung Pädophilie wurden gestern überhaupt nicht erwähnt, jedenfalls nicht direkt.
Der einzige Hinweis darauf war, dass KT berichtete, dass AC, CB und die anderen Beteiligten gesagt hätten, dass SH ein Haftbefehl drohe - und man daher handeln müsse. Das fiel auf den Zeitraum August/September 2023.
Wir erinnern uns: ab diesem Zeitpunkt wurde die "Päd-Story" eingefädelt.
Man könnte also annehmen, dass die Block-Seite sich sicher war, dass da was erfolgt. Ist nur dann nicht eingetreten...