Hier wird über den Prozessbeginn berichtet
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/Tod-von-Elke-Sandker-Angeklagter-schweigt,prozess5508.htmlDer Angeklagte schweigt.
Ein aktueller DNA-Abgleich führte die Polizei im vergangenen Sommer auf die Spur eines heute 65-Jährigen aus Freren. Er muss sich nun wegen Mordes verantworten. Am Mittwoch schwieg er vor Gericht. Sein Verteidiger erklärte, sein Mandant bestreite, dass er die Frau getötet hat. Er gebe aber zu, sie gekannt und auch berührt zu haben. Die DNA-Spuren stammten von ihm.
Ein Problem wird wohl die Tatrekonstruktion, vor allem in Hinblick auf die Unterscheidung Mord oder Totschlag
Der Ablauf der Tat soll im Verfahren rekonstruiert werden, was für die Familienangehörigen besonders schmerzhaft sein dürfte. "Dem Angeklagten wird vorgeworfen, dass er in einer Sommernacht vor rund 25 Jahren auf das spätere Opfer gestoßen ist. Er soll dann versucht haben, sie auf einer Landstraße zu vergewaltigen", sagte Gerichtssprecher Christoph Sliwka. "Sie soll dann von ihm losgekommen sein und sich auch gewehrt haben. Daraufhin soll er den Vergewaltigungsversuch aufgegeben haben. Er soll sie aber aus Angst vor Entdeckung erdrosselt haben", so Sliwka weiter. Eine Gefängnisstrafe droht dem Mann aus Freren nur, wenn er wegen Mordes an Sandker schuldig gesprochen wird. Sollte das Gericht den Fall als Totschlag einstufen, wäre der Fall verjährt.
Ich verstehe nicht, ob der Angeklagte bereits damals unter den Tatverdächtigen war.
Anfang 2018 hatte eine Mordkommission den Fall neu aufgerollt, nachdem es gelungen war, DNA-Spuren an der Kleidung des Opfers zu sichern. Bereits damals wurden mögliche Verdächtigte um eine DNA-Probe gebeten. Nach der erneuten Untersuchung der DNA-Spuren hält die Staatsanwaltschaft den 65-Jährigen für den Täter. Wie NDR 1 Niedersachsen berichtet, ist der Mann vorbestraft und hat insgesamt 23 Einträge im Bundeszentralregister für Straftaten.