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Wie schafft man es vom Versager zum Gewinner

197 Beiträge, Schlüsselwörter: Depression, Mobbing, Opfer, Sozialphobie

Wie schafft man es vom Versager zum Gewinner

14.02.2011 um 22:34
Nicht irritieren lassen. Es ist oft sehr schwer wieder ein Selbstbewusstsein aufzubauen. Lass dir von anderen helfen. Ich würd mir an deiner Stelle nicht so große Sorgen machen was andere denken! Leute die dich nicht kennen, deine tollen Seiten/Talente etc. nicht kennen, haben schon mal kein Recht irgendwas über dich zu sagen. Gleich ma ignorieren und nicht ernst nehmen!
Jeder Mensch ist einzigartig - auch du - aber das weißt du :).


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Mirhook
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14.02.2011 um 22:36
@Goran

wenn jemand einen dumm anmacht muss man ja nicht zwangläufig drauf reagieren und wenn sie nicht aufhören das das was der jenige sagt einen soviel intressiert wie möwenschiss sollten sie dann handgreiflich werden zeigt sich erstmal ihr schwacher charackter und dann zeigt man ihnen nunmal was für kraft in einem "ausenseiter" steckt einmal seiner wut freien lauf lassen natürlich im rahmen des gesetzlichen und keiner wird einen so schnell mehr anmachen denke ich....

@Yoshi

ich gehe auch immer alleine mich macht keiner mehr dumm an obwohl ich auch immer das opfer war ich weis nicht warum vllt strahle ich jetzt etwas anderes aus


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14.02.2011 um 22:40
@Mirhook
Bei mir war es so, dass mich nur ganz bestimmte Leute fertig machen wollten. Ich habe mir sehr vieles gefallen lassen. Aber wirklich heftigst gemobbt worden bin ich jetzt nie... das waren nur ganz bestimmte Leute, die mich nicht kannten, und mit denen komme ich heute bestens klar, ein paar davon sind sogar gute Freunde von mir geworden.

Dumm anmachen tut mich auch keiner mehr. Aber wie gesagt, man sollte sich eingestehen, dass man selbst daran schuld ist... die meisten merken es einfach nicht... es gab' mal so einen rothaarigen Typ an unserer Schule, den haben sie alle gemobbt, weil er ungepflegt herumgelaufen ist, sich wie ein Idiot benommen hat... letztendlich sollte man selbst daraus lernen... ich sehe das Mobben eher als ein Hinweise darauf, dass man etwas an sich selbst ändern sollte. Niemand mobbt jemanden, der sich normal verhält.


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Mirhook
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14.02.2011 um 22:46
@Yoshi
ich denke daran das ich 1. zu groß war (bsp. in der 7ten eine stolze größe von 1,90) also im gegensatz zum durchschnitt
und 2. war ich immer sehr impulsiv und jähzornig bin wegen den kleinsten dingen ausgerastet

seit einiger zeit denke ich aber in der ruhe liegt die kraft alle schön gechillt angehen bloss kein stress schieben,verstehste;)

ich mein gut bei mir waren wirklich alle gegen mich in jeder klasse in der ich war das erste was kam morgens waren schuhe und steine in der 9ten wurden mir morddrohungen zugesteckt ich dachte immer das ich keine freunde hab aber die meisten die ich von damals noch kenne haben mir an unserem abschluss gesagt:"wenn du mal probleme hast ich steh hinter dir"


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omem
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Wie schafft man es vom Versager zum Gewinner

16.02.2011 um 11:47
Hier eine gesungene Antwort auf die Frage im Threadtitel:

http://www.youtube.com/watch?v=JJYxNGDlOAg

:D


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VHO-HUnt3r
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16.02.2011 um 17:58
Wer bestimmt in unserer Gesellschaft wer "Verlierer" und "Gewinner" ist? Niemand ist perfekt...außer ich natürlich! :D


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16.02.2011 um 18:40
In den kleinen Dingen stecken Erfolge, mache <dinge, die du vor dir herschiebst. Wenn dir einer quer kommt, mach ihn mit gleicher Methode fertig.
Sei Egoistisch aber ohne diese n idiotischen Spiegelmist


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Wie schafft man es vom Versager zum Gewinner

16.02.2011 um 19:50
Es wird gerne geraten, nicht so wichtig zu nehmen, was andere denken. Das klingt im ersten Moment plausibel, ist aber sehr schwer umzusetzen, und jemand, der sowieso schon unsicher ist, wird das nicht schaffen.
Was tun Menschen nicht alles, um ihren Ruf zu wahren, also um genau das, was in so einem Rat bagatellisiert wird zu erhalten und zu pflegen.
Das sollte nicht unterschätzt werden.

Ich selbst musste feststellen, dass es mir doch nicht so egal ist, was andere über mich denken, wie ich mir selbst einreden wollte.

Zwischen Versager und Gewinner gibt es jede Menge Grauabstufungen. Niemand ist nur Gewinner oder nur Versager.

Man neigt in manchen Situationen dazu, alles negativ zu sehen. Das hängt von der persönlichen Situation ab und ist oft nicht realistisch.
Kontakt zu Menschen ist hilfreich, aber eben in manchen Situationen nicht leicht umzusetzen.

@Goran
Ich habe die Situation in der du steckst auch erlebt und kann es nachfühlen. Es ist ein zäher Prozess, aus so etwas herauszukommen und der führt meiner Meinung nach über das eigene Selbstbewusstsein und nicht über körperliche Gewalt oder sich im Spiegel selbst beweihräuchern.


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16.02.2011 um 20:56
allmotley schrieb:Es wird gerne geraten, nicht so wichtig zu nehmen, was andere denken. Das klingt im ersten Moment plausibel, ist aber sehr schwer umzusetzen, und jemand, der sowieso schon unsicher ist, wird das nicht schaffen.
Nicht nur das. Es sind trotzdem Informationen mit denen man etwas anfangen kann. Zumindest im Bezug auf Dinge die man ändern kann und die einem selbst nicht gefallen (manchmal ist das einem selbst nicht bewußt und "Freunde" möchten auch nicht alles vermitteln). Jedenfalls hab ich die Erfahrung gemacht.


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Wie schafft man es vom Versager zum Gewinner

17.02.2011 um 00:56
sei einfach du selbst und hör nicht was andere sagen.
du hast einen freien willen, das mächtigste werkzeug im universum.
tu was du für richtig hälst, lerne was du für richtig hälst.
geh einfach deinen weg und lass dich von niemandem beirren.

und vergib denen, die schlechtes über dich sagen.
denn sie kennen dich nicht wirklich. du kennst dich wirklich.

nutze deinen willen und entfalte dich.
geh einfach weiter, egal was man dir auch in den weg legen will.

du schaffst das. du bist nicht schlechter als andere.
glaub an dich und hab den willen das zu tun, was du tun willst.
@Goran
So etwas sehe ich durchaus zwiespältig, denn es muss nicht zutreffen.
Die anderen, die Welt um uns herum, ist nicht immer so unwichtig und der eigene Wert nicht immer so groß, wie es uns solche schönen Aussagen glauben machen wollen.
Auch ist es keineswegs immer so, dass man sich selbst wirklich kennt - eher ganz im Gegenteil.
Und es ist leider auch nicht immer so, dass man selbst nicht "schlechter" als andere ist, weil es eben sein kann, dass DIESE gut & schlecht definieren und dads auch durchsetzen.

Ich will damit natürlich auf etwas Bestimmtes hinaus.
Nämlich Wahrnehmung und Beobachtung.

Nehmen wir mal an, jemand zieht das Pech förmlich an, oder eben Mobbing, ist ständig krank, vermasselt alles was er anfasst, wird in jeder Situation und jeder Gesellschaft immer wieder zum Opfer oder bleibt von vornherein ausgegrenzt.
Ich kenne das übrigens selbst ganz gut (nur hat es mich nicht immer und nicht in jedem Fall wirklich gestört, jedenfalls nach einigem Nachdenken nicht mehr).

Nun gibt es erstmal zwei grundsätzliche Möglichkeiten:
1. Das alles stimmt. Derjenige ist wirklich DER Trottel oder DAS Opfer, wie aus dem Bilderbuch. So etwas gibt es durchaus, und es hat Gründe.
2. Das alles stimmt keineswegs, oder nur teilweise, und derjenige hat ein Problem mit der Wahrnehmung seiner Situation.

Dummerweise kann beides Hand in Hand gehen, dann wird es wirklich schwierig.
Festhalten kann man allerdings schon hier: Nicht alle Menschen sind gleich (zum Glück). Und nicht alle Menschen gelten im gleichen Umfeld gleich viel.

Und nun kommt der springende Punkt:
Beobachte und dokumentiere möglichst genau, WAS Dir passiert, WER daran beteiligt ist und WIE die jeweilige Situation aussieht. Und wie DU SELBST Dich dabei verhältst.
Schreib das einfach mal eine Weile auf; aktuelle wie auch vergangene Ereignisse.

1. Fällt Dir eine bestimmte Situation auf, die sich immer wiederholt?
2. Fällt Dir ein bestimmter Menschentyp auf, an dem Du immer wieder scheiterst?
3. Fällt Dir ein bestimmtes Verhalten von Dir selbst auf, dass Dich in diese Situationen bringt?

Falls Dir ein bestimmter Typ Mensch auffällt: Wo findest Du ihn, wie stehst Du in Kontakt dazu, wie kannst Du solche Leute vermeiden?
Und vor allem: Wie UNTERSCHEIDEN sich diese Leute von Dir?
Das geht bei Verhalten, Intelligenz und Bildung los und hört leider bei Herkunft und Aussehen (!) noch nicht auf.

Jetzt möchte ich mich erstmal auf Äußerlichkeiten beschränken.
Klingt doof, aber Aussehen, Haltung und Bewegungen SIND nun mal das Erste, was anderen an uns auffällt und was DEFINITIV ihr Bild von uns prägt, und zwar innerhalb weniger Sekunden. Davon ist niemand frei, das geht gar nicht - und wenn man sich noch so sehr dreht und windet.

Nun gibt es natürlich Leute, die bereits auf den ersten Blick "komisch" wirken - sei es gegenüber einer bestimmten Gruppe oder auch gegenüber beinahe allen anderen Menschen.
Und dummerweise ist und wirkt kaum jemand in Wirklichkeit so, wie er sich selbst sieht und seine Wirkung auf andere einschätzt.
Dieses Spiel gilt natürlich auch beim "Opfer" für beide Seiten: Den armen Tropf, der es immer abkriegt, und die Täter, die sich dadurch überlegen fühlen.

Und jetzt geht's los:
Stell Dich mal in einigem Abstand vor einen großen Spiegel und schau Dich an.
Was fällt Dir auf?
Wie siehst Du aus, wie stehst Du, wie bewegst Du Dich, wie kleidest Du Dich?
-> aufschreiben, filmen, fotografieren, auch wenn es hart ist.
Du kannst z.B. auch mal deine Stimme aufnehmen und Dir anschließend anhören, auch das ist manchmal für Überraschungen gut.

Dabei ist nicht entscheidend, ob Du Dir selbst gefällst und Dich so wohl fühlst!
Wichtig ist nun der Vergleich mit Deinen Mitmenschen - vor allem mit denen, die Dich mobben oder meiden.
Wie sehen die aus? Wie reden sie, wie bewegen sie sich, wie kleiden sie sich?

Ich habe leider immer wieder beobachtet, dass "Standardopfer" oftmals einfach nur seltsam gekleidet sind, unmögliche Brillen tragen oder total ungepflegt wirken (z.B. ein Fetthelm statt Haaren, Schweißgeruch, Mundgeruch, faule Zähne). Oftmals kommt das sogar alles zusammen. Und wenn dann noch jemand schwabbelig-fett oder rappeldürr ist, humpelt und stottert, ein notorischer Besserwisser und einfach nur total unsportlich ist - gute Nacht. Das reicht für eine saubere Ausgrenzung und zur mittelfristigen Vernichtung JEDES Selbstwertgefühls.
Klingt politisch unkorrekt, blabla, IST aber so.

Wichtig ist dabei einzig und allein, was davon ggf. wirklich so IST - und nicht, was auf Dich nur so WIRKT. Deshalb die Idee mit dem Spiegel und den Fotos. So kommt man der Sache leichter auf die Spur.

Wichtig ist es nun, ggf. die Dinge zu ändern, die sich ändern LASSEN. Und das ist oftmals mehr, als man glauben mag.
Natürlich bleibt ein tatsächlich Behinderter tatsächlich behindert, aber das ist auch gar nicht der springende Punkt, denn bei weitem nicht jeder von denen wird zum "Opfer".
Ich sage auch gar nicht, dass man sich um der lieben Durchschnittsgesellschaft wegen verbiegen soll, um Gottes Willen.
Ich möchte eher dazu anregen, auf all jene bislang unbewussten und ungewollten Dinge zu verzichten, die dazu im Stande sind, jemanden auszugrenzen.
Erstaunlich oft ist demjenigen nämlich gar nicht klar, dass er z.B. allein durch seine Kleidung oder seinen Pflegezustand richtig scheiße aussieht. Ist natürlich vollkommen okay, wenn das ABSICHTLICH so ist, meistens IST das aber eben nicht so.

Leichenblass, fettige Haare, fett, immer in schwarzen Klamotten, redet ständig nur von Horrorfilmen und bleibt bei der Mannschaftswahl im Sportunterricht immer als letzter übrig?
Derjenige sollte dann vielleicht einfach mal andere Klamotten tragen, sich regelmäßig waschen und ein paar Monate lang weniger fressen; neue Interessen und ein paar Freunde ergeben sich dann ganz von selbst.

Immer frischgebügelt mit gegeltem Seitenscheitel, Bundfaltenhose und kleinkariertem Hemd, immer in der ersten Reihe, alle Fächer mit glatt eins, bei jeder Frage melden und brav dem Lehrer antworten, dazu noch eine riesige Uralt-Brille mit nichtenstpiegelten Psychopathengläsern und eine Körperhaltung wie ein hingeschissenes Fragezeichen?
Derjenige sollte sich seine Freunde vielleicht nicht gerade in Grunge-Kreisen suchen - oder einfach mal mit anderen Jungs im Dreck spielen, eine Jeans ausprobieren, sich eine vernünftige Brille kaufen (mit entspiegelten Gläsern... und die auch sauberhalten!) und statt Bücherlesen mal ein wenig Sport machen.

Solche Prototypen kennt eigentlich jeder, die Liste wäre beliebig zu verlängern und immer wäre was Wahres dran. Und leider waren diese Typen auch wirklich immer die Opfer. Und leider wussten sie nie, warum.

Das Miese ist, dass die Ausgrenzerei schon bei viel kleineren, subtileren Dingen beginnt.
Wer immer freundlich ist und jeden ständig anlächelt, wird oftmals schon nach kurzer zeit von anderen als "falsch" angezweifelt - und wenn er noch so sehr von herzen lieb und fröhlich ist.
Wer ganz im Gegenteil überhaupt niemanden grüßt und immer nur vor sich hin starrt, mag genauso schnell als eingebildeter Arsch gelten, wo er un Wirklichkeit vielleicht nur schüchtern ist.
Ach ja - ist Dir schonmal aufgefallen, dass typische "Opfer" im Gespräch oder in der Gruppe oftmals zu Boden schauen, aber nicht ihren Gegenübern ins Gesicht? Oder immer irgendwie die Schultern hochziehen? Die Hände in die Taschen stecken oder irgendwie beim Reden vor den Mund halten? Das wirkt wie ein Mangel an Selbstwert, kann aber in Wirklichkeit nur Konzentration und Nachdenken bedeuten. Dennoch kriegt man deshalb natürlich die volle Packung ab.
Wer beim Laufen die Unterarme vor dem Körper rumwackeln lässt wie Otto Waalkes, wird nicht unbedingt ernstgenommen werden.
Wer z.B. das Maul nicht aufreißen mag und stattdessen hofft, dass es im Angestelltenverhältnis oder auch in einer Beziehung allein auf Integrität und gute Arbeit ankommt, wird leider auch tatsächlich keine großen Schritte machen (bleibt natürlich die Frage, ob man das überhaupt will bzw. wollen sollte).
Vielleicht hat ein Mann einfach nur 'ne zu hohe oder zu gepresste Stimme (was sich sehr wohl und meistens auch sehr einfach beeinflussen lässt!)?
Vielleicht sollte jemand mit roten Korkenzieherlocken diese zumindest als Jugendlicher nicht auch noch lang tragen (-> Clown)?
Halbglatze, dünnes Haar? In Zeiten von Jason Statham als Sexsymbol ist das kein Problem mehr. Einfach abrasieren oder zumindest kurz halten.

Vielleicht steht und geht jemand irgendwie "schief" oder "zusammengesackt" und wirkt dadurch opferhafter, als er ohne Spiegel/Foto jemals glauben würde?
DAS z.B. kenne ich selbst, zusammen mit einem ständigen Grinsen, lichtem Haar, das sich schon als Jugendlicher zeigte, einer fetten Narbe im Gesicht, die den ganzen Mund schief zieht und einer krassen Abneigung gegen Mannschaftssport/Fußball. Dazu habe ich als kleiner Junge früher gern flauschige Pullis in bekloppten Farben getragen (ICH mochte die!), später eine ganze Zeit lang Karohemden (ICH mochte die...) und versiffte Turnschuhe (mag ich heute noch). Dazu war ich selbstverständlich ein hervorragender, wenn auch mündlich recht verschwiegener Schüler und schon früh geprägt von einem Hang zur Albernheit, dem nur wenige folgen konnten (und können). Ich hatte lieber meine Ruhe zum Beobachten oder Zeichnen, zum Dingen auf den Grund gehen, anstatt mich mit anderen Kindern im Schlamm zu prügeln.
Und dreimal dürft Ihr raten, wer es in der Schule immer abgekriegt hat. :D
Obwohl es noch viel schlimmere Gestalten gab, die natürlich noch viel mehr eingesteckt haben.

Ändern konnte ich meine seltsamen Klamotten, einfach durch Vergleichen mit anderen Leuten. Und ich habe dabei nicht wirklich etwas verloren.
Ändern konnte ich die schlunzige Körperhaltung, zumindest teilweise. Ein leicht wippender Gang bleibt.
Ohne Scheiß: Mein schiefer Mund und dass ich in diesem Zusammenhang von einer Seite stets schlechtgelaunt, von vorne aber irgendwie "psycho" aussehe (wenn ich halt nicht sowieso grinse), ist mir erst als Erwachsener aufgefallen, als ich mich mal für ein neues Brillengestell ausgiebig selbst fotografiert habe. Ich war echt schockiert, kann daran aber nichts ändern. Ist so, bleibt so, muss ich mit leben.
Anderen Leuten beim Gespräch ins Gesicht zu schauen und sie notfalls auch gezielt zu provozieren, wenn sie mich verarschen wollen, habe ich zum Glück gelernt. Merke: Ein guter Beobachter lernt mit der Zeit auch, wie er andere "packen" kann.
Die gnadenlose Albernheit (daher kommt auch das ständige Grinsen...) konnte ich natürlich auch nicht abschaffen, das ist und bleibt ein Charakterzug, der sich in meiner Familie auch sonst immer wieder findet. Führt bis heute immer wieder dazu, an entscheidenden Stellen nicht ernstgenommen zu werden. Manchmal ärgerlich, manchmal auch Absicht. Nun ja.
Mannschaftssport habe ich schon zu Schulzeiten durch Radfahren ersetzt, und Geschicklichkeit/Schulturnerei durch Kraft. Glaubt mir, das regelt auch ganz ohne Kloppereien schon so einiges, wenn der schlechteste Fußballer und größte Vollidiot am Reck seit Menschengedenken auf der Kurzstrecke plötzlich fast allen wegläuft oder sie im Armdrücken schlägt. Da braucht man dann auch keine glänzende Adidashose mehr, um dazuzugehören, hehe.

Und, das wichtigste von allem:
Wer gemobbt, gegängelt und bedroht wird, darf, soll und MUSS sich wehren!
Sofort und mit allen noch so fiesen Mitteln.
Den Kollegenarsch macht man am besten immer dann zu Sau, wenn der Chef daneben steht (vorher genau beobachten, wo der Typ vielleicht die Firma geschädigt hat!).
Dem "Ey-Alder-willst-Du-Streit" droht man kurzerhand den baldigen Tod an und haut ihm notfalls auch wirklich eine rein, und zwar pronto. Meistens reicht da aber schon ein entsprechender Blick.


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17.02.2011 um 01:03
Dobie schrieb:Den Kollegenarsch macht man am besten immer dann zu Sau, wenn der Chef daneben steht (vorher genau beobachten, wo der Typ vielleicht die Firma geschädigt hat!).


Sich dagegen mit Worten unter vier Augen (oder innerhalb der Abteilung) zu wehren, sich zu rechtfertigen oder letztendlich auszurasten/heulend zusammenzuklappen, stachelt solche Leute nur noch mehr an. Alles davon.
Also immer feste drauf, im richtigen Moment und mit wohl abgewogenen Konsequenzen! Und dabei ist vollkommen egal, ob die vielleicht selbst eine schlimme Kindheit hatten und so geprägt wurden.


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17.02.2011 um 01:36
@Dobie


Insgesamt finde ich deinen Text schon ziemlich treffend. Ich erkenne darin einen "Menschenschlag", den ich gerne die kleinen Fiesen nenne. :D Nicht das ich bewusst jeden Menschen in das Korsett oberflächlicher Stereotype presse, damit würde ich es mir ja schön leicht machen. Aber die kleinen Fiesen erkennt man beinahe auf Anhieb.

In der Schule mochte ich die sehr gerne aber in meiner späteren Bildungs- und Berufslaufbahn stellten sich solche ( nicht unbedingt für mich persönlich ) als tückische Schenkelbeisser dar.

Irgendwann am Ende, manchmal auch während der Schulzeit kommt bei denen ein gewisses Bewusstsein durch, nämlich das wovon du sprachst. Sie fangen an zu erkennen dass sie beim anderen Geschlecht nicht landen und ziemlich häufig am sozialen Futternapf hinten anstehen. Etwas eigenartig sind sie gegenüber anderen. Kann äusserliche Gründe haben, aber auch die Art. Letztlich eine Melange aus beidem.

Was passiert? Die kleinen fiesen sind ja nicht doof, im Gegenteil sie gehören zu den Intelligenteren, wenn auch nicht unbedingt zu den Guten in der Klasse. Und dann passiert es, das was sie so eigenartig macht, machen sie zur Stärke. Der Zuhausehocker der immer mit Muttern musizieren musste, spielt in einer Band. Der Typ der immer gezeichnet hat, und verschwiegen zu Boden schaute, wird ein Grafikdesigner. Sie professionalisieren sich also, und das ist die Strategie, menschliche oder optische Makel durch Könnerschaft auszugleichen.

Mit dem Alter marginalisiert sich das Aussehen, und die schlimmsten Eigenarten werden abgelegt. Zurückbleibt ein Menschentypus, der äusserlich relativ normal daherkommt, sogar >besonders< angepasst zu sein scheint aber bissig und hinterlistig ist um seine Ziele zu erreichen. Wenn er sich angegriffen >fühlt< gibt er/sie es doppelt und dreifach zurück. Mangels sozialer Schwäche, die es ihm ehemals unmöglich gemacht hat, mit anderen Gleichaltrigen auf Augenhöhe zu kommunizieren spielt er/sie nun alle Raffinessen seiner Könnerschaft aus. Es folgen im Leben viele weitere Kompensationsversuche um das gekränkte innere Kind zufriedenzustellen. Austeilen wo es nur geht, Mobbing, Arroganz, immer etwas "besser wissen" als der andere vermeidtliche Gegner, der eine hat eine tolle Kamera, also muss der kleine Fiese eine bessere haben und fachtechnische Klugscheisserei betreiben, und so weiter.

Eines sind sie nicht, geradeaus, ehrlich oder offen. Vorschnell im Urteil und oft ungerechtfertigt brutal zu ihrer Umwelt. Ich hab ein paar Leute in meiner Nähe, durch Studium und auch von früher die sind so. Mit denen komm ich auch super zurecht, ( was das wohl heisst ) aber zum Feind möchte ich sie nicht haben und irgendwie haftet denen die Kränkung und das Unvermögen ihrer Kindheit bzw. Jugend auch an.


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17.02.2011 um 01:55
DeadPoet schrieb:Mit dem Alter marginalisiert sich das Aussehen, und die schlimmsten Eigenarten werden abgelegt.
Das ist in der Tat ein wichtiger Punkt. Und zum Glück betrifft er beide Seiten im Spiel mit Opfern und Tätern.
DeadPoet schrieb:Aber die kleinen Fiesen erkennt man beinahe auf Anhieb.
Hmm. Ich nenne so eher den "geborenen Täter", der halbwegs dumm ist, oft eine starke Gruppe im Hintergrund hat und die typischen Außenseiter fleißig mobbt.
Während ich bei letzteren eher beobachtet habe, dass sie im Laufe der Zeit zu gutmütigen und friedlichen, "normalen" Menschen werden, vielleicht manchmal auch übermäßig angepasst.
"Mein" Kleiner Fieser ist in jeder Hinsicht durchschnittlich oder leicht darunter und stammt aus einer ebensolchen Familie, hat aber dort als Kind oft heftig einstecken müssen und dies schon früh nach außen gekehrt und (natürlich unbewusst) gegen "Schwächere" gerichtet. Das wahre Nachdenken hat er nie gelernt, das taktische Handeln zuungunsten Anderer dagegen als Erwachsener oft perfektioniert.

Mir ging es auch nicht so sehr darum, Wege zur Wehrhaftigkeit und zur Abkehr vom eigenen Selbst zu beschreiben, sondern eher um Wege zur möglichst umfassenden Wahrnehmung dieses Selbst und seiner Wirkung auf die Umgebung, um schließlich ggf. "Schädliches" zu verändern und sich im guten Sinne weiterzuentwickeln.
DeadPoet schrieb:Der Typ der immer gezeichnet hat, und verschwiegen zu Boden schaute, wird ein Grafikdesigner.
Hahaa, Volltreffer! Der Rest von Deinem Satz in meinem Fall allerdings überhaupt nicht.


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17.02.2011 um 13:21
Mir ging es auch nicht so sehr darum, Wege zur Wehrhaftigkeit und zur Abkehr vom eigenen Selbst zu beschreiben, sondern eher um Wege zur möglichst umfassenden Wahrnehmung dieses Selbst und seiner Wirkung auf die Umgebung, um schließlich ggf. "Schädliches" zu verändern und sich im guten Sinne weiterzuentwickeln.

Selbstreflektion ist nur schwierig wenn man in so einer Situation steckt. Es ist auf jeden Fall ein richtiger Schitt aber die Schwierigkeit ist ja gerade der Abgleich mit dem Rest der Welt.

Das was bei anderen scheinbar funktioniert, das ist ja bei einem selbst immer gaanz anders. Das Wunder der Individualität zeigt sich hier von seiner grausamen Seite. Der Glauben daran selten oder einzigartig zu sein mit seiner korpulenten Figur (besonders dick, und dazu noch zu klein, oder zu groß / dick aber auch unattraktiv, dick und nicht gesprächig ) Der Dicke mit Minderwertigkeitsproblemen wird immer noch mehr finden was ihn - auch von anderen Dicken - zu unterscheiden vermag. Deswegen lassen sich funktionierende Verhaltensweisen oder "Outfits" nicht so leicht auf die eigene Person übertragen. Nicht ohne Hilfe.

Daher steht tatsächlich meiner Ansicht nach an erster Stelle der Gedanke den Du schon zitiert hattest :

sei einfach du selbst und hör nicht was andere sagen.
du hast einen freien willen, das mächtigste werkzeug im universum.
tu was du für richtig hälst, lerne was du für richtig hälst.
geh einfach deinen weg und lass dich von niemandem beirren.



Das ist nicht der Weisheit letzter Schluss, aber eine notwendige Basis, ein Grundstein um von da aus Zugeständisse und Kompromisse zu machen. An erster Stelle steht die Selbstakzeptanz. Am besten ist es, wenn jemand da ist, der einen annimmt, manche müssen das leider irgendwie alleine schaffen.


Dieses "Abnehmen" und alles wird gut, jeder akzeptiert mich das könnte bei einigen funktionieren. ( Abnehmen als Beispiel für Veränderung ) Meistens aber sind die Makel einer Person ja nur Ausdruck tieferliegender Probleme. Eine äusserliche Veränderung könnte einen drastischen Wandel in der Selbstwahrnehmung erzeugen, wenn die "Gesellschaft" positives Feedback gibt. Meistens ist der Problemkomplex aber viel tiefer, und da heisst es erstmal Selbstakzeptanz zu üben, gleichgültig was andere sagen. Die eigen Selbstwahrnehmung sollte nicht von anderen bestimmt werden, und das ist die Krux.

Als "normaler" Mensch ist man sich im klaren, das man sowohl als auch sich selbst ein Stück aber auch von anderen beeinflussen lässt. Das führt aber nicht zu Leidensdruck, denn unter normalen Umständen ist da eine zumindest angenommene Beherrschbarkeit, Kontrolle über das eigene Auftreten. Das aber fehlt bei Menschen mit mangelndem Selbstbewusstsein, die glauben zu "Versagen" und aufgrund ihrer permanenten Selbstsuggestion tatsächlich dann auch häufiger versagen.

Am besten also läuft das Hand in Hand. Zum einen Unabhängigkeit und Selbstkontrolle erlernen in dem man sich vom Urteil anderer frei macht, und zum anderen konkret die Probleme erkennen benennen und ändern die einen aj auch selbst stören.

Dabei finde ich deine Idee das alles auch in schriftliche Form zu bringen, besonders gut.@Dobie


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Goran
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

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17.02.2011 um 21:57
@Dobie
Was denkst du, bin ich ein Opfer wie aus dem Bilderbuch?


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17.02.2011 um 22:02
Na ja, ich kann da natürlich in erster Linie nur von mir selbst ausgehen - und da hatte und habe ich immer wieder folgendes Muster, wenn ich in der Klemme stecke, mich nicht wohl fühle oder aber eine komplizierte Aufgabe zu lösen habe (kann auch beruflich oder hobbymäßig sein).

1. Wie erscheint mir die Ausgangssituation?
2. Wie könnte man sie noch betrachten? Ändert sich dadurch etwas?
3. Welche Wege erscheinen sinnvoll?
4. Welche davon sind tatsächlich machbar?

Aufschreiben hilft mir immer wieder beim Gedanken sortieren, wird um so interessanter, wenn man das mal ein paar Tage oder Wochen liegen lässt und kann nach einigen Jahren zur spaßigen Unterhaltung taugen, oder auch zur Bestürzung "meine Güte, wie war ich denn damals drauf?!?".
Bei mir ist es jedenfalls so, dass ich gerade in Situationen, in denen ich mich unwohl fühle, ganz automatisch versuche, die Sache irgendwie auf den Punkt zu bringen und ganz genau hinzuschauen, was ich selbst und was andere damit zu tun haben. Aber das muss nicht natürlich nicht für jeden gelten.


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17.02.2011 um 22:04
@Goran
Quatsch.
Ich sehe einen ausgesprochen freundlich und ruhig wirkenden, absolut sympathischen jungen Mann in einem spaßigen, gut sitzenden Hemd. Du erinnerst mich ziemlich an einen guten Freund von mir.

Daran kann es eigentlich nicht liegen - vielleicht liegt das alles auch tatsächlich gar nicht an Dir. Das ist ja durchaus möglich!


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