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Neue Form der Rassentrennung?

1.949 Beiträge, Schlüsselwörter: Rassismus

Neue Form der Rassentrennung?

01.12.2017 um 14:23
Vor 2 Wochen etwa entdeckte ich hier einen überaus zutreffenden Beitrag, aber dazu später.

Das Problem dieses Forums ist, dass es einen nicht gleich von Anfang an mitteilt, was für eine Art Thread auf einen zukommt, so dass man leider erst viel zu spät feststellt, dass man in den Zeitsumpf geraten ist, der eine Unmasse an Zeit mit Ausstiegsversuchen verschwendet, und egal, ob man es schafft sofort auszusteigen - dann war die bisherige Lesezeit Lebenszeitverschwendung - oder bis zum bitteren vorläufigen Ende weiterliest - dann weiß man am Ende, was man auch vorher schon ahnte, dass noch ein zusätzlicher Anteil Lebensverschwendung hinzugekommen ist. Es gibt also gewisse Threads, die sich von der Thematik her spannend anhören und die man sich entscheidet auch zu lesen und vielleicht auch aktiv dran zu partizipieren.

Das Problem mit Allmy ist, dass die meisten Themen gut sind und auch spannend bzw. kontrovers diskutiert werden, dass sich aber auch ein paar faule Eier darunter finden, also Threads, deren Nachlesen eine absolute Qual, informativ nullbringend und im ganzen furchtbar ist, also nur was für Masochisten. Hiervon musste ich leider bisher 4 zur Kenntnis nehmen, d.h. 4x schon bin ich in einen Zeitsumpf geraten, der mich sehr viel Lebenszeit kostete, die ich bei niemandem, am allerwenigsten beim Forenbetreiber selbst, einklagen kann, um mir diese verschwendete Lebenszeit zurück zu erstatten.

Diese 4 Threads sind:

  • Burkathread
  • Köterrasse
  • Erich von Däniken
  • ... und dieser hier

Von allen 4 Threads ist dieser allerdings der mit Abstand Schlimmste. Kommt mir vor wie eine Rassismus-Satire deluxe. Aber auf die Art kann man schön den wirklichen alltäglichen Rassismus verdrängen.

Es tut mir also wirklich leid, dass ich 97 Seiten durchgehalten habe, 90 Minuten Lesezeit = 7 Seiten pro Tag -- man kann es sich ausrechnen: 2 Wochen diesen Mist und Tag für Tag darauf gehofft, dass es irgendwann noch mal besser wird, ich blauäugiger Weißkohl.

Wollte also nur mitteilen, dass ich mich durch den Quark gekämpft habe bis zum vorläufigen bitteren Ende. Hoffentlich kommt nicht mehr allzu viel nach.

Aber viel besser hat das ein anderer schon ziemlich früh im Thread zusammengefasst:
Libertin schrieb am 12.09.2017:Ich schätze mit der ganzen Emoji-Debatte wird eher wieder ein Problem aufgezäunt wo eigentlich nie eins war.
Die neue Variationsbreite an Hautfarben wie man sie ja zuvor schon bei Barbiepuppen, Legofiguren und anderen Sachen findet soll ja im Grunde einfach nur die Viefalt an menschlichen Repräsentationen hervorheben. Bis dieser Thread hier auf kam ist mir hierbei jedenfalls nicht mal der Gedanke an "Rassentrennung" in den Sinn gekommen.

Mit tatsächlichem Rassismus haben wir bis heute dagegen eher auf wesentlich elementareren Ebenen zu kämpfen weshalb der Fokus daher auf ganz andere Bereiche gelegt werden sollte. Meiner Meinung nach daher ein absolut unnötiges Fass das hier aufgemacht wurde.

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Noch ein paar Anmerkungen...
Tussinelda schrieb am 12.09.2017:Rassismus ist Vorurteil+Macht.
Nein, das stimmt nicht ganz. Das wäre Chauvinismus.

Zum Rassismus gehört noch etwas mehr. Und gleichzeitig kann es auch weniger sein; der meiste Alltagsrassismus hat nichts mit Macht zu tun, sondern eher mit Ablehnung, umso mehr, je "anders" oder "fremder" der andere aussieht; verbunden natürlich mit Vorurteil und einer Pseudoüberlegenheit, solange man als Mitglied einer Gruppe Rassismus zeigt.
blueavian schrieb am 17.09.2017:Wenn man jemanden kritisiert, hat das fast immer mit Macht zutun.  Man will den anderen schließlich mit Kritik abwerten.
Das ist die populistische Volksansicht, die in weiten Teilen der Bevölkerung vorherrscht. Also würde man "Macht" missbrauchen, indem man auf schlechte Zustände oder schlechte Argumente hinweist und diese kritisiert. Wenn ein Literaturkritiker einen Roman verreißt, weil dieser seiner Ansicht nach schlecht geschrieben ist, fühlt sich der Kritisierte ganz persönlich angegriffen und behauptet, der Kritiker habe seine Macht missbraucht, um ihn "fertig zu machen." Deshalb war ein Reich-Ranicki unter den Schriftstellern ja so verhasst, weil er so viele Romane schlecht fand und damit die Eitelkeit der Herren von der schreibenden Zunft verletzt hatte. Aber um überhaupt von einem RR kritisiert zu werden, muss der Roman schon ganz gut sein, denn er kritisierte eben nur die wichtigsten Neuerscheinungen. Das wiederum wollten die Autoren nicht akzeptieren, sie wollten nicht nur kritisiert werden, sondern dann auch noch nur positiv. Der "gemeine User" verwechselt häufig Kritik an einer Aussage mit Kritik an der Person, die diese Aussage getätigt hat. Das ist aber aus den Köpfen der Betroffenen so schlecht rauszukriegen, dass sie teilweise sogar nach einem Kritikverbot bzw. Kritikerverbot schreien.

Und nein, es hat nichts mit Macht zu tun, sondern mit Kompetenz.
blueavian schrieb am 17.09.2017:Bardon zum Beispiel schreibt, man sollte erst jemanden kritisieren und auf seine Fehler hinweisen, wenn man gefragt wird und dann sollte man es auch nur so machen, dass darin kein Vorwurf vorhanden ist. Dadruch umgeht man das Machtverhältnis von Kritik.
Das ist die Ansicht eines Einzelnen. Warum Kritik ein Machtverhältnis sein sollte, kann weder er noch du begründen. Dieses falsche Zurückkeilen ist eher Ausruck mangelnder Argumente, also von Argumentationsnot, dass man der Kritik nichts entgegenzusetzen hat. Das aber mal ganz allgemein formuliert, ohne auf diesen spezifischen Fall eingehen zu wollen. Zu dem ich zudem noch keine abschließende Meinung hab. Ich war auch noch nicht einer Situation, in der ich mir überlegen müsste, weiße, gelbe, braune oder schwarze Emojis zu verwenden. Wenns nach mir ginge, sollten alle Emojis grün sein, denn das ist keine Hautfarbe, seitdem wir wissen, dass es keine Marsmenschen gibt. :D
AlteTante schrieb am 17.09.2017:Mech schrieb:
Warum wird hier jedesmal auf die Hautfarbe gepocht obwohl doch der beste weg Rassismus zu bekämpfen wäre diese außen vor zu lassen und mehr mit dem Menschen selbst sich zu beschäftigen.
Weil viele Menschen, warum auch immer, anderen ein schlechtes Gewissen machen wollen. Und dafür muss man eben manchmal nach Gründen suchen. Heute ist das die unterschwellige Unterstellung von latentem Rassismus.
Frei nach dem Motto: Es gibt keinen Rassismus, der wird von den Rassismuskritikern immer nur herbeigelabert.
Cesare schrieb am 19.09.2017:Auch ich habe Privilegien. Aber dass ich die habe ist nicht meine Schuld, viel mehr ist es problematisch, dass andere diese Privilegien nicht haben. Und das ist glaub ich der Urkonflikt, warum solche Themen heutzutage so polarisieren; Das Leuten ständig vermittelt wird, sie wären schuld an irgendetwas, sie werden entmenschlicht und soziologisch geschlossen einer Gruppe zugerechnet, die der Nachteilsgruppe gegenüber privilegiert ist.
Ich glaube du missverstehst da etwas. In soziologischen Studien zum Thema Rassismus sind "weiße Gruppen" oder Schichten keine Blöcke, sondern eher Vergleichsgruppen. wenn sich einer aus der Oberschicht rassistisch verhält, wird er nicht in die "Ecke" Oberschicht = rassistisch gestellt, sondern stellt sich selbst in die Ecke der Rassisten. "Oberschicht" gilt dann nur als Zugehörigkeit bei der Zählung, um herauszufinden wie viele %% der Rassisten aus der Ober-, Mittel- und Unterschicht kommen, aber es wird deswegen nicht die ganze Gruppe "in die Ecke gestellt". Und dass Weiße Schwarzen gegenüber privilegiert sind, ergibt sich schon aus dem Anteil der Schwarzen in der Ober-, Mittel- und Unterschicht gegenüber dem Anteil der Weißen in diesen Schichten; d.h. die Schwarzen sind oben unter- und unten überrepräsentiert.
Tussinelda schrieb am 19.09.2017: Ich bin lange genug dabei, in der Regel sehr geduldig, habe mich durch alle diesbezüglichen threads gewurschtelt und habe immer - egal wie ich mich äusserte - die gleichen Reaktionen bekommen. Man "rief" mich ständig zu solchen Themen - wie auch hier - weil man vermeintlich ja wissen will, was ich denke.
Oder nicht doch eher zum Zoff? Ich mache ja ähnliche Efahrungen... Das geliebte Feindbild. :D
interrobang schrieb am 23.09.2017:Es gibt eben keine schwarze kultur. Ein Schwarzer aus der usa, aus England, aus deutschland aus Ghana oder aus Südafrika haben verschiedene Kulturen.
Selbstverständlich gibt es die
Wikipedia: Kultur_der_afroamerikanischen_Sklaven

Die verschiedenen Formen sind Facetten schwarzer Kultur, die eine genuin andere ist als die weiße und beide eine jeweils andere als die ostasiatische.
Tussinelda schrieb am 23.09.2017:es muss auch nicht abwertend sein, kann es aber. Es verwäscht die ursprüngliche kulturelle Bedeutung, das ist eines der Probleme, der Kontext geht verloren, zudem sind genau solche Dinge, den Personen, zu deren Kultur es gehört, verboten worden, wurden lächerlich gemacht, werden sie genau deswegen diskriminiert. Schliesslich sind Dreads doch "nur" eine Frisur, kannste also ändern, abschneiden etc., wenn Du nicht diskriminiert werden willst (zum Beispiel bei Jobs). Nur hat es eben für die Menschen, zu deren Kultur die Dreads gehören, eine tiefe wichtige Bedeutung, es ist Teil ihrer Identität. Das ignoriert man aber gerne. Und redet dann von Rassentrennung und Ethnopluralismus
Bei jedem meiner Afrikaaufenthalte passierte es häufiger, dass sich die Touristinnen Dreads machen ließen, einige bei ihren Töchtern ebenso, und auch einige Omas. Ich fand das mit der Zeit abstoßend, besonders wenn die Haare an sich schon eher spärlich oder dünn sind. Einige von ihnen, schätze ich, behielten die Dreads auch nach der Rückkehr aus dem Urlaub - man sieht ja hier auch immer häufiger Dreads bei Deutschen. Wahrscheinlich als so ne Art Souvenir, aus dem gleichen Grund, aus dem auch Urlaubsfotos gemacht werden. Mit der Kultur der Schwarzen selbst hat das rein gar nichts zu tun - für die meisten wohl maximal ein ästhetisches Modezeichen.
Tussinelda schrieb am 24.09.2017:Menschen, die von Rassismus betroffen sind würden sich wünschen, von gar keiner Form von Rassismus betroffen zu sein. Es gibt keinen falschen und/oder echten Rassismus. Auch wenn das gerne so dargestellt wird. Der alltägliche, subtile Rassismus ist der, unter der die einzelne Person oft besonders leidet, da es sie ganz persönlich und direkt trifft.
Wahre Worte, die man sich öfter mal nachlesen und drüber nachdenken sollte.
AlteTante schrieb am 25.09.2017:Warum werden nicht (mehr) Menschen mit einer anderen Haarfarbe diskriminiert? Weil sich niemand für die Haarfarbe anderer Leute interessiert. Man akzeptiert ganz einfach, dass es Menschen mit unterschiedlichen Haarfarben gibt, und niemand denkt sich etwas dabei.
Haarfarben kannst du nach Bedarf färben. Mit der Hautfarbe ist das schon etwas problematischer. Schwarze Frauen laufen hier zurzeit mit Vorliebe in blonden Dreadlocks rum und machen dabei ungewollt deutsche Frauen nach, die aus ihrem Afrikaurlaub ihre blonden Haar in Form von Dreadlocks mitbrachten. Ich mag da nicht gerne von kultureller Vereinnahmung sprechen, sondern lieber von Melting Pot, so wie es auch die Amerikaner sehen. Dem liegt dann auch gleich eine viel entspanntere Einstellung zugrunde, die weitgehend immun ist gegen Rassismus.
interrobang schrieb am 27.09.2017:Macht ist für rassismus immer noch irrelevant da Rassismus immer noch eine ideologie ist.
Rassismus ist keine Ideologie sondern ein Charakterdefizit.
AlteTante schrieb am 03.10.2017:Man kann nicht jedes gigantische Verbrechen in der Welt der kolonialen Vergangenheit und damit den Europäern in die Schuhe schieben. Der Kolonialismus ist schon Jahrzehnte her
Immer das Gleiche: Wir haben nix mit dem Holocaust und dem Kolonialismus zu tun, weil das waren irgendwelche Vorfahren von uns. Warum immer von uns Deutschen und Europäern? Zwar haben wir persönlich damit nichts zu tun, aber aufgrund der Geschichte dürfen wir, genauso wie wir Diskriminierung von Juden am wenigsten zulassen dürfen, Afrika aufgrund der kolonialen Vorgeschichte nicht vor die Hunde gehen lassen, sondern haben hier eine Bringschuld.
Tussinelda schrieb am 04.10.2017:Das ist auch hier im thread das Problem. Da Weißsein nicht diskutiert wird, da die Privilegien nicht als solche angesehen werden, kann man auch nicht verstehen, warum die Frau aus dem Video sagt, was sie sagt und welchen Zweck dies verfolgt.
Dann findet sie aber im weißen Leserpublikum (so gut wie) keine verständnisvollen Leser, nicht aus Bosheit, sondern aus Mangel an (umgekehrter) Abstraktionsfähigkeit, und genau das scheint sich in diesem Thread wieder bestätigt zu haben.
Vincent schrieb am 04.10.2017: weil es mir eigentlich nur darum ging, Rassismus, den ich abgrundtief ablehne, nicht auf irgendwelche vermeintliche Rassen einzuschränken. Das ist ein Problem, das komplett Hautfarben übergreifend existiert.
Natürlich kann man das so postulieren, aber es ist die große Frage, ob es sich tatsächlich so verhält. Ich kenne Ostafrika ziemlich gut, es geht dort abseits der Touristeneklaven auch nicht mit Samthandschuhen zu, aber Auseinandersetzungen etwa zwischen verschiedenen Stämmen sind eigentlich nicht rassi(sti)sch motiviert, sondern beruhen auf anderen Feindschaften und Rivalitäten. Womit ich nicht gesagt haben will, dass es keinen reverse racism geben könnte. Mir fehlen dazu einfach die nötigen empirischen Daten und Befunde. Daher lasse ich für mich selbst die Frage erst mal offen, und da helfen auch keine historischen Geschichten zum Verhalten verschiedener Ethnien gegeneinander; Kriege dürften da jedenfalls ebenso wie in Afrika andere Gründe als rassistische gehabt haben. Aber ich lasse mich in diesem Punkt gern eines Besseren belehren.
Ja, und mit deinem Beitrag gibst du ihr komplett recht. Es würde nicht auf dem
Tussinelda schrieb:
Migrationshintergrund herumgeritten
werden, auf dem du gerade herumreitest mit deiner Wurzel. Der Punkt ist nicht, dass Deutsche eher mit einem helleren Teint assoziert werden. Der Punkt ist eher, dass du bei einer Person dunkleren Teints, das Deutsch-Sein eher absprichst. Dabei ist es auch irrelevant über die Herkunft seiner Eltern zu spekulieren, das kann man gerne machen, aber in erster Linie ihn als potentiell Nicht-Deutschen zu kategorisieren ist - auch in deinem Sinne - dann eine Diskriminierung. Auch wenn Nicht-Deutsch sein keine Abwertung sein muss..^^
Es ist eine Wertung und sie ist rein "biologisch" fremdbestimmt.
Die Herkunfts-Hysterie, das Abstammungsdenken, die Wurzelbehandlung ist des Deutschen schrecklichstes Syndrom :troll:
Wenn dich einer irgendwo auf der Welt fragt, wo du her kommst, kann das nur ein Deutscher sein. :D
gastric schrieb am 05.10.2017:In den USA ist man priviligiert, wenn man sich eine faire verhandlung überhaupt leisten kann ... Passt einem die nase des angeklagten nicht, dann wird der prozess in eine richtung gedrückt, die zur "passenden" verurteilung führt. Das ganze system gehört von grund auf erneuert. Priviligiert sind dort vor allem diejenigen mit geld.
O.J. Simpson war ja auch eine Zeitlang, über ein Jahrzehnt lang, trotz seiner Hautfarbe privilegiert. Als ihm das Geld ausging, verlor er sein Privileg und der Fall wurde wieder neu aufgerollt.
blueavian schrieb am 06.11.2017:Die schwarze Rasse wird als überlegen dargestellt, was eben Rassismus ist.
Es gibt keine Rassen., nur Hunde- und Pferderassen. Wer von Rassen spricht, äußert sich rassistisch.
Tussinelda schrieb am 16.11.2017:ja Macht und Vorurteil. Was bedeutet, jeder hat Vorurteile, aber nicht jeder hat die Macht/Privilegien die es braucht, um diese Vorurteile auch gesellschaftlich und politisch umzusetzen. Weshalb ich auch unterscheide zwischen Rassismus und Auswirkungen von Rassismus, die durchaus rassistisch sein können und sind, aber eben auf Rassismus durch privilegierte Weisse beruhen. Wie zum Beispiel der Völkermord in Ruanda, der ja immer gerne als Beispiel aufgeführt wird.
Um es kurz zu fassen: Schwarze Menschen haben einen Grund, Vorurteile gegen Weisse zu haben, man betrachte die Geschichte, man betrachte, wer Rassismus quasi erfunden hat, sie haben aber weder Macht noch Privileg, bei Weissen sehe ich keinen Grund dafür, sie hatten die Macht, sie hatten die Vorurteile, sie haben sie genutzt und nutzen sie noch. Ohne Grund, ohne tatsächlichen Grund, weder wurden sie versklavt, noch abgewertet, noch ihnen die Menschlichkeit abgesprochen, sie als Besitz behandelt, verkauft, getötet, ihrer Herkunft, Familie beraubt etc., verschleppt....was einen durchaus zum Rassisten machen könnte
Rassismus ist ein Werkzeug, die Macht zu behalten, auszubauen, die Vorurteile sind quasi die Rechtfertigung.
Wer Rassismus aus dem geschichtlichen Kontext reisst, der relativiert ihn, meiner Meinung nach und das geschieht leider ständig.
Rassismus basiert auf dem white privilege und dessen Erhaltung und white privilege basiert auf Rassismus und dessen Erhaltung. Ich sehe nichts vergleichbares bei Nicht-Weissen Menschen, weder das Privileg, noch die Macht, die durch irgendein Vorurteil gerechtfertigt wird oder werden könnte, da sie weder Privileg noch Macht haben.
Ah, jetzt hab ich das mit der Macht im Rassismus richtig verstanden und nehme daher meinen obigen Zweifel, dass Rassismus mit Macht verknüpft ist, zurück. Das war sehr gut erklärt und ist spontan einleuchtend.
Tussinelda schrieb am 16.11.2017:Man kann als Weisser sogar mit dem Fremdsein auftrumpfen, weil es eben mit nichts Negativem verbunden ist. Wenn Du mich für Deutsch hältst und ich dann meinen amerikanischen Pass zücke, dann löst das in der Regel Interesse aus. Wenn ich nicht Weiss bin und sage ich bin deutsch, dann wird gefragt, wo ich denn eigentlich herkomme.....das nicht Weiss sein wird sofort mit "nicht zu uns gehörend" assoziiert.
Deshalb ist es bescheuert, wenn man glaubt Rassismus verschwände, wenn man schlicht so tut, als sei man farbenblind. Denn die gesellschaftlichen und sozialen Strukturen, die Denkweisen etc. sind ja trotzdem vorhanden. Man muß sich also positionieren....die einzige Gruppe, die sich nicht positioniert, sind die Weißen, sie wollen nicht anerkennen, dass Weisssein auch eine Bestimmung aufgrund ethnischer Merkmale ist, die ihnen eine Sonderrolle verschafft. Wenn man das ignoriert, dann manifestiert man dadurch die rassistischen hierarchichen Strukturen. Denn die Kategorien existieren ja. Sie werden ja täglich erlebt und gelebt.
Auch das ist sehr wichtig und kommt in meine Zitatensammlung.
Vincent schrieb am 16.11.2017:Rassismus ganz selbstverständlich als eine Ideologie beschreiben und im darauffolgenden Satz die These aufstellen, es wäre nur manchen Menschen bewusst, dass sie rassistisch wären. Eine Ideologie ist aber immer nach Reflektion der selbigen bewusst gewählt und verinnerlicht; sonst wäre sie keine.

Inhaltlich konkreter auf deinen Beitrag eingehen, fällt mir gerade schwer, da es mich tatsächlich weitestgehend sprachlos macht und fast gleichermaßen auch enttäuscht. Da muss ich inter leider wieder mal Recht geben, es ist zu tiefst rassistisch. Die Schlüsselwörter „kollektivschuld“ etc. hat er schon korrekt benannt.
Tja, was machen wir nun? Das ist auch ganz wichtig und richtig und widerspricht diametral @Tussinelda s durchgehender und genereller Machtthese. Zwischenzeitlich würde ich Macht nicht generell an der Hautfarbe festmachen, auch wenn das kolonialistisch bedingt zutrifft, sondern an realen Machtverhältnissen. Wenn ich als Tourist in Kenia bin, bin ich der Fettsack mit dem Geld und kann die Mädels springen lassen. Wenn ich aber in Kenia bin um mir dort eine Existenz aufzubauen und Geld verdienen muss, und das als Weißer, sieht die ganze Sache schon wesentlich anders aus, vielleicht bin ich dann das letzte Glied in der Kette, und da Nachnachkomme eines kolonialistischen weißen Packs, der letzte Dreck, den man rassistisch fertig machen kann. Solche Situationen werden zwar nie eintreten, aber sie erscheinen strukturell nicht ausgeschlossen. Wie gut, dass es hier keinen Realitätstest oder "Faktencheck", wie @lawine das gerne zu nennen pflegt, geben wird.
Libertin schrieb am 16.11.2017:Die Problematik des "critical whiteness" (oder auch Weißsein) ist, daß ihre Vertreter (wenn auch im Glauben an gute Absichten) das Thema Hautfarbe besonders durch den häufigen Hinweis auf die Historie (Kolonialismus, Rassentrennung, Nationalsozialismus) so sehr in den Fokus rücken wie man es sonst nur von Rassisten kennt wordurch es auf diese Weise oft zu ähnlich pauschalisierende und extreme Darstellungen kommt
Nein, wer versucht Rassismus ahistorisch zu betrachten, verlässt schon mit dem ersten Schritt die Wissenschaftsschiene. Da gibt es keinen Kompromiss mit populistischen Abwägungseinflüsterungen, um den Rassismus der Jahrhunderte so zu relativieren, dass man zu dem Trugschluss kommt, wir seien schon auf halbem Weg raus aus dem rassistischen Denken und Handeln.
Sixtus66 schrieb am 16.11.2017:Dass ein Weißer zB aus irgendeinem Männlichkeitsideal heraus vergewaltigt oder tötet, um seine Männlichkeit zu beweisen oder sich für eine gefühlte Wegnahme derselben zu rächen (wie die eine Amokläufer vor 2 Jahren oder so der sich an Frauen rächen wollte, weil diese nette Typen wie ihn nicht wollen) sowas gibt es nicht, also man wird es nie groß in den Medien lesen und erst recht würde es ein Politiker niemals irgendwie vermuten.
Wenn aber ein Orientale genau dasselbe Verbrechen macht, auch ganz ohne IS Bezug oder sowas, oder ein Schwarzer, dann wird da grudnsätzlich die Kultur und Gruppe unter Generalverdacht gestellt. Wenn ein Tunesier vergewaltigt dann muss es seine Kultur sein, individuelle Gründe gibts da nicht. Wenn ein Schwarzer tötet dann ist es die inhärente Bandenkriminalität. das Verbrecherische was die an sich haben, Ghettoisierung usw., falls er aus einer muslimischen Familie kommt ists halt der Islam. Das ist das Problem.
Ja, auch ein sehr wichtiger Aspekt, den ich mit dem Zitat noch mal festhalten wollte.
interrobang schrieb am 19.11.2017:rassismus von "links"
Die Wortschöpfungen von rechts werden auch immer unkreativer. Demnächst kriegen wir es also mit linken Nazis zu tun, "Liinksfaschismus" hat sich im rechten Spektrum ja schon eingebürgert.
Whoracle schrieb am 19.11.2017:n Brasilien schlug sie sich unter anderem in der Politik des branqueamento nieder, mit der die „weißen“ Brasilianer die „brasilianische Rasse“ verbessern und durch Zumischung von mit Hilfe von europäischen Einwanderern importierten „weißen Blutes“ das „schwarze Element“ in der brasilianischen Bevölkerung bis zum Jahre 2012 zum Verschwinden bringen wollten. Brasilien gilt auch als extremes Beispiel für die „soziale Konstruktion“ von Rasse, wo eine direkte Zuweisung von Hautfarbe und sozialem Erfolg (bis heute) der Fall ist und sich bei einer Person der soziale Aufstieg auch in der Einordnung in eine „weißere“ Farbklasse widerspiegelt
Für die 3 Karnevalstage wird dann als Kompensation mal der Spieß umgedreht ("black pride rules"), und danach dürfen sie dann für 362 Tage wieder zurück in ihre Favelas.
Tussinelda schrieb am 19.11.2017:Danke, dass Du es so schön auf den Punkt bringst. Ich verstehe es nicht, dass man sich so vehement weigern kann, Privilegien anzuerkennen, die man nun einmal hat. Sofort wird unterstellt, es werde verlangt, sich schuldig zu fühlen, dabei geht es darum gar nicht. Es geht doch nur darum seine Privilegien zu erkennen und zu nutzen, um anderen, die weniger privilegiert sind, zu helfen. Aber dann macht man sich lieber zum "Opfer", weil man ja zum Schuldigen gemacht wird (ohne das man dazu gemacht wird) und zack geht es schon wieder um die, die sowieso privilegiert sind und ihre Befindlichkeiten. Ist doch praktisch ;)
Schönes Schlusswort, wie ich finde.


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01.12.2017 um 14:35
Realo schrieb:Das Problem dieses Forums ist, dass es einen nicht gleich von Anfang an mitteilt, was für eine Art Thread auf einen zukommt, so dass man leider erst viel zu spät feststellt, dass man in den Zeitsumpf geraten ist, der eine Unmasse an Zeit mit Ausstiegsversuchen verschwendet, und egal, ob man es schafft sofort auszusteige
Realo schrieb:Hiervon musste ich leider bisher 4 zur Kenntnis nehmen, d.h. 4x schon bin ich in einen Zeitsumpf geraten, der mich sehr viel Lebenszeit kostete, die ich bei niemandem, am allerwenigsten beim Forenbetreiber selbst, einklagen kann, um mir diese verschwendete Lebenszeit zurück zu erstatten.
Die Zeit kannst Du nur bei Dir selbst einklagen. Niemand außer Dir ist verantwortlich für Deine selbst empfundene Verschwendung.
Wenn Du es nicht schaffst, von jetzt auf gleich aus einzelnen Threads (oder gar dem ganzen Forum) auszusteigen, dann ist das ein Warnzeichen, das man ernst nehmen sollte.

Ich sage es immer wieder: Das hier ist ein Mysteryforum mit einer handvoll aktiven Nutzer, eine totale Filterblase, ein Relikt aus der Pionierzeit des Internets. Man kann sich hier die Langeweile vertreiben, wunderbar prokrastinieren, ein paar interessante Gedanken austauschen, ein bisschen Kommunikation betreiben usw.
Aber man kann hier keine Probleme lösen, weder die ganz persönlichen noch die allumfassenden.

Wenn das zur Belastung und zur Zeitverschwendung wird, dann hilft nur eins: Abschalten, zumindest zeitweise.

Andere werden in dieser Zeit weiter disktutieren und ihre Meinungen schreiben.
So lange sie nicht gegen (Forenhaus)Recht verstoßen, dann ist das vollkommen legitim.


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01.12.2017 um 15:04
stanmarsh schrieb:Die Zeit kannst Du nur bei Dir selbst einklagen. Niemand außer Dir ist verantwortlich für Deine selbst empfundene Verschwendung.
ganz genau.

was du machst, ist deine sache, @Realo .

du kannst dich durchwühlen.
oder dich masochistisch mitplagen.

oder nur ab und zu vorbeischauen und das popcorn rausholen.

oder?

kein grund, da noch groß drüber zu philosophieren.

über wen philosophierst du da?
über den thread? das forum? oder dich selbst?

kleiner tip: mach ne umfrage.
umfragen über so meta-sachen sind immer gern gesehn.


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01.12.2017 um 15:30
War doch nur die Einleitung. Hab mich einfach geärgert, dass ich nach einem Hinweis den ganzen Thread durchgeackert hab, wollte zur Halbzeit schon aufgeben, aber wenn ich in einer Sache schon mal zur Hälfte durch bin, lauf ich nicht wieder zurück, sondern beiß mich lieber dann auch noch durch die andere Hälfte. :D

Immerhin hab ich ein paar schöne Zitate entdeckt.


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01.12.2017 um 15:48
Realo schrieb: Libertin schrieb:
Die Problematik des "critical whiteness" (oder auch Weißsein) ist, daß ihre Vertreter (wenn auch im Glauben an gute Absichten) das Thema Hautfarbe besonders durch den häufigen Hinweis auf die Historie (Kolonialismus, Rassentrennung, Nationalsozialismus) so sehr in den Fokus rücken wie man es sonst nur von Rassisten kennt wordurch es auf diese Weise oft zu ähnlich pauschalisierende und extreme Darstellungen kommt

Nein, wer versucht Rassismus ahistorisch zu betrachten, verlässt schon mit dem ersten Schritt die Wissenschaftsschiene. Da gibt es keinen Kompromiss mit populistischen Abwägungseinflüsterungen, um den Rassismus der Jahrhunderte so zu relativieren, dass man zu dem Trugschluss kommt, wir seien schon auf halbem Weg raus aus dem rassistischen Denken und Handeln.
Es ging ja nicht darum Rassismus ausschließlich ahistorisch zu betrachten sondern welche Schlussfolgerungen man im Hinblick auf die Kolonialzeit, Sklaverei, Apartheidssysteme usw. besonders für die heutige Zeit zieht. Wer nämlich Privilegien (unterstellt) oder Macht-/Herrschaftsverhältnisse per se an der Hautfarbe festmacht betreibt letztlich auch nichts anderes als jene Agitation welche man damit ja eigentlich zu kritisieren versucht.


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01.12.2017 um 21:18
@Realo
Realo schrieb:Ah, jetzt hab ich das mit der Macht im Rassismus richtig verstanden und nehme daher meinen obigen Zweifel, dass Rassismus mit Macht verknüpft ist, zurück. Das war sehr gut erklärt und ist spontan einleuchtend.
Macht und Vorurteil sind zwei getrennte Dinge. Beim Antisemitismus sagt man auch oft, dass Juden die Macht haben und das ist trotzdem Rassismus und das war auch mit ein Grund für den Nationalsozialismus, weswegen die These auch von den meisten verworfen wird.

Die Definition relativiert Rassismus, was deine Aussagen auch rassistisch macht.

Wenn man die Macht gleichverteilen würde, würde das nicht den Rassismus auslöschen, sondern nur die Macht umverteilen. Das einzige was passiert ist das Schwarze weniger von Weißen an der Macht wegen der Hautfarbe diskriminiert werden können, da es weniger Weiße an der Macht gibt. Der Anteil der Rassisten bleibt ohne Änderung der Gedanken oder Einstellung gleich.

Weiterhin können Schwarze auch rassistisch gegenüber Weißen sein. Und dann ersetzt man nur bestimmte Rassisten durch andere Rassisten.

Dass Schwarze weniger rassistisch sind, ist nicht bewiesen, zumindest kenne ich keine Studie dazu und hier wurde auch keine verlinkt. Zudem werden dazu oft nur irgendwelche  Anekdoten erzählt von asiatischen Kulturen in denen Weiße bevorteilt werden. Das ist aber nicht auf die westliche Welt anwendbar, da hier eine ganz andere Kultur herrscht.

Und wenn gerade bei so wichtigen Dingen wie Rassismus jeder seine eigene Definition verwenden darf, dann kann man das auch den Populisten nicht vorwerfen, wenn sie das ebenfalls tun. Und diese darf man dann ebenfalls nicht Rassisten nennen. man selbst will schließlich auch nicht als Rassist bezeichnet werden.

Ich denke das Problem der willkürlichen Definitionen ist nun ersichtlich.
Realo schrieb:blueavian schrieb:Die schwarze Rasse wird als überlegen dargestellt, was eben Rassismus ist. Es gibt keine Rassen., nur Hunde- und Pferderassen. Wer von Rassen spricht, äußert sich rassistisch.
Rasse ist das Wort, das die Nation of Islam verwendet und auf das beziehe ich mich, das wird aus dem Kontext klar. Tussinelda behauptet, dass das kein Rassismus ist. Richte deine Kritik also an sie.

Bisher konnte ihr laut eigenen Angaben noch niemand erklären, dass es sich bei dieser islamophoben, antisemitischen und rassistischen Lehre um Rassismus handelt. Vielleicht schaffst du es, wenn du es anders siehst . Und genau in dieser Denkweise ist auch das Problem, warum der Thread sich im Kreis dreht. Das hättest du aber merken müssen, wenn du das Thema gelesen hast.

Zitat aus dem Artikel über die Nation of Islam von Wikipedia :
Spoiler
Weiße als Teufel
Die Entstehung der weißen Rasse wurde als Ergebnis von Jahrhunderte langer „Züchtung“ eines „bösen“ schwarzen Wissenschaftlers (Yacub) erklärt. Das Urvolk soll nach dieser Genese der Stamm von Shabazz sein, von welchem die Afroamerikaner (und alle dunkelhäutigen Menschen) direkt abstammen. Yacub soll seine „Züchtung“ auf der durch die Offenbarung des Johannes bekannten griechischen Insel Patmos betrieben haben, wohin er mit 59.999 Gefolgsleuten von Mekka aus ging. Auf Patmos soll er nach und nach die braune, die rote, die gelbe und schlussendlich die weiße Rasse gezüchtet haben, die das absolut Böse und den Teufel repräsentiert (Adam und Eva sollen demnach die ersten Weißen gewesen sein) und in den Texten der Nation of Islam auch als „ausgebleichte Rasse“ bezeichnet wird. In der Folge soll es den Weißen gelungen sein, von der Insel, auf welche sie verbannt waren, zu entfliehen. Sie unterwarfen und versklavten den Stamm von Shabazz (die Schwarzafrikaner), aber auch die „Braunen, Roten und Gelben“. Moses soll von Gott geschickt worden sein, um die Weißen zu zivilisieren, was ohne Erfolg geblieben sei.
[/spoiler]
Realo schrieb:blueavian schrieb:Wenn man jemanden kritisiert, hat das fast immer mit Macht zutun.  Man will den anderen schließlich mit Kritik abwerten.
Realo schrieb:Das ist die populistische Volksansicht, die in weiten Teilen der Bevölkerung vorherrscht.
Falsch. Das sehen sehr wenige so. Meine Ansicht würde dazu führen, dass niemand mehr etwas sagt auch die Populisten nicht. Wie kann also etwas populistisch sein, wenn man sich nicht äußert? Geht schwer.


Populistisch ist es beispielsweise, wenn man sagt, dass es nicht auf den Inhalt ankommt, sondern WER die Kritik äußert. Das ist bei Populisten typisch, dass sie selbst nicht kritisiert werden wollen, aber andere sehr gerne kritisieren wollen. Und auf diesen menschenverachtenden Satz bezog ich mich:
Tussinelda schrieb am 16.09.2017:in einer Diskussion über Rassismus/Diskriminierung ist es maßgeblich, WER etwas vorträgt, da Rassismus ja etwas mit Macht + Vorurteil (wir erinnern uns?) zu tun hat.
Realo schrieb:Also würde man "Macht" missbrauchen, indem man auf schlechte Zustände oder schlechte Argumente hinweist und diese kritisiert.
Dazu habe ich mich schon geäußert. Wenn jemand Kritik gut findet, dann wird er auch von mir kritisiert. Wenn der andere  keine Kritik will und man trotzdem kritisiert, dann akzeptiert man die Menschen nicht so wie er ist. Und dann kann man eben nicht bedingungslos lieben :lv: , da man auch das Böse lieben muss bzw. das, was man als böse sieht.

Das ist auch ein Grund, wieso ein allliebender Gott(JHVH, Allah, Brahma etc.) oder wie auch immer er in den verschiedenen Religionen genannt wird, nicht eingreift.  Esseidenn man bittet ihn/sie um Hilfe. Was aber auch viele Religiöse oft nicht verstehen, da sie denken Gott hätte Gesetze gemacht, die man befolgen muss . Gott muss aber liberal sein, wenn er wirklich bedingungslos liebt. Es verstößt sonst gegen den freien Willen. Alles natürlich mit der Annahme es gibt einen allliebenden Gott oder überhaupt einen Gott. Ansonsten ist er nicht alliebend, da er bestimmtes Verhalten sanktioniert.
Realo schrieb: Also würde man "Macht" missbrauchen, indem man auf schlechte Zustände oder schlechte Argumente hinweist und diese kritisiert. Wenn ein Literaturkritiker einen Roman verreißt, weil dieser seiner Ansicht nach schlecht geschrieben ist, fühlt sich der Kritisierte ganz persönlich angegriffen und behauptet, der Kritiker habe seine Macht missbraucht, um ihn "fertig zu machen." Deshalb war ein Reich-Ranicki unter den Schriftstellern ja so verhasst, weil er so viele Romane schlecht fand und damit die Eitelkeit der Herren von der schreibenden Zunft verletzt hatte. Aber um überhaupt von einem RR kritisiert zu werden, muss der Roman schon ganz gut sein, denn er kritisierte eben nur die wichtigsten Neuerscheinungen. Das wiederum wollten die Autoren nicht akzeptieren, sie wollten nicht nur kritisiert werden, sondern dann auch noch nur positiv. Der "gemeine User" verwechselt häufig Kritik an einer Aussage mit Kritik an der Person, die diese Aussage getätigt hat. Das ist aber aus den Köpfen der Betroffenen so schlecht rauszukriegen, dass sie teilweise sogar nach einem Kritikverbot bzw. Kritikerverbot schreien. Und nein, es hat nichts mit Macht zu tun, sondern mit Kompetenz.
Ich habe hier nichts verboten und deine Strohmänner kannst du behalten. Und natürlich darf man auch den Kritiker kritisieren.

Kompetenz ist relativ und derjenige, der kritisiert, sieht sich auch meist als kompetent an, egal, ob er es ist oder nicht.
Realo schrieb:Warum Kritik ein Machtverhältnis sein sollte, kann weder er noch du begründen.
Das habe ich begründet und "er" hat das auch begründet.
Realo schrieb:Dieses falsche Zurückkeilen ist eher Ausruck mangelnder Argumente, also von Argumentationsnot, dass man der Kritik nichts entgegenzusetzen hat. Das aber mal ganz allgemein formuliert, ohne auf diesen spezifischen Fall eingehen zu wollen.
Stimmt. Nur wenn die Argumente schon nicht verstanden werden, sehen sie sich verständlicherweise im Recht.
Realo schrieb:Ich war auch noch nicht einer Situation, in der ich mir überlegen müsste, weiße, gelbe, braune oder schwarze Emojis zu verwenden. Wenns nach mir ginge, sollten alle Emojis grün sein, denn das ist keine Hautfarbe, seitdem wir wissen, dass es keine Marsmenschen gibt. :D
Wenn man sich mit Emojis über andere lustig macht, ist es diskriminierend. Das ist auch mmn das Schlimmste, was man machen kann. Das hat aber nichts mit der Verwendung von andersfarbigen Emojis zutun.
man sollte es aber auch nicht jemanden Rassismus unterstellen, der sich gegen den Ungleichbehandlung von Weißen und Schwarzen einsetzt, wie es hier im Thread gemacht wird. Denn das ist reverse racism.
AlteTante schrieb:Mech schrieb:Warum wird hier jedesmal auf die Hautfarbe gepocht obwohl doch der beste weg Rassismus zu bekämpfen wäre diese außen vor zu lassen und mehr mit dem Menschen selbst sich zu beschäftigen.Weil viele Menschen, warum auch immer, anderen ein schlechtes Gewissen machen wollen. Und dafür muss man eben manchmal nach Gründen suchen. Heute ist das die unterschwellige Unterstellung von latentem Rassismus.
Realo schrieb:Frei nach dem Motto: Es gibt keinen Rassismus, der wird von den Rassismuskritikern immer nur herbeigelabert.
Rassismus wird hier von niemanden bestritten. Auch das ist wieder ein Strohmann.
Realo schrieb:Natürlich kann man das so postulieren, aber es ist die große Frage, ob es sich tatsächlich so verhält. Ich kenne Ostafrika ziemlich gut, es geht dort abseits der Touristeneklaven auch nicht mit Samthandschuhen zu, aber Auseinandersetzungen etwa zwischen verschiedenen Stämmen sind eigentlich nicht rassi(sti)sch motiviert, sondern beruhen auf anderen Feindschaften und Rivalitäten. Womit ich nicht gesagt haben will, dass es keinen reverse racism geben könnte. Mir fehlen dazu einfach die nötigen empirischen Daten und Befunde. Daher lasse ich für mich selbst die Frage erst mal offen, und da helfen auch keine historischen Geschichten zum Verhalten verschiedener Ethnien gegeneinander; Kriege dürften da jedenfalls ebenso wie in Afrika andere Gründe als rassistische gehabt haben. Aber ich lasse mich in diesem Punkt gern eines Besseren belehren.
Das ist auch eher ein Definitionsproblem. Natürlich ist es Rassismus, wenn es sich um eine andere Ethnie handelt zu der man Feindschaft hat. Wenn es sich um die gleiche Ethnie handelt ist es Fremdenfeindlichkeit. Nur wenn man nur Teile einer Ethnie feindlich gegenübersteht ist es kein Rassismus, da man nur gegenüber bestimmten Gruppen der Ethnie feindlich gegenübersteht. Wie es in deinem Fall ist müsste man sich ansehen.


Es ändert aber nichts an der Intensität der Feindschaft, ob man es so oder anders bezeichnet. Und natürlich gibt es auch in Afrika Rassismus.

Kriege können andere nichtrassistische Gründe gehabt haben und die Menschen dort trotzdem rassistischer durch den Krieg geworden sein und zwar wenn sie sich gleichzeitig der anderen Ethnie überlegen fühlen. Beispiel sind die manche Amerikaner im zweiten Weltkrieg. Sie haben die Japaner nicht aus rassistischen Gründen bekämpft, waren aber trotzdem rassistisch.

Wenn man ein ganzes Volk als böse tituliert dann ist die Wahrscheinlichkeit auch höher dass sich Rassismus bildet. Das nicht wegen Kritik an dir sondern zur allgemeinen Klarstellung. Hier wurde das auch teilweise anders gesehen bezüglich Sklaverei.
Tussinelda schrieb am 24.09.2017:Tussinelda schrieb:Menschen, die von Rassismus betroffen sind würden sich wünschen, von gar keiner Form von Rassismus betroffen zu sein. Es gibt keinen falschen und/oder echten Rassismus. Auch wenn das gerne so dargestellt wird. Der alltägliche, subtile Rassismus ist der, unter der die einzelne Person oft besonders leidet, da es sie ganz persönlich und direkt trifft.

Wahre Worte, die man sich öfter mal nachlesen und drüber nachdenken sollte.
Das hat auch keiner bestritten wird hier nur immer unterstellt.  Da hier reverse racism betrieben wird, vor allem gegen den TH der selbst gegen Rassismus kämpft. Der alltägliche Rassismus wird dennoch nur von einer Minderheit vertreten. In Deutschland etwa 8 % und das sagen Studien. Jemand zu unrecht als Rassist zu verunglimpfen ist genauso diskriminierend. Natürlich gibt es dennoch Rassismus und das wird hier auch angesprochen und gegen den wird sich hier sehr wohl ausgesprochen und den will man auch bekämpfen. Ich habe auch schon Vorschläge unterbreitet, die von dieser Minderheit der User ignoriert wurden und durch Aktionismus und nichtsnützige Vorschläge ersetzt wurden, wie z.b. die Macht ausgleichen.

Und damit man einen Vergleich hat:
Die Wahrscheinlichkeit das z. b. der TH religiös diskriminiert wird, ist bedeutend höher. Muslimfeindlichkeit ist mehr als doppelt so hoch aber auch in der Minderheit.
https://www.fes.de/de/gespaltene-mitte-rechtsextreme-einstellungen-2016/

Von weitverbreitetem Rassismus kann man meinetwegen reden. Aber dennoch ist nur jeder Zehnte etwa rassistisch. Deswegen werden Schwarze auch nur etwa von einem Zehntel (8%) der Weißen in Deutschland diskriminiert, aber keineswegs von allen. Und wieder als Vergleich  ist die Wahrscheinlichkeit der Diskriminierung z. b. als Arbeitsloser oder Muslim wesentlich höher, als Jude weniger. Was aber nicht heißt dass es keinen Antisemitismus gibt und das man ihn relativiert oder das die Antisemiten besonders laut sind wie auch die Rassisten.

Ich finde die Unterstellungen nur ziemlich anmaßend. Zudem ist nicht gesagt, dass sich der Rassismus verringert, wenn irgendwie die Macht ausgeglichen ist, da auch Schwarze rassistisch sein können. Da Vorurteile mit Macht gar nichts zutun haben. Wie man Vorurteile bekämpft hatte ich auch schon geschrieben.

Wenn man die Macht ausgleichen will, sollte man nicht irgendwelche Definitionen dafür missbrauchen, sondern ganz klar sagen man will mehr Macht. Den Rassismus bekämpft man damit nicht, da immer noch genau so viele Menschen rassistisch sind, wenn sie die Gedanken der Menschen nicht ändern.

Das wird hier aber von einer Minderheit der User nicht verstanden. Zudem ist es eine Bevorzugung von Schwarzen, wenn man z. b. in den USA die Macht ausgleichen würde und gleichviele Schwarze an die Macht bringt, da das gar nicht dem Bevölkerungsschnitt entspricht.

Wenn sich aber z.b. weniger Schwarze in den USA in politischen Parteien befinden, ist es klar dass weniger an die Spitze kommen.  Wenn es allerdings viele sind und trotzdem kommt niemand an die Spitze, dann sind unter den Leuten zumindest ein paar Rassisten. Das jetzt nur mal als Beispiel. Ich weiß die Zahlen nicht.

Und auch ist es falsch anzunehmen, dass wenn jeder Vorurteile hätte, dass dann auch jeder rassistische Vorurteile hätte, was auch Studien widerlegen. Und weiterhin will nicht jeder, der Vorurteile hat, diese auch durchsetzen. Wäre auch oft ein politisches Todesurteil.

Man hat aber eine Studie hier verlinkt, die z.b. darauf hindeutet, dass in anderen Ländern vor allem Indien es wesentlich mehr Rassisten gibt, aber auch in Afrika gibt es in bestimmten Ländern mehr Rassisten als in westlichen Ländern im Schnitt laut der Studie.

Deswegen sind die Anekdötchen von anderen Ländern auch nicht wirklich zielführend, da das ganz andere Kulturen sind und es auf den verschiedenen Kontinenten massive Unterschiede gibt, auch bei der Art des Rassismus. Und in der Studie wären auch "schwarze" Länder rassistischer als "weiße".
interrobang schrieb:Macht ist für rassismus immer noch irrelevant da Rassismus immer noch eine ideologie ist.
Realo schrieb:Rassismus ist keine Ideologie sondern ein Charakterdefizit.
Das eine schließt das andere nicht aus.
AlteTante schrieb:Man kann nicht jedes gigantische Verbrechen in der Welt der kolonialen Vergangenheit und damit den Europäern in die Schuhe schieben. Der Kolonialismus ist schon Jahrzehnte her
Realo schrieb:Immer das Gleiche: Wir haben nix mit dem Holocaust und dem Kolonialismus zu tun, weil das waren irgendwelche Vorfahren von uns. Warum immer von uns Deutschen und Europäern? Zwar haben wir persönlich damit nichts zu tun, aber aufgrund der Geschichte dürfen wir, genauso wie wir Diskriminierung von Juden am wenigsten zulassen dürfen, Afrika aufgrund der kolonialen Vorgeschichte nicht vor die Hunde gehen lassen, sondern haben hier eine Bringschuld.
Auch wieder ein Strohmann und eine Unterstellung. Es wurde nicht geschrieben, dass ein Deutscher nichts mit der Vergangenheit zutun hat. Es wurde geschrieben, dass nicht jedes Verbrechen aufgrund des Kolonialismus geschieht. Rassismus und Antisemitismus würde es auch ohne das geben. Nichts anderes wurde hier geschrieben.

Das ist gerade das angesprochene Zurückkeilen durch mangelnde Argumente bei dem ich dir zugestimmt habe. Nur wenn man nicht versteht, was geschrieben wurde, denkt man selbst noch, man wäre kompetent und hätte Recht, obwohl man es nicht hat um es mal neutral zu sagen ohne jemanden anzusprechen.

Den Rest kritisiere ich vielleicht irgendein anderes Mal noch. Da du Kritik sehr magst und der Meinung bist, dass man schlechte Argumente kritisieren sollte und es somit nicht gegen den freien Willen verstößt.


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Neue Form der Rassentrennung?

01.12.2017 um 21:26
blueavian schrieb:Beim Antisemitismus sagt man auch oft, dass Juden die Macht haben und das ist trotzdem Rassismus und das war auch mit ein Grund für den Nationalsozialismus, weswegen die These auch von den meisten verworfen wird.
Beim Rassismus ist es aber genau umgekehrt, dass nicht die Schwarzen ("Juden") die Macht haben, sondern die Weißen. Du versuchst hier also eine Drehung der Realität um 180°. Dazu musst du dir allerdings Dümmere aussuchen.
blueavian schrieb: was deine Aussagen auch rassistisch macht.
Du mich auch und tschüss.

P.S. Vielleicht findest du ja Leser für deinen langen Beitrag; bei mir setzt das Interesse nach den ersten 2 Zeilen deines Pamphlets aus. Wer so beginnt, sollte sich nicht darüber wundern.


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01.12.2017 um 23:28
@Realo
Realo schrieb:Beim Rassismus ist es aber genau umgekehrt, dass nicht die Schwarzen ("Juden") die Macht haben, sondern die Weißen. Du versuchst hier also eine Drehung der Realität um 180°.
Nein die Rassismus Definition sollte schon alle möglichen Formen von Rassismus abdecken.

Rassismus ist unabhängig von der Macht, was ich dir durch ein Beispiel verdeutlicht habe. Nicht jeder Antisemit denkt, dass die Juden weniger Macht haben. Sondern manche sagen sie kontrollieren die Welt. Als minderwertig gelten die Juden aber auch dort, was nach der allgemein gültigen Definition Rassismus ist.

Ein Grund für den Nationalsozialismus war, dass sie zuviel Macht hatten, sollte es vielleicht korrekterweise heißen, aber für andere hatten sie auch die meiste Macht und für viele Neonazis ist das heute noch so. Siehe hier:
Der Ausdruck Weltjudentum bezeichnet in der Regel eine antisemitische Verschwörungstheorie, wonach ein fiktives Kollektiv, „die Juden“ bzw. das Judentum, die Weltherrschaft anstrebe oder besitze. Verwandte Ausdrücke sind jüdische Weltverschwörung oder jüdische Weltbeherrschung,[1] jüdische Internationale, goldene Internationale,[2] Alljuda,[3] internationales (Finanz)Judentum,[4] und der internationale Jude. Sinngemäß verwendet werden heute auch Ausdrücke wie Zionist Occupied Government, internationale Völkermordzentrale,[5] Israellobby[6] und (US-)Ostküste.[7]
Legenden eines heimlichen Weltherrschaftsstrebens „der Juden“ wurden schon im mittelalterlichen Antijudaismus überliefert und im neuzeitlichen Antisemitismus rassistisch verschärft. Für den Nationalsozialismus war das „Weltjudentum“ der „Weltfeind“, den die „arische Herrenrasse“ für ihr eigenes Überleben vernichten müsse.[8] Damit rechtfertigten die Nationalsozialisten ab 1941 ihren Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion und den Holocaust.
Und wenn du das nicht siehst mit der Macht dann äußerst du dich antisemitisch. So einfach ist das.

Oder willst du etwa abstreiten, dass es sich um Rassismus handelt, wenn man sagt die Juden besitzen die Weltherrschaft mit gleichzeitiger Abwertung von Juden?
Realo schrieb:Du mich auch und tschüss.P.S. Vielleicht findest du ja Leser für deinen langen Beitrag; bei mir setzt das Interesse nach den ersten 2 Zeilen deines Pamphlets aus. Wer so beginnt, sollte sich nicht darüber wundern.
Heuchelei pur. Da du auch nicht zurückschreckst zu sagen andere würden sich rassistisch äußern oder Rassismus relativieren. Bei dir es aber nicht hören willst. Wobei die Anschuldigung des sich rassistisch äußern bei mir noch falsch ist.
Realo schrieb:Wer von Rassen spricht, äußert sich rassistisch.
Realo schrieb:Kommt mir vor wie eine Rassismus-Satire deluxe. Aber auf die Art kann man schön den wirklichen alltäglichen Rassismus verdrängen.


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01.12.2017 um 23:30
@blueavian
Macht haben und Macht unterstellen sind zwei paar Schuhe.....aber wem sag ich das........


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01.12.2017 um 23:58
Tussinelda schrieb:Macht haben und Macht unterstellen sind zwei paar Schuhe.....aber wem sag ich das........
Das spielt keine Rolle, da es um die Definition geht. Selbst wenn sie die Macht hätten, dann wäre es rassistisch einer ganzen Ethnie Minderwertigkeit zu unterstellen. Und in dieser VT haben sie es.

Und die macht, die man selbst sieht, ist es, die den Hass erzeugen kann, genauso wie eben manche Schwarze auf Weiße deswegen einen Hass haben und sie als minderwertig sehen. Aber auch das ist nur eine Minderheit der Schwarzen.

Das ist auch dasselbe, was ich schon gesagt habe, wie wenn die Schwarzen plötzlich die Macht hätten, es dann auch nicht weniger Rassisten, die gegen Schwarze sind, gibt, wenn sich nicht die Einstellung der Leute ändert. Das Einzige, was sich ändert ist, dass weiße Rassisten dann prozentual weniger Macht haben und von dort weniger diskriminieren können.

Die alltägliche Diskriminierung und die Vorurteile werden über Nacht nicht weniger, wenn überhaupt. Dann hat man dasselbe Problem nur umgedreht. Die Weißen könnten dann nicht rassistisch sein, deiner Definition nach, egal wie sie beleidigen.

Zudem konntest du auch nicht erklären was Macht für dich ist und wie man sie ausgleicht.


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02.12.2017 um 00:21
@blueavian
ich habe alles erläutert und erklärt, es liegt nicht immer am Sender, wenn der Empfang gestört ist ;)


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02.12.2017 um 01:16
@Tussinelda
Tussinelda schrieb:ich habe alles erläutert und erklärt, es liegt nicht immer am Sender, wenn der Empfang gestört ist ;)
Ich habe deine Definition verstanden, dass habe ich dir auch schon gesagt. Ich habe einerseits was gegen uneinheitliche Definitionen aus bestimmten Gründen und aus anderen schon genannten Gründen bin ich auch noch dagegen.


Also zur Klarstellung mit der Macht:

Wenn die Weißen prozentual  mehr  Macht z. b. in einer hypothetischen Weltregierung haben, dann wären sie rassistisch. Aber zunächst nur diejenigen die an der Macht sind.

Denn wenn sie nicht rassistisch wären und auch nicht nach bestimmten Leistungen gehen damit meine ich z.b. Bruttoinlandsprodukt, das in Afrika schlechter ist, dann hätte jeder durch Zufallsprinzip etwa die gleiche Macht, egal welcher Gruppe er angehört.

Hat Amerika die Macht in der Welt sind sie nicht unbedingt rassistisch, wenn sie die Minderheiten entsprechend ihrem Anteil der eigenen Bevölkerung an der Macht beteiligen. Amerika wäre aber nationalistisch, da sie ihre Nation über andere stellen.

Die Weißen oder Asiaten sind also nicht unbedingt rassistisch, wenn sie entsprechend die Bevölkerung beteiligen.

Was aber für mich keinen Unterschied macht. Ich bin sowieso für Gleichverteilung weltweit. Allerdings ist jemanden als Rassist zu bezeichnen eine größere Beleidigung als Nationalist soweit ich weiß und deswegen macht die Unterscheidung schon deswegen Sinn.

Weltweiter abwesender Rassismus führt automatisch zu einer gleichen Macht, wenn sie denn auch gewünscht ist.

d.h. in der Politik, wenn auch prozentual genauso viele Minderheiten an die Macht wollen und in bestimmten Parteien sind, wie sie der Bevölkerung entsprechen.

Als Beispiel (ich weiß die Zahlen nicht):
Wenn keine Schwarzen oder nur sehr wenige bei den Republikanern sind, würde man die wenigen bevorzugen, wenn man sie nach dem Bevölkerungsschnitt an der Macht der Partei beteiligt. Wenn man bei den Demokraten mehr Schwarze hat als die Bevölkerung widerspiegelt, muss mehr Schwarze an die Macht verhelfen, sonst ist man insgesamt als Partei rassistisch. Für jede andere Gruppe gilt das auch.

Natürlich wird häufig nach Leistung diskriminiert wenn z.b. eine Gruppe wie Esoteriker  von den Noten weniger qualifiziert wären im Schnitt, bekommen sie auch als Gruppe weniger Macht. Das muss man rausberechnen.

In Deutschland können manche z.b. kein gutes Deutsch. z.b. Sylvie Meis wurde deswegen von RTL gefeuert. Das betrifft beispielsweise Diskriminierung von meist Migranten der ersten Generation eben durch mangelnde Sprachkenntnis. Das würde ich auch nicht als Rassismus sehen, aber als sprachliche Diskriminierung (Leistungsdiskriminierung).


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02.12.2017 um 02:19
Tussinelda schrieb:wenn der Empfang gestört ist ;)
.ja kann schon sein :D


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Neue Form der Rassentrennung?

22.02.2018 um 23:07
Da es nicht wirklcik ein karnevalskostüm ist einmal hier herein.
Ende April feiert Orléans die Nationalheldin Jeanne d‘Arc. In diesem Jahr soll die Heilige Johanna von einem Mädchen mit afrikanischen Wurzeln gespielt werden - ganz zum Unmut französischer Rechtspopulisten.
https://www.welt.de/vermischtes/article173860563/Jeanne-d-Arc-Rechtspopulisten-protestieren-gegen-schwarze-Johanna.html

Gerade gelesen und da stellt sich mir die frage ist das "Blckwashing"?


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Neue Form der Rassentrennung?

18.08.2018 um 13:45
Es ist schon befremdlich, wie der Begriff heutzutage inflationär verwendet wird.
Es wird oft etwas als rassitisch bezeichnet, was nichts mit Rassismus zu tun hat, sondern mti Chauvinismus. Rassismus und Nazis werden las korrektive Verbalmechanismen inflationär benutzt, um Andersdenkende zu diffamieren.

Jeder spricht hier über den Rassismus in USA von Weißen gegen die Afroamerikaner.
Vom Schwarzen Rassismus bei Afroamerikanern untereinander spricht niemand, obwohlk es den auch gibt. Ebenso wird der strukturelle Rassismus von WASPs (White Anglo Saxon Protestants) verschwiegen, der in den USA seit Jahrhudnerten praktiziert wird zum Beispiel gegen die Katholiken wie Italiener und Iren.
Calvinisten empfinden immer noch einen tiefen Hass gegen die Katholiken/Papisten. Katholiken galten in den USA schon immer als papistisch/unamerikanisch/rückständig.
Der Rassismus der WASPs gegen die Italiener wurde sogar schon oft in US Filmen thematisiert.
Italiener wurde immer verdächtigt Verbindungen zur Mafia zu haben und galten ebenfalls als katholisch/papistisch und unamerikanisch.
Vor allem der Rassismus gegen die Sizilianer war besonders extrem und ist bis heute in einigen Teilen der USA noch lange nicht überwunden!
AUch die Lateinamerikaner, die zu über 90% katholisch sind, erfahren diesen subtilen Rassismus von der typischen US Amerikanischen Gesellschaft WASP.

Die tiefe Spaltung zwischen Nord- und Südstaaten verschärfte sich nicht erst unter Trump , sondern bereits unter Obama. Als mehrere Südstaaten nach der Wiederwahl Obamas 2012 protestierten, demonstrierten und sogar Unterschriften sammelten um sich vom Rest der USA abzuspalten und eigene souveräne Staaten zu gründen.


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18.08.2018 um 14:10
@Sokrates86
Ja, lauter Rassisten, eagl wo man hinschaut...aber eine Sache muss Du verstehen: nur die Weissen sind schlimm, #Trash und so.


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18.08.2018 um 14:20
@Corky
Du meinst der #menaretrash bezieht sich nur auf Weiße? Oder worauf beziehst Du Dich? Außerdem geht es nicht um Schuld, sondern um Privilegien. Aber auch das habe ich schon zig mal erklärt, es ist sowieso egal, man glaubt als Weißer irgendwie durch Rassismus diskriminiert zu werden, sehr interessant. Aber vielleicht dann auch lieber in den Rassismus thread wechseln ;)

@Sokrates86
welchen Begriff meinst Du? Rassismus? Warum postest Du es dann nicht im passenden thread?


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Neue Form der Rassentrennung?

18.08.2018 um 14:27
Tussinelda schrieb:Du meinst der #menaretrash bezieht sich nur auf Weiße?
Ich dachte Du kannst Englisch -> white trash.
Tussinelda schrieb:Aber auch das habe ich schon zig mal erklärt, es ist sowieso egal, man glaubt als Weißer irgendwie durch Rassismus diskriminiert zu werden, sehr interessant.
Wie oft Du was erklärst kann ich nicht beeinflussen, mich wundert nur der Anspruch der Richtigkeit.
Deine These Weisse sind nur privilegiert, ist halt Mist.


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18.08.2018 um 14:31
Sokrates86 schrieb:Es ist schon befremdlich, wie der Begriff heutzutage inflationär verwendet wird.
Ja, dein Beitrag belegt das sehr anschaulich, wie inflationär du den Begriff verwendest.


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Neue Form der Rassentrennung?

18.08.2018 um 14:42
@Corky
was hat mein Englisch mit Deinem verfehlten hashtag zu tun?


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