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Iris Schwarz 1980 in Hamburg verschwunden

587 Beiträge, Schlüsselwörter: Vermisst, Hamburg, 1980

Iris Schwarz 1980 in Hamburg verschwunden

10.07.2020 um 01:32
waldkind7
schrieb am 05.07.2020:
Nach Ansicht des Zolls sollte das Kokain wohl mit dem Sender versehen und über Bord geworfen werden, wo es dann von einem Komplizen mit einem Boot abgeholt werden sollte. In der Sprache es Zolls heißt diese Übergabe von geschmuggelten Gegenständen und Drogen Drop-Off-Verfahren.
Hallo @waldkind7 ,

so ungefähr hatte ich es mir auch für die damaligen Drogenschmuggler vorgestellt, die ich gerade anvisiere.
Ich wusste gar nicht, dass dieses Verfahren mittlerweile so gewöhnlich ist, dass es beim Zoll sogar einen eigenen Ausdruck dafür gibt.

Ich vermute also, dass dieser Vorfall im Sommer 1982 - das Auffinden eines gesprengten Bootswracks in der Elbmündung - das Überbleibsel eines "Drop-Off-Verfahrens" ist.
Allerdings in umgekehrter Reihenfolge: die Übergabe der geheimen Ware (in diesem Fall möglicherweise die gekidnappte Christina B.) vom Boot auf das Schiff.
https://www.abendblatt.de/archive/1982/pdf/19821004.pdf/ASV_HAB_19821004_HA_005.pdf

Für ein dermaßen heikles Unterfangen war dieses der perfekte Ort ("im Fahrwasser vor Friedrichskoog").
Man muss hier bedenken, dass auf der Elbe Lotsenpflicht herrscht. Bei jedem einfahrenden Schiff geht von Cuxhaven aus ein Lotse an Bord - und vom ausfahrenden Schiff wieder hinunter.
http://cuxpedia.de/index.php?title=Lotswesen_auf_der_Elbe


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Iris Schwarz 1980 in Hamburg verschwunden

10.07.2020 um 02:58
waldkind7
schrieb am 05.07.2020:
oh, da hast du ja ein ganz großes Fass aufgemacht ;-)

Das die rechtsextreme Gruppierung /terroristische Vereinigung "Deutsche Aktionsgruppen“
zu dieser Zeit um 1980 sehr aktiv war ist eine Tatsache.
Das stimmt.....
Um zu verdeutlichen, wie ich darauf komme, möchte ich noch einen weiteren Fall einführen:

Den Mord an Swanhilt (Swantje) Starke am 23.08.81 in Neuenkirchen, nähe Otterndorf, Niederelbe.

Diskussion: Geklärt und der Richtige sitzt?

Auch sie hatte glatte dunkle Haare und ein rundliches Gesicht - entsprach also dem Profil vieler vermisster und ermordeter norddeutscher Opfer:


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Desweiteren war sie in einer kirchlichen Jungendgruppe aktiv, die anscheinend evangelikalen Charakter hatte:
http://niederelbe-forum.de/archiv/thread.php?threadid=1529&sid=c8f2d685e573a14ac0a1d5aa5290d433

Zudem hatte sie gerade ihr Abitur gemacht und gehörte zu den Gründungsmitgliedern der GRÜNEN in Otterndorf.
Und was ich besonders interessant finde: ihr letzter Freund (von dem sie sich aber schon wieder getrennt hatte) stammte aus einem exotischen Entwicklungsland. Leider kann ich mich nicht mehr genau erinnern woher.
Dieses war Thema bei der Gerichtsverhandlung, weil dieser auch in Verdacht geriet.
Heute würde mancher vielleicht sagen: Swantje war Flüchtlingshelferin und eine linke Zecke..
Nicht auszuschließen daß sie hierdurch in den Fokus Rechter Kreise geriet.
Übrigens - Andea Martens, vermisst seit November 1980 (Sellstedt) hatte einen US-Soldaten als Freund, der ebenfalls verdächtigt wurde.

UND was ich noch interessant finde:

Der Ort (Neuenkirchen-Scholien) an dem man Swantjes Leiche fand, ein Graben ganz in der Nähe des (schiffbaren) Flüsschens Medem, kommt uns bekannt vor:


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Iris Schwarz 1980 in Hamburg verschwunden

16.07.2020 um 15:07
Beim Vergleich der drei Fälle Iris, Swantje und Irene fällt neben der optischen Ähnlichkeit, der gut vergleichbaren Ablageorte auch wieder ein spezielles Datum auf:

Swantje wurde in der Nacht 23./24 August 1981 ermordet,
Irene in der Nacht 23./24. August 1986.

Nimmt man im Fall Iris eine Verbindung zu Manfred Roeders "Deutschen Aktionsgruppen" an, stößt man auf den Anschlag auf das Ausländerwohnheim Halskestraße in der Nacht vom 21./22. August 1980.

Als Hobby-Detektiv muss man nun auch an den vermeintlichen - rechtslastigen - Serienkiller KW Wichmann denken.
Dieser bewahrte in seinem vergrabenen Ford Probe vier Exemplare der Mopo vom 24. August der Jahre 1989 bis 1992 auf.
https://www.mopo.de/im-norden/nach-23-jahren-enttarnt-der-schlimmste-serienmoerder-der-nachkriegszeit--24123848

Es besteht also Anlass, darüber nachzudenken, was es mit diesem Tag auf sich haben könnte.

Mit etwas googelei stößt man auf einen Auszug im NSU-Buch des ehemaligen Spiegel-Chefredakteus Stefan Aust:

https://books.google.de/books?id=D5VXAgAAQBAJ&pg=PT66&dq=22.+august+roeder&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwjnwpm9-czqAhWENOwKHXhpB...
Bildschirmfoto 2020-07-16 um 14.47.05

Desweiteren ist der 24. August der Namenstag des Apostels Bartholomäus (welcher besonders grausam starb).
In der Nacht vom 23./24. August 1572 spielte sich das Gemetzel der "Bartholomäusnacht" an den Hugenotten in Paris ab.
Wikipedia: Bartholomäusnacht

Wir wissen wiederum, dass Röder ein besonders religiöser Mensch war.
Wenn man nun etwas kombiniert, könnte man auf die Idee kommen, der 24. August war in Rechten Kreisen damals ein besonderer Feiertag.
Und man musste seinem im Knast sitzenden Führer Opfer bringen.
Möglicherweise befanden sich in KWWs Mopos verschlüsselte Botschaften, beispielsweise inserierte Jubiläumsgrüße.


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Iris Schwarz 1980 in Hamburg verschwunden

16.07.2020 um 21:26
GonzoX
schrieb:
Beim Vergleich der drei Fälle Iris, Swantje und Irene fällt neben der optischen Ähnlichkeit, der gut vergleichbaren Ablageorte auch wieder ein spezielles Datum auf:

Swantje wurde in der Nacht 23./24 August 1981 ermordet,
Irene in der Nacht 23./24. August 1986.
Die Ausführungen sind zweifellos interessant. Ich verstehe aber den Bezug dieses Datums zu Iris' Verschwinden nicht. Dieses war doch am 29.02.1980.

Verschlüsselte Botschaften in den MoPo Ausgaben: @GonzoX , die Ausgaben hast du dir doch bestimmt schon besorgt und durchstöbert.😉


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Iris Schwarz 1980 in Hamburg verschwunden

18.07.2020 um 10:03
darkstar69
schrieb am 04.03.2020:
Es besteht ja sowieso die Frage inwiefern KWW rechtspolitisch organisiert war. War er tatsächlich organisiert, also in einer Gruppe aktiv, könnte er eben auch bundesweit aktiv gewesen sei
Ein interessanter Ansatzpunkt m E.
Dass KWW sehr mobil war bzw mit seinen PKWs - auffallend - viele Kilometer zurückgelegt wurden, ist ja bekannt, daher könnte ich mir ganz gut vorstellen, dass er durch das gesamte BRD - Gebiet "cruiste".
waldkind7
schrieb am 07.03.2020:
Dazu kommt die Darstellung in Aktezeichen XY, die mMn deutlich macht, dass Iris durch den Missbrauch ein ängstliches und verunsichertes Verhalten gegenüber Männern zeigte und den Kontakt eher vermied. Daher halte ich Überlegungen, dass sie Zuflucht/Schutz bei entfernten „Bekannten“ in Billbrook, Hausbesetzerszene o.ä. gesucht hätte und dort Opfer einer Straftat wurde, für absolut unwahrscheinlich.
Nunja, oder eben evtl gerade weil Iris durch eventuellen Missbrauch so ängstlich war bzw ihre aktuelle Situation nicht mehr aushalten konnte/wollte, hat sie nach jedem Strohhalm gegriffen und sich in ihrer verzweifelten Lage auch an Menschen gewandt, die (bisher) evtl eher in die Kategorie "entfernte Bekannte" fielen - einfach weil sie dort noch am ehesten Hilfe erwartete.
Was m E jedoch eigentlich deutlich gegen diese These spricht, ist die Tatsache, dass sie zum Zeitpunkt ihres Verschwindens durchaus "Perspektiven" im Leben hatte:

• Ausbildungsplatz in der Konditorei (offenbar lief diese auch recht gut, ihr Chef, der Konditormeister, beschrieb Iris ja als zuverlässig)
• kürzlich erfolgter Umzug in die eigene Wohnung (allerdings hielt sich ihr Vater offenbar dennoch öfters(?) bei seiner Tochter auf)
• Freizeitaktivitäten (-> Howard Carpendale - Konzert)
GonzoX
schrieb am 09.03.2020:
Alternativ könnte ich mir vorstellen, dass sie tatsächlich jemanden kennengelernt hatte, der ihr ein besseres Leben versprach (vielleicht auch einen tollen Job) und sie in eine Falle lockte.
Für diese Variante "Neuanfang" würden die mitgeführten Ausweis und Sparbuch sprechen.
Oder sie kannte diese Person evtl schon länger, evtl auch nur "um drei Ecken herum"/ eher flüchtig -> spekulativ könnte dieser Kontakt evtl auch über ihren Vater (ursprünglich) zu Stande gekommen sein.
GonzoX
schrieb am 12.03.2020:
Das eine schließt ja auch das andere nicht aus: die Polizei sucht offensichtlich nach einem Täter aus Iris' Umfeld, dem man gleichzeitig auch die Serie zutraut.
Ich würde nicht ausschließen, dass es hier Hinweise aus einer erweiterten DNA-Analyse gegeben hat.
Es wäre natürlich sehr interessant zu erfahren, ob eine solche erweiterte DNA - Analyse vorgenommen wurde im Fall Iris - und falls ja, natürlich, was dabei herausgekommen ist, aber in diesem Punkt habe ich noch nichts gelesen, vll weiß ein anderer Foren-User/-in diesbezüglich mehr?
darkstar69
schrieb am 08.05.2020:
. Da wären wir bei der Frage, kannte Iris den lieben Kurt - Werner W oder dessen Bruder H-J?
Eine sehr interessante Frage, nach über 40 Jahren dürfte es allerdings nicht ganz einfach sein, diese Frage noch zu klären, da einige der Personen, die dies bzgl evtl Auskunft geben könnten, sicherlich bereits verstorben sind.
darkstar69
schrieb am 08.05.2020:
Übrigens kann man über den Elbeseitenkanal auch gut nach Adendorf und Lüneburg per Boot.
Zusammen mit den Überlegungen von @GonzoX könnte ich mir vorstellen..
GonzoX
schrieb am 08.05.2020:
Dieses Ereignis könnte man auch als Nachweis dafür werten, dass es tatsächlich damals im Norden einen Schwerkriminellen gab, der sich gut in Billbrook auskannte und in der Lage war eine Yacht zu knacken, kurzzuschließen und nachts durch die verzweigten Kanäle Hamburgs zu navigieren, elbabwärts bis ins offene Meer.
Dieser Herr (oder dessen Gruppe) konnte auch souverän mit Sprengstoff umgehen.
An der Elbmündung müsste er über eine Kontaktperson verfügt haben, die ihn dort nach getaner Arbeit am Ufer abholte (was ich mir aber schwierig vorstelle..)
Die für uns interessantere Variante allerdings wäre, dass er - allein oder in Begleitung - auf ein anderes Boot oder Schiff umgestiegen ist.
Hervorhebung von mir eingefügt.

...dass - wenn wir mal annehmen, dass KWW evtl der "Haupttäter" gewesen sein könnte, evtl sein Bruder HJW diese "Kontaktperson" gewesen sein könnte bzw die beiden Wichmann - Brüder gemeinsam agiert haben könnten.
waldkind7
schrieb am 16.05.2020:
Ich kann es mir absolut nicht vorstellen, dass so ein Mensch in der Lage sein könnte eine Persönlichkeitsstörung langfristig nach außen hin ganz zu unterdrücken bzw. nicht sichtbar werden zu lassen. Irgendwas müsste mMn das Umfeld
(Freunde, Arbeitskollegen etc.) doch irgendwann wahrgenommen und geschwiegen haben, als sie entsprechende Details hätten erwähnen sollen. Vielleicht weil sie in enger “Beziehung“ zum Täter standen, vielleicht aus Feigheit oder aber auch
aus reiner Angst…
Leider hört und liest man jedoch immer wieder von Fällen, in denen (Serien-)Mörder ein nach außen vollkommen unscheinbar / "harmlos" wirkendes Leben geführt haben, ihnen hätten weder die (engsten) Angehörigen noch Freunde und Bekannte/Arbeitskollegen derartige Taten zugetraut.
Z B John Wayne Gary, Ted Bundy oder auch Manfred Seel (um auch ein deutsches Beispiel zu nennen) fallen mir hierzu spontan ein.
waldkind7
schrieb am 16.05.2020:
Jetzt, nachdem so viel Zeit vergangen ist, wäre es an der Zeit, damals wahrgenommene Ungereimtheiten (ggf.)
den Ermittlern anzuvertrauen. Noch könnte der Täter für seine Taten zu Rechenschaft gezogen werden.
Leider vermute ich, dass die Wahrscheinlichkeit, dass der Täter bereits verstorben ist, relativ hoch sein dürfte, bzw falls er noch lebt, ist er wahrscheinlich schon relativ alt und evtl aufgrund gesundheitlicher Leiden nicht mehr verhandlungs-/haftfähig.
waldkind7
schrieb am 24.05.2020:
Außer dem Wohnheim und vllt. ein paar Industrieanlagen, verlassenen Gebäuden und dem Kraftwerk Tiefstark dürfte dort zu der Zeit noch nicht viel gegeben haben, sodass dort abends damals sehr ruhig wäre.
Hervorhebung von mir eingefügt.

Udo Schwarz arbeitete doch in Kraftwerken, weiß jemand - zufällig - etwas darüber, ob er vll auch mal im Kraftwerk Tiefstark beschäftigt war?


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Iris Schwarz 1980 in Hamburg verschwunden

18.07.2020 um 14:01
sehr gut @ThoFra , den Vater mal wieder ins Blickfeld zu bringen.

sorry, aber ich denke die anderen Theorien hier ala @GonzoX oder @waldkind7 sind nichts als Phantasie.


meiner Meinung nach ist die Lösung einfach, naheliegend, nur leider fehlt es wohl an gerichtsfesten Beweisen.


Schade und traurig!


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Iris Schwarz 1980 in Hamburg verschwunden

19.07.2020 um 11:58
@ThoFra
schöner Beitrag!

Zu KWW und HJW kann man ja viel spekulieren. In gewisser Weise bekräftigen kann man, dass es damals in Lüneburg eine wohl recht große rechtspolitische bis rechtsextreme Bewegung gab. Dass die keine Beziehungen zu den Gruppierungen der rechtsextremen Bewegung in HH oder im Cuxland gehabt haben soll, ist mEn unwahrscheinlich. Auch dort gab es größere Gruppierungen. ZB in HH die Aktionsgruppen und bekannten Rädelsführer.

Ob die die beiden Wichmann-Brüder da eine (größere) Rolle spielten, wissen wir eben nicht. Es ist aber gut denkbar. Ebenso, dass die Herren aus deren Bekanntenkreis dort verwickelt sein könnten, ist gut denkbar. Wie z.B Herr Rudloff. Es ist bekannt, dass er und KWW gemeinsame Geschäfte tätigten, usw

Vater Wichmann soll und könnte wohl ebenso im rechtspolitischen Lager bekannt gewesen sein. Seine bekannte Biographie und das Verhalten gegenüber den Jungs könnte dies auch belegen, muss es aber nicht. Dazu müsste man mehr recherchieren.
Aber: Vater W soll ja (und das wäre eben in klein Adendorf wie auch im nicht so großen Lüneburg) private Beziehungen zur Polizei gehabt haben, wo man eben munkelt, dass der damalige oder einer der damaligen oberen der Lüneburger Polizei bekannt rechtspolitisch eingestellt gewesen sein soll. Dazu müsste man dann auch weiter recherchieren.

Wenn dem in etwa so war, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass die KWW-Jungs entsprechende Beziehungen hatten und das auch bundesweit, aber vor allem in Norddeutschland.

Wenn man dann weiter bedenkt, dass KWW als Callboy und in der BDSM-Szene auch überregional unterwegs war, dass er an Waffen herankam, usw sind noch weitere Verknüpfungen denkbar. Er hat sich jedenfalls irgendwie finanziert, obwohl er deutlich über seinen Lebensstandard lebte. Und zum Schluss hatte er ja auch viele Schulden, die Hr Rudloff zT indirekt übernahm. War er ebenso in Drogen- oder Waffengeschäfte verwickelt oder in Menschenhandel usw? Wir wissen es nicht konkret.


Könnte daher in diesem Rahmen auch eine Bekanntschaft zu Vater Schwarz bestanden haben? Dieser fuhr mit seinem WoMo immer schön durchs Land. Offenbar gibt es zu ihm genauso wie zu KWW Verdachtsmomente als Täter der Disco-Morde bzw des Todesdreiecks.
Hatte Vater Schwarz ebenso Beziehungen in die Hamburger Szene? Müsste man noch weiter recherchieren.

Kannte Iris daher ggf die Wichmann-Brüder? Und/Oder andere Leute aus der Hamburger Szene? Wusste sie dann, dass dies Leute aus der Szene sind und konnte sie das einordnen? Welche Szene dann auch immer. Drogen, Rotlicht, Waffen, Sex, Rechtspolitisch, linkspolitisch, usw usw.Kommen wir da weiter?

Welche konkreten Missbrauchserfahrungen von Iris kennen wir? Wie war das damals konkret entstanden und aufgelöst? Wer war darin verwickelt? Weshalb hatte sie dann zB zum Vater noch Kontakt? Zu wem noch? Können wir das rausfinden und führt uns das weiter?

Hatte jemand aus diesen ganzen Kreisen ein Boot oder Zugang zu einem Boot? In der privaten hamburger high Society, in der KWW gerne verkehrte und ja dort seine Alice auch kennen lernte, wäre das denkbar. Im Schmuggel und illegalen Handel wäre das auch denkbar. KWW lebte aber zuvor teilweise auch bei Karlsruhe.

Hatte da jemand in HH noch eine Wohnung oder so als möglichen Unterschlupf für Iris? Mit oder gegen ihren Willen? KWW könnte theoretisch in Adendorf oder auch bei Bekannten in HH einen Unterschlupf gehabt haben. Alice, die eine Wohnung in HH hatte, kannte er da (meine ich) noch nicht. Ob er die Geheimräume in seinem Elternhaus schon hatte, wissen wir auch nicht. Ob die Einliegerwohnung in seinem Elternhaus damals bewohnt war (durch ihn oder den Bruder?), wissen wir ebenso wenig.

In diesem Kontext wäre es eben sehr interessant, zu erfahren, ob es da tatsächlich DNA-Spuren gibt, die die Polizei kennt und natürlich nicht veröffentlicht. Spannend wäre es eben auch, zu wissen, was die Polizei über diverse Kontakte des Vater Schwarz so weiß und seine verschiedenen beruflichen und privaten und ggf eben auch kriminellen Beziehungen und Machenschaften.

Denkbar wäre eben sehr gut, gerade weil es damals in der rechten Szene wohl durchaus häufiger zu kriminellen und illegalen Geschäften mit Drogen und Waffen kam, dass eben verschiedene Personen mit Zufluchtsorten wie WoMo und Boot und entsprechender Mobilität damit auch die Möglichkeit des Mädchenklaus nutzten. Alles denkbar. Aber dann glaube ich, war es keine Einzelperson.


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Iris Schwarz 1980 in Hamburg verschwunden

25.07.2020 um 17:05
GonzoX
schrieb am 10.07.2020:
so ungefähr hatte ich es mir auch für die damaligen Drogenschmuggler vorgestellt, die ich gerade anvisiere.
Ich wusste gar nicht, dass dieses Verfahren mittlerweile so gewöhnlich ist, dass es beim Zoll sogar einen eigenen Ausdruck dafür gibt.
@GonzoX , ich war auch sehr erstaunt darüber, wie verbreitet diese Methode trotz des großen Aufwands und hohen Risikos zu sein scheint und das es dafür gar eine Bezeichnung gibt :-)
GonzoX
schrieb am 10.07.2020:
Ich vermute also, dass dieser Vorfall im Sommer 1982 - das Auffinden eines gesprengten Bootswracks in der Elbmündung - das Überbleibsel eines "Drop-Off-Verfahrens" ist.
Allerdings in umgekehrter Reihenfolge: die Übergabe der geheimen Ware (in diesem Fall möglicherweise die gekidnappte Christina B.) vom Boot auf das Schiff.
https://www.abendblatt.de/archive/1982/pdf/19821004.pdf/ASV_HAB_19821004_HA_005.pdf
@GonzoX , bei dieser Geschichte (Stichwort Bootswrack), in der ein Boot aus dem Holzhafen in Hamburg-Moorfleet gestohlen und bei Friedrichskoog https://www.friedrichskoog.de/natur-region/friedrichskoog/ an der Nordsee in Brand gesetzt wurde, fällt natürlich auf, wie nah die Anlegestelle (wo aus das Boot gestohlen wurde) zu Billbrook liegt.
Es ist schon ein mysteriöser Vorfall, zumal man sich die Frage stellen muss, weshalb man eine Luxusjacht komplett zerstören muss, hätte man sie tatsächlich “nur“ für eine Spritztour genutzt… Laut Pressebericht in den von dir verlinkten Artikeln dazu, beschäftigte sich die Kripo auch mit dieser Frage und ob es sich nicht auch um einen Versicherungsbetrug gehandelt haben könnte. Das Boot stand zum Verkauf, aufgrund eines überteuerten Preises hatte sich jedoch kein Interessent gemeldet. Der Versicherungswert der Jacht betrug lt. Zeitungsbericht 120.000 Mark!

Die Geschichte kommt mir auch irgendwie total suspekt vor. Ob sie in Zusammenhang mit anderen kriminellen Geschäften wie z.B. Drogenhandel steht, könnte ich mir durchaus vorstellen. Aber ob diese Sache auch mit dem Verschwinden von Iris S. zu tun hat? Ich persönlich glaube nicht daran.
________________

Grundsätzlich finde ich den Gedankengang über eine eventuelle Nutzung eines Bootes bei der Discomörder-Mordserie schon sehr interessant, denn dadurch hätte er aus meiner Sicht eine weitere Fortbewegungsmöglichkeit gewonnen bzw. auch ein mobiles und variables Versteck gehabt. Warum sollte dies in einer Gegend, wo überall Wasserwege sind, nicht eine Überlegung wert sein?

Es wurde davon berichtetet, dass Udo S. Damals mehrere Wohnwagen nutzte.
Nachdem er gestanden hatte junge Frauen in Discos überall in Deutschland angesprochen zu haben und bekannt war, dass in versch. Gebieten Frauen nach einen Discobesuch verschwunden sind, wurden seine Fahrzeuge überprüft.

Foto Campingbus 8.3.80Original anzeigen (0,2 MB)

https://www.abendblatt.de/archive/1980/pdf/19800308.pdf/ASV_HAB_19800308_HA_001.pdf
Hamburger Abendblatt 8/9. März 1980

Ob er auch ab und zu ein Boot nutzte und man dies übersah? Wir wissen es schlicht nicht, aber es wäre schon praktisch. Ein Blick in die Region zeigt, wie gut man sich dort per Boot fortbewegen kann, aber es ist reine Spekulation.

Elbeweser Bild-Wasserwege Post HEUTEOriginal anzeigen (0,2 MB)
Quelle: based on map data from www.demis.nl
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Elbe-Weser-Dreieck.png?uselang=de

Die Verbindungsmöglichkeiten, die zur damaligen Zeit zwischen Schleswig-Holstein – Hamburg - Niedersachsen und dem Elbeweserraum (auch Cuxhaven) bestanden, beschäftigen mich seit langem. Von Brunsbüttel wäre man mit einer Fähre schnell in Cuxhaven, auch das Auto hätte man unkompliziert per Fähre transportieren können und wäre somit in ca. 30 min. mobil und flexibel in der Elbeweser-Region.
1969–1981
Vom 1. Mai 1969 bis zum 1. Juli 1981 wurde die Elbefähre Cuxhaven–Brunsbüttel mit den zwei grün/weißen Autofähren Niedersachsen[5] und Schleswig-Holstein[6] betrieben, ab dem 1. Mai 1974 bereedert durch die HADAG.[7]
Wikipedia: Fährverbindung_Brunsbüttel
_________________

Diesen Artikel von 1980 zum Fall Iris S. finde ich sehr wichtig. Hier erwähnt die Polizei, dass Udo S. überall als Monteur in Kraftwerken unterwegs gewesen sein soll.
Ebenfalls interessant:
„Wichtig ist dabei auch, ob Udo Schwarz am 16. Mai 1979, am 7. Juni 1978 und am 7. Oktober 1977 in Cuxhaven und Bremerhaven gesehen wurde“.

11.03.80  - S 1 Titel Diskos Text  und BOriginal anzeigen (0,2 MB)
https://www.abendblatt.de/archive/1980/pdf/19800311.pdf/ASV_HAB_19800311_HA_001.pdf
Hamburger Abendblatt 11.03.1980

Diesbezüglich finde ich die Standorte der Kraftwerke im Raum Norddeutschland sehr interessant.

Kraftwerke
https://www.google.com/maps/search/kraftwerke+norddeutschland/@53.7388769,8.7439405,9z/data=!4m8!2m7!3m6!1skraftwerke+no...
.


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Iris Schwarz 1980 in Hamburg verschwunden

25.07.2020 um 17:29
waldkind7
schrieb:
Diesen Artikel von 1980 zum Fall Iris S. finde ich sehr wichtig. Hier erwähnt die Polizei, dass Udo S. überall als Monteur in Kraftwerken unterwegs gewesen sein soll.
@waldkind7 - eine sehr gute Recherche. Interessant wäre hier sicher die Frage, ob die Kontaktanbahnung zu jungen Mädchen nach Discobesuchen, die ja laut Hamburger Abendblatt bundesweit erfolgt sein soll, im räumlichen und zeitlichen Zusammenhang zu seinen Montageeinsätzen zum Bau von Kraftwerken erfolgt ist.


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Iris Schwarz 1980 in Hamburg verschwunden

27.07.2020 um 19:52
@waldkind7
Sehr schön!

Siehst Du denn Vater Schwarz dann als Einzeltäter? Wenn er nicht nur mit Wohnmobil unterwegs war sondern auch Zugang zu einem Boot, dann wäre es doch überlegenswert, wenn nicht gar wahrscheinlich, dass er eben nicht alleine unterwegs war.
waldkind7
schrieb:
Diesen Artikel von 1980 zum Fall Iris S. finde ich sehr wichtig. Hier erwähnt die Polizei, dass Udo S. überall als Monteur in Kraftwerken unterwegs gewesen sein soll.
Ebenfalls interessant:
„Wichtig ist dabei auch, ob Udo Schwarz am 16. Mai 1979, am 7. Juni 1978 und am 7. Oktober 1977 in Cuxhaven und Bremerhaven gesehen wurde“.
Diese Daten würden Vater Schwarz ja mit den Fällen Anja Beggers, Angelika Kielmann, Anke Streckenbach in Verbindung bringen. Mehr dazu wissen wir aber auch nicht.

https://www.bild.de/regional/bremen/der-ermordeten-maedchen-13453750.bild.html#fromWall

https://www.mopo.de/hamburg/polizei/13-tote-maedchen-im-norden-schlug-der--disco-moerder--auch-in-hamburg-zu--33193436#:...“%20nach%20Hamburg.


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Iris Schwarz 1980 in Hamburg verschwunden

28.07.2020 um 15:44
Etwas sehr weit weg geholt aus der Berichterstattung zu Frauke Liebs (jaja... ich weiß, seehr weit - ich war auch elektrisiert, als es hieß, der Verdächtige im Fall Madeleine McCann sei "Schrauber" oder "Schraubendreher" genannt worden... und der Vater U.S. wäre zu dem Zeitpunkt dann schon 64 Jahre alt gewesen, wenn ich richtig rechne - also ist ein Zusammenhang unwahrscheinlich, wollte es aber loswerden):
Daher macht die Mutter nun auf einen Ansatz aufmerksam, der bei den damaligen Ermittlungen der Polizei eine Rolle gespielt haben soll. „Nach der Ermordung von Frauke schlugen Leichenspürhunde im Fahrzeug eines Windanlagen-Monteurs an. Wer kennt den Verdächtigen?“, will Ingrid Liebs wissen.
https://m.westfalen-blatt.de/OWL/Kreis-Paderborn/Paderborn/4242023-Mitwisser-im-Fall-Frauke-Liebs-sollen-sich-melden-Unt...

Was mir halt über die neue Beschäftigung mit dem Verschwinden von Iris und den aktuellen Ermittlungen rund um den Verdächtigen B. im Fall Madeleine wieder stark ins Bewusstsein gerückt ist: Es muss Unzählige da draußen geben, die mit Campingbussen, Transportern, Arbeitsfahrzeugen unterwegs auf der Jagd sind.
GonzoX
schrieb am 07.05.2020:
Ich halte es ebenfalls für möglich, dass er Iris doch recht verzweifelte häusliche Situation ausnutzte und ihr ein besseres Leben (inclusive schönem Job) versprach und sich dann das Verschwinden zunächst ganz ohne Gewalt abspielte.
Ich kann mir das so auch gut vorstellen. Iris wird Männern/Jungs gegenüber allerdings als eher zurückhaltend beschrieben, dann müsste dieser Er ihr Vertrauen annahmsweise schon vorher gewonnen haben.


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Iris Schwarz 1980 in Hamburg verschwunden

28.07.2020 um 22:36
@ThoFra
ThoFra
schrieb am 18.07.2020:
Leider hört und liest man jedoch immer wieder von Fällen, in denen (Serien-)Mörder ein nach außen vollkommen unscheinbar / "harmlos" wirkendes Leben geführt haben, ihnen hätten weder die (engsten) Angehörigen noch Freunde und Bekannte/Arbeitskollegen derartige Taten zugetraut.
Womit du vollkommen recht hast. Leider.
ThoFra
schrieb am 18.07.2020:
dass die Wahrscheinlichkeit, dass der Täter bereits verstorben ist, relativ hoch sein dürfte, bzw falls er noch lebt, ist er wahrscheinlich schon relativ alt und evtl aufgrund gesundheitlicher Leiden nicht mehr verhandlungs-/haftfähig.
Da hast du natürlich recht, aber ich persönlich würde mir für Iris sehr wünschen, dass der Täter noch überführt wird und Klarheit herrscht. Ich finde, das wäre das mindeste nach all dem, was sie durchmachen musste. Meine Hoffnung setze ich
auf Menschen aus dem Umfeld, die sich damals, aus welchen Gründen auch immer, vielleicht nicht erinnern konnten/wollten und jetzt nach langer Zeit Abstand gewonnen und den Mut für eine Aussage gefasst haben. Manchmal kann ein winziges Detail schon einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung leisten.
ThoFra
schrieb am 18.07.2020:
Udo Schwarz arbeitete doch in Kraftwerken, weiß jemand - zufällig - etwas darüber, ob er vll auch mal im Kraftwerk Tiefstark beschäftigt war?
Diese Frage hat mich auch schon beschäftigt. Uns ist nur bekannt, dass Udo S. in der Obdachlosenunterkunft (nahe dem Kraftwerk Tiefstack) bis zu seinem 12. Lebensjahr lebte. Da er da ja noch ein Kind war, habe ich mich in diesem Zusammenhang gefragt, wie er nach Billbrook gekommen ist und ob seine Eltern auch mit ihm dort waren.
Beschäftigt hat mich auch der Standort Billbrook mit dem Kraftwerk Tiefstack, welches schon vor den 80er Jahren dort vorhanden war.
Mit dem Bau des Kraftwerks wurde 1914 begonnen. Es verfügte bei seiner Fertigstellung im Jahr 1925 mit 24 Kesseln über eine Nennleistung von 85 MW, die nach Erneuerung der Turbinen bis 1953 auf 130 MW gesteigert werden konnte. Im Jahr 1933 erhielt die Anlage eine Ausrüstung als Heizkraftwerk, das nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung Dampf in das Hamburger Fernwärme-Netz lieferte. 1950 wurde die Anlage zu einem Hochdruck-Kraftwerk modernisiert. Die ursprünglich 100 Meter hohen Schornsteine des Kraftwerks wurden 1952 auf eine Höhe von 75 Metern verkürzt.
Wikipedia: Tiefstack
Interessant finde ich es auch wegen der Berufswahl von Udo S. als Monteur im Kondensatoren und Kesselbau. Dann wäre es evtl. auch möglich, dass er dort in Tiefstack die Lehre/Ausbildung absolviert hat? Oder hatte er vllt. Kontakt zu Menschen mit ähnlichen Berufen, die ihm als Vorbild dienten und seinen Berufswunsch beeinflussten?
Ich konnte leider nichts darüber finden...


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Iris Schwarz 1980 in Hamburg verschwunden

28.07.2020 um 23:10
@sören42
sören42
schrieb am 25.07.2020:
Interessant wäre hier sicher die Frage, ob die Kontaktanbahnung zu jungen Mädchen nach Discobesuchen, die ja laut Hamburger Abendblatt bundesweit erfolgt sein soll, im räumlichen und zeitlichen Zusammenhang zu seinen Montageeinsätzen zum Bau von Kraftwerken erfolgt ist.
Danke Sören :-)
Ja, das wäre tatsächlich sehr interessant zu wissen. Von Altenessen nach Norddeutschland/Brunsbüttel kam er 1972, um beim Bau des Kernkraftwerks Brunsbüttel zu arbeiten, wie hier in dem Artikel berichtet wird:
https://www.abendblatt.de/archive/1980/pdf/19800308.pdf/ASV_HAB_19800308_HA_003.pdf

Daher wäre es auch möglich, dass er als Monteur im Kondensatoren und Kesselbau beim Bau weiterer Kraftwerke mitwirkte. Ansonsten wurde davon berichtet, dass er mit seinem Campingbus von Baustelle zu Baustelle überall in Deutschland reiste. Ich denke auch, dass so ein Kraftwerk ständig gewartet werden muss... Und die Reparatur solcher Kondensatoren und Kessel stelle ich mir auch zeitaufwendig vor, sodass der entsprechende Monteur evtl. auch längere Zeit (Tage, vllt. sogar Wochen) vor Ort sein muss.

Eine sehr gute Übersicht der Kraftwerke in Deutschland nach Baujahr, ist hier zu finden:
Wikipedia: Liste_der_Kernreaktoren_in_Deutschland#Kernkraftwerke


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Iris Schwarz 1980 in Hamburg verschwunden

30.07.2020 um 08:34
darkstar69
schrieb am 19.07.2020:
Und zum Schluss hatte er ja auch viele Schulden, die Hr Rudloff zT indirekt übernahm. War er ebenso in Drogen- oder Waffengeschäfte verwickelt oder in Menschenhandel usw? Wir wissen es nicht konkret.
Kann mir ehrlich gesagt auch nur schwerlich vorstellen, dass Rudloff ausschließlich aus Liebe zu Alice die Schulden des KWW übernommen haben soll - natürlich gibt es solche Fälle, aber naheliegender wäre m E eher die Variante, dass er in die "kriminellen Machenschaften" des KWW (oder beider Wichmann - Brüder) verwickelt war.
Dass Rudloff und KWW Geschäfte miteinander machten, ist uns ja bereits bekannt, inwieweit diese Geschäfte legal oder illegal gewesen sind, müsste man genauer nachrecherchieren - dürfte aber nach diesem langen Zeitraum nicht ganz einfach sein, da viele der Personen, die darüber Bescheid gewusst haben könnten, entweder bereits verstorben sind, oder sich weigern, etwas auszusagen (siehe z B Bruder HJW).
darkstar69
schrieb am 19.07.2020:
atte jemand aus diesen ganzen Kreisen ein Boot oder Zugang zu einem Boot? In der privaten hamburger high Society, in der KWW gerne verkehrte und ja dort seine Alice auch kennen lernte, wäre das denkbar. Im Schmuggel und illegalen Handel wäre das auch denkbar.
Ein guter Ansatzpunkt m E.
Um in dieser Richtung weiter ansetzen zu können, müsste man jedoch zunächst mehr über KWW Kontakte in die "Hamburger High Society" herausfinden - mit wem genau hatte er dort damals Kontakt?
Evtl könnte auch "ein wohlhabender (Hamburger) Freund/Bekannter" KWW / den Wichmann - Brüdern (und evtl noch weiteren, mit ihnen gemeinsam agierenden Personen) ein Boot zur Verfügung gestellt haben - ob diese Person/"Bootsbesitzer" von (eventuellen) kriminellen Machenschaften etwas wusste oder tatsächlich einfach nur gutgläubig / vertrauensselig war, sei mal dahingestellt.
waldkind7
schrieb:
Da hast du natürlich recht, aber ich persönlich würde mir für Iris sehr wünschen, dass der Täter noch überführt wird und Klarheit herrscht. Ich finde, das wäre das mindeste nach all dem, was sie durchmachen musste. Meine Hoffnung setze ich
auf Menschen aus dem Umfeld, die sich damals, aus welchen Gründen auch immer, vielleicht nicht erinnern konnten/wollten und jetzt nach langer Zeit Abstand gewonnen und den Mut für eine Aussage gefasst haben. Manchmal kann ein winziges Detail schon einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung leisten.
Natürlich würde ich mir für Iris ebenfalls sehr wünschen, dass ihr Schicksal noch geklärt werden kann - möglichst noch zu Lebzeiten ihrer Angehörigen (Mutter, Geschwister...) damit auch diese "abschließen" können mit den damaligen Geschehnissen und endlich Gewissheit erhalten.

Diese Hoffnung, dass sich Menschen aus dem (damaligen) Umfeld / "Mitwisser" noch melden könnten und ihr Wissen preisgeben, hatten offenbar auch die EB, anders kann ich mir den erneuten Bericht/Aufruf in "Aktenzeichen XY" nicht erklären.
Offenbar ist es jedoch - leider - bis jetzt nicht zu einem "Durchbruch" gekommen, zumindest haben die EB Öffentlichkeit nichts dergleichen verlautbaren lassen.


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